Reisetagebuch

Thailand-Blog

Hausstand verloren - Jesus gewonnen
27.03.2019 Tag 5 in Thailand

Narumon lebt als Müllsammlerin in der Stadt Ngao direkt neben einem Fluss. 2011 wurde ihre Stadt von einer Jahrhundertflut heimgesucht. Sie musste ihr Haus verlassen, da das Wasser bis zur Oberkante der Haustüre reichte. Auch Ihre Schwester, die nur ein paar hundert Meter von ihr entfernt lebte, verlor einen Großteil ihres Hausstandes. Ihre Schwester hatte erst wenige Monate zuvor zum Glauben an Jesus gefunden und auch Narumon mit großer Begeisterung davon erzählt. Aber Narumon wollte vom christlichen Glauben nichts wissen. Sie war von ihrem buddhistischen Weg sehr überzeugt und stolz auf ihre religiöse Disziplin. Während viele Buddhisten in ihrem Umfeld die Religion nicht sehr ernst nahmen, lebte Narumon streng vegetarisch und zog als Zeichen ihrer Reinheit weiße Kleider an. Und das, obwohl sie als Müllsammlerin in einem schmutzigen Metier ihr Geld verdiente. Sie war für ihren Lebensunterhalt selbst verantwortlich, weil ihr Mann sie verlassen hatte. Als sie nun erleben musste, dass ihr nach der Flut niemand beim Wiederaufbau half, während die Schwester von Helfern der Ngao-Freundschafts-Gemeinde schnell Unterstützung bekam, wurde sie offen für den christlichen Glauben. An den zwei darauffolgenden Sonntagen gab Narumon ihrer Schwester ein kleines Opfer für deren Gemeinde mit, weil sie mit ihrer animistisch buddhistischen Vorstellung glaubte, dass sie damit ihr eigenes Glück befördern könnte. Am 3. Sonntag nach der Flut ging sie zum ersten Mal in ihrem Leben in einen christlichen Gottesdienst. Noch am gleichen Tag unterstellte sie Jesus nach einem intensiven Gespräch mit dem Pastor ihr Leben, ging am Abend nach Hause und zertrümmerte dort ihr Geisterhaus.

Narumon zeigt uns den Platz, wo früher das Geisterhaus stand

Inzwischen konnte sie schon manchen Einwohner aus ihrer Stadt zu Jesus führen und hat gerade die Ausbildung zur Bibelgruppenleiterin durchlaufen.

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