Aus Teilnehmern werden Leiter

Drei Generationen von Bibelgruppen-Leitern

Wie Multiplikation funktioniert

Die nepalesische Bibel Liga hat seit ihrer Gründung vor über 20 Jahren mehr als 3.000 Gemeinden mit Schulungen und Literatur versorgt. Viele dieser Gemeinden haben zwischen 20 und 60 Gottesdienstbesucher. Häufig lassen sich nur deren Gemeindeleiter durch die Bibel Liga zum Bibelgruppenleiter ausbilden. In den Schulungen werden sie ermutigt, ihr Wissen weiterzugeben und auch andere Geschwister als Kleingruppenleiter anzuleiten und einzusetzen. Bei Gemeindegründer Suresh aus Tharpu ist dies gut gelungen.

Das Bild zeigt Gemeindegründer Suresh (2.v.r.) mit Tek und Yadav sowie Ram Hari, den Leiter der nepalesischen Bibel Liga.

Anfängliche Ablehnung der fremden Religion

Vor 14 Jahren gründete der ehemalige Hindu Suresh die Emanuel Tharpu-Gemeinde. Am Anfang war es sehr schwer, Menschen für Christus zu gewinnen, weil sie sich nicht auf die fremde Religion einlassen wollten. Viele Bewohner der Gegend erleben dämonische Angriffe, die sie in Angst und Schrecken versetzen. Häufig wenden sich Betroffene an einen Schamanen oder Hindupriester. Doch da deren Rituale meist keine Abhilfe schaffen können, suchen sie verzweifelt nach anderen Lösungen.

Befreiung von Belastungen durch Sureshs Gebet

Auch zu Suresh kamen Familienangehörige etliche Male heimlich, um Hilfe zu suchen. Eine Familie brachte einen Teenagerjungen mit schweren Belastungen und Anfällen. Nach Gebet wurde er frei und war vollständig geheilt. Alle Mitglieder der Familie vertrauten daraufhin ihr Leben Jesus Christus an und berichteten anderen Dorfbewohnern von der Befreiung.

Die erste Bibelstudiengruppe

Vor einigen Jahren begann Suresh mit der ersten Bibelstudiengruppe in Tharpu. Einer der Teilnehmer war Yadav. Auch er war Hindu, fand aber in seiner Religion keinen Frieden. Der hinduistische Glaube erschien ihm angsteinflößend und verwirrend. Er ließ sich von seinem Freund Suresh zum Bibelgespräch einladen.

Die zweite Generation: Yadav

Anfangs war es für Yadav nicht leicht, das Geschenk der Gnade zu verstehen. Aber nachdem er mehrere Wochen mit anderen Teilnehmern Bibel gelesen und darüber gesprochen hatte, fiel es ihm ins Herz: „Jesus hat aus Liebe zu mir und allen anderen Menschen sein Leben als Opfer hingeben. Er ist mein Retter und meine Brücke zu Gott.“ Yadav und seine Frau wurden Christen. Ein Jahr später ließ er sich zum Bibelgruppenleiter ausbilden. Inzwischen hat der 41-jährige Elektroinstallateur schon drei eigene Bibelstudiengruppen in seiner Heimatgemeinde durchgeführt.

Suresh, Bibelgruppenleiter der ersten Generation
Yadav, Bibelgruppenleiter der zweiten Generation
Tek, Bibelgruppenleiter der dritten Generation

Teks Begegnung mit Yadavs Bibelgruppe

In einer dieser Gruppen waren auch der 21-jährige Tek und sein Vater. Sie leben in der Nachbarschaft von Yadav. Beide brachen die Teilnahme vorzeitig ab, weil sie sich nicht weiter dem Licht Gottes aussetzen wollten. Doch die Not führte sie später wieder zurück. Tek berichtet, dass sein Vater durch dämonische Angriffe verrückt geworden sei. Die Dorfbewohner mieden ihn. Aber Yadav und Suresh hielten Kontakt, besuchten ihn und beteten für ihn. Und Teks Vater wurde frei und geheilt.

Die dritte Generation: Tek

Dieses Ereignis hinterließ bei Tek und seiner Familie einen großen Eindruck und so unterstellten auch sie ihr Leben der Herrschaft Jesu. Inzwischen hat Yadav den jungen Tek unter seine Fittiche genommen und ihn zum Kleingruppenleiter ausgebildet. Er soll demnächst seine erste eigene Gruppe beginnen.

Wachstum und Gemeindegründungen

Sureshs Heimat Tharpu liegt etwa eine Autostunde von Pokhara entfernt. Bis heute ist seine Gemeinde dort auf 150 Personen angewachsen. Und es geht weiter. Suresh und Yadav gründen gerade zwei Tochtergemeinden in Nachbardörfern.

Sureshs Bibelgruppe liest zum ersten Mal aus ihren eigenen Bibeln
Yadav (links) leitet eine Bibelgruppe mit Tek (rechts außen) als Teilnehmer
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