Sambia: Land & Leute

Das BibelStern-Land 2021 vorgestellt

Sambia liegt als Binnenstaat im südlichen Afrika, eingerahmt von acht Nachbarländern. Der Name leitet sich von dem 2.600 km langen Fluss Sambesi ab. Sambias Staatsgebiet ist über doppelt so groß wie Deutschland. Rund 19 Mio. Einwohner leben im Land, 2,9 Mio. davon in der Hauptstadt Lusaka. Zwei Drittel aller Sambier sind jünger als 25 Jahre und nur etwas mehr als 5% älter als 54 Jahre. Es gibt 74 ethnische Gruppen, überwiegend Bantu-Völker, die ihre eigene Muttersprache haben. Die offizielle Amtssprache Englisch wird allerdings von immer mehr Sambiern gesprochen. Zwischen 1922 und 1964 war Sambia unter dem damaligen Namen Nordrhodesien englische Kronkolonie. Bis dahin überlieferten die Menschen in Sambia ihre Geschichte und Erzählungen vor allem mündlich und es gab nur sehr wenig Literatur.

Wirtschaft und Gesundheit

Der Kupferabbau ist Sambias wichtigster Wirtschaftszweig und macht ca. 70% des Exportvolumens aus. Das Land besitzt beinahe die Hälfte der gesamten Wasserressourcen im südlichen Afrika. Es werden vor allem Hirse, Sorghum, Mais, Reis, Süßkartoffeln und Maniok angebaut. Der Tourismus hat in den vergangenen zehn Jahren stetig an Bedeutung gewonnen. Hauptattraktionen sind die Victoriafälle und der Südluangwa-Nationalpark.

Herausfordernde Krankheiten

Sambia zählt, gemessen am Anteil der in absoluter Armut lebender Menschen (weniger als 1,9 $ Einkommen pro Tag) zu den 10 ärmsten Ländern der Welt. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie infizierten sich bis Mitte Juni 2021 mehr als 130.000 Sambier nachweislich mit dem Virus, laut offizieller Statistik starben in der Folge knapp 2.000 von ihnen. Aber auch AIDS ist in Sambia nach wie vor ein großes Problem. Mehr als 1,2 Mio. Einwohner sind HIV-positiv.

Fischer auf dem Luangwa-Fluss

Was Sambier glauben

Gemäß einer Volkszählung (2010) sind 75% der Einwohner Protestanten und 20% Katholiken. Die Grenzen zu traditionellen Religionen sind bei den einzelnen Ethnien aber fließend. So blieben viele animistische Vorstellungen, Ahnen- oder Besessenheitskulte lebendig. Begünstigt durch die große Armut und eine relativ hohe Zahl von Analphabetinnen und Analphabeten sind in den letzten Jahren Wohlstandsprediger und fragwürdige Propheten wie Pilze aus dem Boden geschossen. Weil es viele Opfer solcher Propheten gab und einige reich gewordene Prediger Spenden nicht zweckbestimmt verwendeten, hat die Regierung Ende 2016 ein Ministerium für religiöse Angelegenheiten ins Leben gerufen.

Bitte beten Sie für:
  • eine wachsende Zahl an sambischen Christen, die lernen, selbstständig und in Kleingruppen Gottes Wort zu studieren.
  • die ausgebildeten Kleingruppenleiter/-innen um Geduld und Liebe im Umgang mit den Teilnehmenden.
  • neue Leiterinnen und Leiter, die fähig und bereit sind, Lese-Lerngruppen in ihren Dörfern zu starten.

Die Bibel Liga in Sambia

Die sambische Bibel Liga bietet Partnergemeinden Ausbildung und Literatur an. Davon profitieren Bibelkreise, Alphabetisierungsgruppen sowie Gemeindegründer. Bibeln und Studienmaterial sind gemessen an den Einkommensverhältnissen teuer, deshalb haben schätzungsweise weniger als 35% der sambischen Christen eine eigene Bibel. Hier setzt die Arbeit der Bibel Liga an: Sambier werden von unseren Partnergemeinden zum gemeinsamen Bibelstudium eingeladen und erhalten am Ende eines Kurses ihre eigene Bibel.

Foto: „Einkaufsmeile“ im Osten Sambias

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