Reisetagebuch

Ghana-Blog

Glaube in Ghana
08.01.2020 2 Tage vor der Reise

Der Bedarf an Bibeln sowie Bibelstudiengruppen ist groß. Zwar sind rund 47 % der Ghanaer formal protestantische Christen, doch nicht selten findet Religionsvermischung statt. Traditionelle Voodoo-Riten und Praktiken der Ahnenverehrung finden weiter Anwendung. Der Voodoo-Kult wirkt sich auch auf den Alltag christlicher Gemeinden aus: Um die Voodoo-Götter während kultischer Festtage nicht zu verärgern, werden an einigen Orten christliche Gottesdienstfeiern mit Gesang und Gebet untersagt.

Irrlehren und Bedarf an Bibeln

Doch auch aus den eigenen Reihen erwachsen Probleme: Manche religiösen Lehrer vertreten ein „Wohlstandsevangelium“, das Segensverheißungen der Bibel überproportional betont und jegliche Armut auf mangelnden Glauben zurückführt. Reichtum gilt als persönliches Gottesgeschenk, das nicht geteilt zu werden braucht. Während einige wenige Prediger Reichtümer anhäufen, leiden Glaubensgeschwister materielle Not und erfahren keine Hilfe. Klare biblische Lehre ist daher wichtig, ebenso wie die Ausbildung von Kleingruppenleitern, um Christen in Gottes Wort zu verwurzeln. Doch Bibeln und Studienmaterialien sind teuer. 

Ungefähr 18% der Bevölkerung gehören dem Islam an. Die Entwicklung sogenannter „Zongos“, muslimisch geprägter Siedlungen, wird von der Regierung finanziell unterstützt. Rund 5% der Ghanaer folgen traditionellen Stammesreligionen.

Quellen: Wikipedia, Bible League International, CIA.gov, joshuaproject.net

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