Reisetagebuch

Nepal-Blog

Beim Gemeindegründer Maniram in der Jesus-Kirche
14.02.2015 Tag 2

In Nepal gibt es ca. 4500 protestantische Gemeinden. Die meisten davon sind sehr klein. Heute waren wir zu Gast in der Jesus-Kirche in Sukhad im Westen Nepals (ca. 600 km Wegstrecke von Kathmandu entfernt). Maniram hat die Gemeinde vor knapp 5 Jahren gegründet und inzwischen sind ca. 40 Erwachsene verbindlich mit dabei. Manche laufen Samstag für Samstag  10 km hin und zurück zu den Gottesdiensten. (In Nepal ist Samstag der einzige arbeitsfreie Tag. Die Gemeinden feiern alle an diesem Tag ihre Gottesdienste).

Maniram wuchs in einer Hindufamilie auf. Er hatte als Kind und Teenager mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Seine Mutter starb als er 10 Jahre alt war. Er sprach davon, dass er und seine Familie über viele Jahre in seinem elterlichen Haus seltsame dunkle Manifestation erlebt haben. Immer wieder hörte er das Geräusch von zerspringenden Scheiben. Anfangs dachte er, jemand hätte eine Fensterscheibe bei Ihnen eingeworfen, aber als er nachschaute war niemand da und die Fensterscheibe unversehrt. Dies beunruhigte in sehr. Sein Vater verheiratete ihn als 17 Jährigen mit der 20 jährigen Rima. Aber Maniram geriet als junger Ehemann immer mehr auf die schiefe Bahn. Er kam abends oft nicht nach Hause, wurde zum Alkoholiker und ließ sich mit mehreren Frauen ein. Die seltsamen Manifestationen ließen bei ihm zu Hause nicht nach. Ein Kollege mit dem er Dachdeckerarbeiten durchführte hatte ähnliche Probleme. Der Kollege hatte gehört, dass man in christlichen Gemeinden für solche Problem Befreiung bekommen könnte. Also gingen sie gemeinsam in einen Gottesdienst. Die Predigt traf beide ins Herz und sie vertrauten Jesus noch am gleichen Tag ihr Leben an. Der Pastor betete auch für ihre seltsamen Erscheinungen zu Hause und nach wenigen Wochen hörte der Spuk bei beiden auf.

Maniram ist heute 27 Jahre alt und hat seinen Vater und seine 8 Brüder zu Christus geführt. Seit 3 Monaten besucht er das Gemeindegründungstraining der Bibel Liga. Gemeinsam mit seiner Frau bewirtschaftet er mehrere Felder und kommt so für den Lebensunterhalt seiner kleinen Familie auf.

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