Reisetagebuch

Philippinen-Blog

Hallo Manila
02.03.2017 Zwischen Makati und den Slums

Die Hauptinsel der Philippinen ist Luzon, auf der sich auch die Hauptstadt Manila befindet. In Manila selbst leben 1,7 Millionen Menschen, jedoch bezeichnen die Einheimischen das gesamt Einzugsgebiet von 636 Quadratkilometern und 11,9 Millionen Einwohnern als Metro Manila. Wie in vielen anderen Ländern ist auch die Hauptstadt Manila das politische, wirtschaftlich und kulturelle Zentrum des Landes.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung in Metro Manila so stark zu, dass sie nicht mehr kontrolliert werden konnte. Die Folge davon war die ständige Entstehung neuer sogenannter Squatter Camps (illegale, informelle Siedlungen) außerhalb des Zentrums, die nicht nur wegen ihrer dichten Bevölkerung, sondern auch aufgrund ihrer Bauweise problematisch sind, da viele kleine Hütten anstelle von gut geplanten Hochhäusern entstanden. Die Einwohner von Metro Manila machen zwei Fünftel bis drei Viertel der Gesamtbevölkerung der Philippinen aus.

Schon alleine 20000 Menschen lebten 1995 vor der gewaltsamen Räumung der Slums im Zentrum auf dem 50m hohen Müllberg "Smokey Mountain". 
Dennoch gibt es in Metro Manila auch Luxusviertel der reichen Bevölkerung, die gut bewacht und umzäunt von der kriminellen Unterschicht getrennt sind. Doch die Einwohner dieser Gebiete stellen nur ein Zehntel der Einwohner Manilas dar, während die Hälfte der Menschen in Slums und Squatter Camps leben.

Einen der Slums - direkt neben den Bahnschienen - besuchten wir am Freitag Nachmittag. Die Bewohner leben teilweise unter den Brücken, direkt neben den Schienen, in ihren Tricycles oder Blechhütten. Badezimmer gibt es keine und die Kinder waschen sich im nahegelegenen Fluss, der schwarzes Wasser mit sich führt. Es fehlt an allen Ecken und Enden, aber die Christen dort haben unsere Herzen mit ihrer Fröhlichkeit berührt.

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