Reisetagebuch

Armenien-Blog

In der Bergregion im Norden
03.11.2016 Im Erdbebengebiet rund um Spitak

Der letzte Tag bedeutet noch einmal viel Fahren mit unserem Kleinbus, oft über kaum fahrbare Straßen und unwegsames Gelände. In Spitak, wo am 7. Dezember 1988 ein großes Erdbeben die gesamte Stadt zerstörte - mit mehr als 25.000 Toten, besuchen wir eine lebendige Hausgemeinde.

Unterwegs in den Norden Armeniens wird es spürbar kälter. Überall liegt weißer Reif, auf vielen Berghöhen auch Schnee. Wir sehen unseren ersten wilden Wolf. Spitak ist heute wieder eine lebendige Kleinstadt. Trotzdem sind die Spuren des verheerenden Erdbebens von 1988 noch an vielen Stellen sichtbar. Praktisch jedes heutige Haus wurde nach dem Erdbeben erbaut. Eine Blechhütte unserer Gastgeber zeigt, wie viele Menschen in Spitak noch bis vor wenigen Jahren lebten. Von der Hausgemeinde, die in einem ehemaligen Wohncontainer stattfindet, werden wir sehr freundlich empfangen. Auch hier wieder vor allem Frauen. Deren Männer sind meist mehrere Monate zur Arbeit in Russland. Als wir für die Absolventen des Philippus-Bibelkurses die Bibeln verteilen herrscht große Freude und Dankbarkeit. Diese Freude zu erleben, ist uns große Ermutigung: Es lohnt sich. Gottes Wort wird ersehnt und es ist uns eine Freude, das so deutlich zu spüren.