Reisetagebuch

Madagaskar-Blog

Einen Tag länger im Regenwald
04.05.2018 Tag 8 in Madagaskar

Die letzten Tage waren wir immer zu sechst unterwegs: Dinah, Rija, Hoby und wir 3 Deutschen. Der Helikopter kann aber nur den Pilot und 3 weitere erwachsene Personen mit ihrem Gepäck befördern. So waren gestern zwei Flüge vom Regenwalddorf Manjakandriana zurück in die Hauptstadt geplant. Die Hubschrauber können bei Nebel und tiefliegenden Wolken nicht fliegen. Unsere erste Gruppe mit 3 Personen startete um 12 Uhr und konnte wegen der tiefliegenden Wolken nicht die direkte Route zurück in die Hauptstadt wählen. Bei diesem Wetter fliegen die Piloten vorzugsweise entlang von Flüssen, da es dort meist freie Sicht gibt. Aber dieser Umweg führte bei uns zu Treibstoffmangel und wir mussten ein Benzindepot in einem anderen Regenwalddorf anfliegen. Unter Gebet und mit frischem Benzin gelangten wir schließlich an unseren Zielort. Der Schweizer Pilot brach gleich wieder zum zweiten Flug in das Regenwalddorf auf, um Samuel, Christoph und Rija abzuholen, aber er musste wegen der wieder aufziehenden dichten Wolken umkehren. So verbrachten die 3 ungeplant eine weitere Nacht bei den Geschwistern im Regenwald.

Kurz vor Mittag sind alle 3 wieder wohlbehalten in Tana gelandet.

Wir waren sehr erleichtert, da wir zu dem Dorf keinen Telefonkontakt hatten und das Team auch nur noch wenig sauberes Trinkwasser bei sich hatte. Die Dorfbewohner von Manjakandriana waren begeistert über diese ungeplante Verlängerung. Sie feierten noch 2 weitere Gottesdienste und kamen heute Morgen um 5 Uhr an das Gästebett von Rija mit der Bitte, sie weiter im Glauben zu unterweisen. Der geistliche Hunger und das Bedürfnis nach Austausch mit anderen Leitern sind in diesem Dorf sehr stark ausgeprägt. Gottes Pläne sind nicht immer unsere Pläne.  

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