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Pressemeldungen

Interview mit Reinhard Knödler bei Livenet.ch

(Juni 2019)

Reinhard Knödler, der Leiter der Stiftung Bibel Liga, wurde von livenet.ch interviewt. Das Interview ist hier und unter diesem Link nachzulesen.

«Bibel Liga» sorgt für Schwung
Manche liefen zwei Tagesmärsche zur Schulung

Mehr als tausend Gemeinden sind durch die Mithilfe der Bibel Liga entstanden. Im laufenden Jahr wird ein Schwerpunkt auf Thailand gelegt, wo sich die Anzahl an Christen in den letzten 70 Jahren fast verfünfzigfacht hat. Das Werk setzt sich in rund 40 Ländern ein. Im Interview dazu Vorstandsmitglied Reinhard Knödler.

Bibelgruppen-Teilnehmer in Thailand bekommen ihre erste Bibel

Bibelgruppen-Teilnehmer in Thailand bekommen ihre erste Bibel

Wer oder was ist die Bibel Liga?

Reinhard Knödler: Die Bibel Liga ist für Gemeinden weltweit eine helfende Hand in der Ausbildung von Kleingruppenleitern und Gemeindegründern, aber natürlich auch dadurch, dass wir interessierte Menschen zu Bibelstudiengruppen einladen und ihnen Gottes Wort schenken. Im deutschsprachigen Raum verbreiten wir keine Bibeln, sondern sind mit unserer Unterstützungsarbeit Sprachrohr für Hundertausende, die noch keinen Zugang zu einer eigenen Bibel haben. Wir bewegen Bibeln zu Menschen, aber auch Menschen zur Bibel. Zusätzlich bieten wir hier bei uns Bibelprodukte an, die wir «Appetitanreger zum Bibellesen» nennen, zum Beispiel ein Bibel-Tagebuch, Bibelkärtchen oder Hängeschilder zum Auswendiglernen von Bibelversen.  

Welche Rolle spielt der Schweizer Zweig?
Von Kehrsatz bei Bern versendet ein ehrenamtliches Team unsere Bibelprodukte an Schweizer Besteller. Darüber hinaus haben Schweizer Unterstützer mit grosszügigen Spenden weltweit Zehntausenden die Teilnahme an einem Bibelstudienkurs und eine eigene Bibel ermöglicht. Alle Aktivitäten für den gesamten deutschsprachigen Raum werden von einem kleinen Team im Süden Deutschlands koordiniert.  

Ein Eckpfeiler der Arbeit ist das Philippus-Programm, was genau geschieht durch dieses?
Das Philippus-Programm dient Gemeinden in unseren 40 Einsatzländern als Schulungsprogramm für Evangelisation und Jüngerschaft. Vorbild dafür ist Apostelgeschichte, Kapitel 8, Verse 26-39: Dort erklärt der Evangelist Philippus einem Äthiopier ausgehend von einer alttestamentlichen Prophetie das Evangelium und führt diesen zum Glauben an Jesus Christus. Unsere einheimischen Bibel Liga-Mitarbeiter bilden Christen zu ehrenamtlichen Kleingruppenleitern aus und stellen ihnen Bibeln und Schulungsmaterial zur Verfügung. In den letzten Jahren wurden mehrere hunderttausend Kleingruppenleiter ausgebildet und haben Millionen Menschen an einem Bibelkurs der Bibel Liga teilgenommen. Viele Bibelgruppen-Teilnehmer haben trotz sozialer Anfeindung oder sogar Lebensgefahr die Gruppen besucht und sind Nachfolger Jesu geworden.

Über tausend Gemeinden sind durch die Bibel Liga gegründet worden – wie wird da vorgegangen?
Die Bibel Liga selbst gründet keine Gemeinden. Aber wir helfen potentiellen Gemeindegründern, die in unerreichten Stadtteilen oder Dörfern eine neue Gemeinde gründen wollen. Unsere Gemeindegründer-Ausbildung dauert in der Regel ein Jahr und umfasst fünf Schulungseinheiten, die im Wechsel aus Blockunterricht und praktischer Anwendung bestehen. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung praktischer Fähigkeiten: Wie gestalte ich einen Gottesdienst? Wie leite ich eine Bibelstudiengruppe? Wie kann ich das Evangelium einladend weitergeben? Aber auch um administrative Aufgaben wie Buchführung, Zeitmanagement und Personalführung. Jeder Gemeindegründer, der sich für diese Ausbildung bewirbt, muss schon ein Zielgebiet für seine zukünftige Gemeinde ausgewählt haben und beginnt dort parallel zu seiner Ausbildung auch mit den ersten Aktivitäten.

Wie «entsteht» eine solche neue Gemeinde?
Es gibt ganz verschiedene Ausgangssituationen, aber meistens starten Gemeindegründungen mit evangelistischen Einsätzen. Bei Gesprächen auf öffentlichen Plätzen oder Hausbesuchen berichten die Mitglieder des Gründungsteams von ihrem Weg mit Jesus und bieten für Nöte der Ortsansässigen Gebet an. Wenn Einzelne Interesse bekunden, wird ein erster Termin und Ort für eine Bibelstudiengruppe festgelegt, oft in dem Haus oder auf dem Grundstück eines geistlich Suchenden. Manches Mal ziehen der Gemeindegründer und seine Familie direkt in das Zielgebiet, aber viele pendeln zwischen ihrem Wohnort und dem Gemeindegründungsgebiet. Wenn die ersten Personen zum Glauben finden, wird vom Gemeindegründer und seiner sendenden Gemeinde zu einem Taufgottesdienst eingeladen. Manches Gründungsprojekt scheitert, aber viele entwickeln sich zu einer stabilen Gemeinschaft. Wir erfassen Gemeindegründungen in unserer Statistik erst ab einer Gemeinschaft von 20 Personen, von denen mindestens 1/3 Erwachsene sind.  

Was ist das nächste grössere Projekt der Bibel Liga?
In diesem Jahr setzen wir einen Schwerpunkt auf Thailand. 94,6 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten. 79 der 114 Volksgruppen gelten als vom Evangelium unerreicht. Allerdings gibt es eine neue Offenheit gegenüber dem Evangelium, besonders in ländlichen Regionen. Die wachsende Zahl der Jesus-Nachfolger macht Mut: Anfang der 1950er-Jahre gab es nur rund 14'000 Christen, heute etwa 680'000. Dieses und nächstes Jahr wollen wir mit unseren Unterstützern mindestens 20'000 thailändische Absolventen von Bibelstudiengruppen mit Gottes Wort beschenken.  

Was bewegt Sie persönlich bei Ihrer Arbeit besonders?
Mich bewegt der geistliche Hunger und Durst, dem ich in unseren Einsatzländern begegne. Ich bin Madagassen begegnet, die zwei Tage Fussmarsch auf sich genommen haben, um bei einer Schulung dabei zu sein und die dann ihr Bibelpaket voller Freude nach Hause getragen haben. Oder ich denke an den Leiter einer mosambikanischen Landgemeinde, der mir seine zerfledderte Bibel zeigte und erzählte, dass er schon seit mehreren Jahren mit dieser Bibel eine Gemeinde mit 80 Mitgliedern leitet. Er war der einzige Bibelbesitzer und las seinen Brüdern und Schwestern Woche für Woche aus seiner Bibel vor. Heute haben sie glücklicherweise Zugang zu Gottes Wort in ihrer Sprache. Aber mich bewegt es auch, wenn ich mit Frauen und Männer hier bei uns spreche, die Gottes Wort für so bedeutsam und glaubensstärkend halten, dass Sie sich Zeit nehmen, es auswendig zu lernen. Menschen, die keine «Auswendiglern-Naturtalente» sind, aber dennoch biblischen Texten in ihrem Verstand und Herzen Raum geben.

Datum: 30.06.2019
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

Hilfe zur Wiedereingliederung von Häftlingen

(November 2017)

Neue weltweite Zusammenarbeit von Bible League und Prison Fellowship
Die weltweit operierenden Missionswerke Bible League International (BLI) und Prison Fellowship International (PFI) arbeiten künftig eng zusammen, um Lösungen für das Problem der Wiederein­gliederung von Häftlingen zu entwickeln. Gemeinsam schulen sie Häftlinge, die zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben, damit sie nach ihrer Entlassung in Kirchen und Gemeinden mitarbeiten und Verantwor­tung und Leitung übernehmen. Darüber hinaus sollen bis 2020 eine Million Gefangene mit dem Evangelium erreicht werden.

„Ich freue ich mich sehr, mit PFI zusammenzuarbeiten", sagt Jos Snoep, Präsident und CEO von Bible League International. „Gemeinsam können wir unsere Dienste bündeln und so weltweit viele Gefangene erreichen und ihnen eine neue Perspektive aufzeigen.“ Dazu spendet BLI 225.000 spezielle und leicht zu lesende Gefängnisbibeln an Absolventen des PFI-Bibelgrund­kurses, mit dem bis Ende 2017 mehr als 217.000 Gefangene in 30 Ländern erreicht werden sollen.

Einzigartiger Kurs – zugeschnitten auf Häftlinge
Im kommenden Jahr werden die beiden Organisationen zusätzlich einen neuen Bibel-Studien­plan für Gefängnisse erarbeiten, dessen Schulungshefte auf dem Johannesevangelium basieren. An diesem 52-stündigen Aufbaukurs können alle bisherigen Grundkursabsolventen teilnehmen, um ihre Kenntnisse über den christlichen Glauben zu vertiefen. „Dieses Jüngerschaftsprogramm ist einzigartig“, so PFI-Chef Frank Lofaro. „Es gibt kein Kurs­mate­rial, das so speziell auf die Bedürf­nisse der Gefangenen zugeschnitten ist. Gefängnisbeamte und Wärter berichten uns, dass es nach Kursabschluss weniger Kämpfe gibt und eine ruhigere Atmosphäre in ihren Gefängnissen herrscht. Wir glauben auch, dass dieser Kurs eine echte Lösung für das alte Problem der Wiederholungstäter darstellt. Und wir sind dankbar, dass die Bible League International bei diesen Bemühungen eine zentrale Rolle spielt. BLI teilt unsere Vision und sie haben die Infrastruktur, um sie Wirklichkeit werden zu lassen.“

Bis heute haben mehr als 67.000 Häftlinge spezielle Gefängnis-Bibeln auf Englisch und Spanisch erhalten. Bibel Liga International, deren deutscher Zweig Stiftung Bibel Liga im baden-württem­bergischen Schorndorf beheimatet ist, hat große Anstrengungen unternommen, um geeignete Werkzeuge für den Gefängnisdienst zu entwickeln. Fester Bestandteil des Dienstes ist, dass jeder Gefangene, der einen Bibelkurs absolviert, seine eigene Bibel erhält. Für viele ist das die erste Bibel überhaupt.

 

 

Damit Gottes Wort das Leben durchdringt

(März 2015)

Das Bibelkarten-Projekt „RE-VERSE“ will Gespräche über biblische Inhalte anregen
Lesen, Nachdenken, Beten, Teilen: Mit den vier Schritten ihres neuen Bibelkarten-Produkts „RE-VERSE“ will die „Stiftung Bibel Liga“ (Schorndorf) dazu anregen, dass Christen miteinander vermehrt über Gottes Wort ins Gespräch kommen: „Die Idee zu RE-VERSE wurzelt in einem Pauluswort, das er im 3. Kapitel des Kolosserbriefs formuliert hat: ,Gebt dem Wort von Christus viel Raum und lasst es seinen ganzen Reichtum bei euch entfalten’“, erklärt Reinhard Knödler, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, die Idee hinter dem Projekt. „Dazu möchten wir mit RE-VERSE einen Einstieg schenken.“

Teilen und herausfordern
RE-VERSE, das sind 31 Karten im A7-Format, die eine bunte Auswahl an Bibelworten aus dem Alten und Neues Testament präsentieren. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht allein der persönliche Nutzen – vor allem das Weitergeben der Karte, nach Möglichkeit gepaart mit ein paar persönlichen Gedanken zum Bibeltext, sind das Ziel der Aktion. „Wir glauben, dass wir als Christen viel Segen erfahren, wenn wir einander regelmäßig mit und aus dem Wort Gottes heraus ermutigen und uns gegenseitig zur Nachfolge herausfordern“, erklärt Knödler.

 Gottes Wort im Retro-Look
Gestalterisch setzten die Macher von RE-VERSE ganz auf Retro: Die Karten stecken in einer Kassettenhülle und erinnern optisch an eine Musikkassette. Und auch den vier Aktionsschritten ist jeweils eine Taste des Kassettenrekorders zugeordnet: „Play“ steht dabei für das Lesen des Bibelverses, der Text wird sozusagen „abgespielt“. „Rewind“ bzw. die Rückspul-Funktion soll das Gelesene erneut ins Gedächtnis rufen und zum Nachdenken führen, und die „Pause“-Taste lädt zum anschließenden Gebet ein. Den Abschluss macht die „Fast Forward“- oder auch Vorspul-Taste: Sie soll daran erinnern, den Vers mit jemand anderem zu teilen und auf diese Weise vielleicht über dieses Bibelwort sowie damit verbundene Gedanken und Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Neben den etablierten „BibelCards“ oder auch dem Bibellese- und Gebetstagebuch „365“, ist RE-VERSE ist ein weiteres Bibellese-Tool der Stiftung Bibel Liga: „Wir möchten auch langjährigen Christen immer wieder kreative Zugänge zur Bibel schenken und sie ihnen auf diesem Weg immer wieder neu lebendig und lieb machen“, resümiert Reinhard Knödler.

 

Das erfolgreiche Bibel-Tagebuch „365“ erscheint komplett neu

(September 2011)


Das Bibel-Tagebuch „365“, herausgegeben von der „Stiftung Bibel Liga“, hat seit seinem Erscheinen 2007 mehr als 70.000 Menschen dazu bewegt, Gottes Wort regelmäßig zu lesen und zu reflektieren. Anfang Oktober erscheint es nun in einer komplett überarbeiteten Version. Außen nach wie vor im markanten bordeaux-farbenen Leineneinband hat sich im Innenteil einiges getan: Frisches Design und vor allem neue Impulstexte zum Schwerpunktthema „Gebet“ bestimmen neben viel Raum für persönliche Notizen den Inhalt des Tagebuches. Dazu gibt es wie schon bei der ersten Ausgabe von „365“ einen Jahres-Bibelleseplan, Tagesbibelverse und Informationen aus zahlreichen Einsatzländern der Bibel Liga.

Täglicher Begleiter für viele junge Menschen 
„Wir freuen uns, Menschen mit dieser weiterentwickelten Ausgabe von „365“  erneut einen täglichen Begleiter an die Hand zu geben, der die Beziehung zu Gott erfrischen und vertiefen kann“, erläutert Bibel Liga-Vorstand Reinhard Knödler das Konzept des Buches. Besonders das Tagebuchschreiben hätten viele junge Nutzer der ersten Ausgabe als geistliches Übungsfeld neu für sich entdeckt und als gewinnbringend erlebt.

Frischer Mut für müde Beter
Während die Impulstexte der ersten Ausgabe die Breite christlicher Lebenspraxis im Fokus hatten, steht im neuen Bibel-Tagebuch das Thema „Gebet“ im Mittelpunkt. Aus gutem Grund: „Das Gebet ist eine der wichtigsten Säulen für einen lebendigen Glauben. Aus Gesprächen wissen wir aber, dass viele Christen gerade hier im Alltag noch mehr Unterstützung brauchen“, erklärt Reinhard Knödler die thematische Zuspitzung. Für viele ist das Gebetsleben die große Herausforderung in ihrem Alltag. „Besonders müde Beter möchten wir mit Mut machenden Texten dahin begleiten, das tägliche Reden mit Gott ganz neu als Freude und Kraftquelle zu erfahren.“ 

Gottes Wort für Menschen hier und in armen Ländern 
„365“ ist kostenlos. Die Besteller werden jedoch eingeladen, mit einer Spende die zahlreichen Projekte der Bibel Liga zu unterstützen. Der Fokus der Bibel Liga liegt vor allem auf der Verbreitung von Bibeln in „bibelarmen“ Ländern sowie auf der Schulung einheimischer Christen in Jüngerschaft und Evangelisation. Doch auch die Weitergabe bibel-orientierter Materialien wie „365“ an Christen im deutschsprachigen Raum ist der Bibel Liga wichtig.