Reisetagebuch

Sambia-Blog

Es begann mit meiner kranken Tochter
30.04.2021 Tag 3 in Sambia

Anfang 2020 wurde Barbra von ihrer Heimatgemeinde ausgesandt, im Dorf Mukalashi eine neue Gemeinde zu gründen. Parallel dazu besucht sie die Blockseminare der Bibel Liga-Gemeindegründerausbildung. Barbra erzählt uns, dass sie sich neben ihren sieben eigenen auch um die vier Kinder ihrer verstorbenen Schwester kümmert.

„Mein Mann Laxon ist gehörlos. In unserer Familie kommunizieren wir in Lenji, einer Bantu-Sprache, und über Gebärdensprache.“

Die Großfamilie bewirtschaftet Felder mit Mais, Tomaten, Sonnenblumen und Süßkartoffeln. Der größte Teil der Ernte ist für die eigene Versorgung, aber den Rest können sie auf dem Straßenmarkt verkaufen.

„Durch eine schwere Krankheit meiner ältesten Tochter wurde ich offen für das Evangelium. Zuerst ging ich allerdings zum Medizinmann. Das war teuer und wirkungslos. Danach wandte ich mich in meiner Not an einen Pastor im benachbarten Dorf. Der erzählte mir von Jesus und lud mich ein, mich im Gebet direkt an ihn zu wenden.“ Nach ein paar Tagen wurde ihre Tochter wieder gesund und Barbra fand in Jesus den kostbarsten Schatz. Man merkt ihr an, wie sehr sie Jesus und das Wort Gottes liebt.

Als wir sie fragen, wie und wann sie sich Zeit für Gottes Wort nimmt, erzählt sie von ihrer „Stillen Zeit“ frühmorgens zwischen 1.00 Uhr und 1.45 Uhr. Wenn alle anderen in der Hütte schlafen, liest sie mit ihrer Solarlampe Stück für Stück in der Bibel und betet für die Anliegen der Gemeinde. Uns bittet Barbra um Gebetsunterstützung für ihre Aufgabe als Leiterin und dafür, dass von den 3.500 Einwohnern ihres Dorfes noch mehr die Rettung bei Jesus finden. Vor unserem Besuch hatten nur sechs von 100 Gottesdienstbesuchern ihrer Gemeinde eine eigene Bibel. Beim Abschlussgottesdienst konnte Barbra den 54 Teilnehmern der Bibelstudiengruppen eine erste eigene Bibel schenken. Gemeinsam mit den Geschwistern feiern wir die Bibelübergabe mit Liedern und afrikanischem Tanz.

 

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