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Artikel in "Faszination Bibel"

(Dezember 2020)

Das Magazin "Faszination Bibel" berichtet in Ausgabe 4/2020 über Pastor José, der in Peru Bibelstudiengruppen nach dem Bibel Liga-Modell begleitet. In der Zeit der strengen Corona-Ausgangssperren konnte er die Bibelgruppen nicht weiter mit Material versorgen. Also wurde er kreativ...  Den Artikel können Sie hier lesen.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von "Faszination Bibel". Autor: Dr. Ulrich Wendel.

Ausschnitt aus dem Artikel in Faszination Bibel

 

Interview mit Reinhard Knödler bei Livenet.ch

(November 2020)

Reinhard Knödler, der Leiter der Stiftung Bibel Liga, wurde von livenet.ch interviewt. Das Interview ist hier und unter diesem Link nachzulesen.

In 40 Ländern aktiv

"Bibel Liga" sorgt für Unterschied

In Ghana werden in der Corona-Krise Pastoren als "systemrelevante Personen" eingestuft. In diesem Land sorgt die Bibel-Liga ebenso für einen Unterschied, wie in Indien. Die "Bibel Liga" setzt sich in 40 Ländern ein, erklärt Reinhard Knödler, Leiter der Stiftung Bibel Liga, im Interview mit Livenet. 

Freude über eine Bibel

Freude über eine Bibel

Wo genau arbeitet die Bibel Liga und was sind die Haupttätigkeiten?
Die Bibel Liga arbeitet in 40 Ländern, die – ausser Albanien und Armenien – alle in Afrika, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten liegen. Wir sind für christliche Gemeinden eine helfende Hand in der Schulung und Ausbildung von Kleingruppenleitern und Gemeindegründern. Unsere Schwerpunkte sind vor allem die "Philippus-Kurse", also Bibelstudiengruppen, zu denen Interessierte eingeladen werden und eine eigene Bibel geschenkt bekommen. Das heisst, wir verbinden die Weitergabe einer Bibel immer mit einem Bibelkurs. Im deutschsprachigen Raum bieten wir "Appetitanreger zum Bibellesen" an. Solche Appetitanreger sind zum Beispiel das Bibel-Tagebuch "365", Bibelkärtchen oder Hängeschilder zum Auswendiglernen von Bibelversen.

Welche Aufbrüche erleben Sie durch die Arbeit der Bibel Liga?
Im letzten Jahr konnten wir über 130'000 ehrenamtliche Kleingruppenleiter in unseren Einsatzländern ausbilden, die in sozialen Brennpunkten, Gefängnissen aber auch im Umfeld von Universitäten Bibelgruppen begonnen haben. Jede einzelne Bibelgruppe ist ein kleiner Aufbruch. Insgesamt haben etwa zwei Millionen Menschen diese Bibelgruppen besucht. Manches Mal haben sich daraus auch neue Gemeinden entwickelt. Durch die Covid-19-Pandemie wurden in vielen Gefängnissen unserer Einsatzländer die Besuchsregelungen erheblich eingeschränkt. In Kolumbien konnten unsere Partner mit Sondergenehmigungen Häftlinge besuchen und ihnen Gottes Wort schenken. Daraus entstand eine Reihe von kleinen "Haft-Bibelgruppen", in denen Insassen zum Glauben fanden. Wir freuen uns über jeden Menschen, der sich in die Nachfolge Jesu rufen lässt.

Werden die Menschen in Ihren Projektländern durch Corona offener für das Evangelium?
In vielen Ländern spüren unsere Partnergemeinden eine grössere Offenheit für das Evangelium. Gerade durch die enormen Schwierigkeiten, in die Menschen geraten – sei es gesundheitlich oder wirtschaftlich – werden existenzielle Fragen gestellt: Warum lebe ich? Was trägt? Was passiert nach meinem Tod?

Aus Ghana berichtet unser Leiter von hunderten seelsorgerischen Gesprächen in den Strassen der Metropolen seines Landes. Pastoren und andere geistliche Leiter wurden dort offiziell als "systemrelevante Personen" eingestuft. Sie haben verzweifelten Menschen zugehört, mit ihnen Gottes Wort geteilt und für sie gebetet. In den Lockdown-Phasen haben weltweit viele ausgebildete Bibelgruppenleiter in ihren Familien und mit nahen Verwandten Gottes Wort studiert. Dabei haben Teenager und Jugendliche zum Glauben an Jesus Christus gefunden.

Wie hat Corona Ihre Arbeit vor Ort verändert?
Anfangs erheblich. Denn unsere Kurse sind ja auf das Miteinander angelegt, auf Gemeinschaft. Gemeinsam lesen die Teilnehmer in der Bibel, reden darüber und manche essen miteinander. Das war nach Ausbruch der Pandemie in den meisten Einsatzländern nur noch sehr beschränkt möglich. Viele Gemeinden haben nicht die Möglichkeit auf Onlineangebote auszuweichen. Sie machten aber im Freien mit kleineren Gruppen und Anstandsregeln weiter. In Simbabwe wurden unsere Partner vor Ort vom Gesundheitsministerium eingeladen, die Gesundheits-Beamten bei ihren Covid-19-Aufklärungsreisen in abgelegene Regionen zu begleiten. Auf diesen Reisen konnten unsere Mitarbeiter das Bibel-Liga-Schulungsmaterial in vielen Dörfern vorstellen. Einige Kirchenleiter haben uns bei einem nationalen Fasten- und Gebetstag im Juni gebeten, ihnen mit Schulung und Bibelstudienmaterial zu helfen. Die Anzahl der Partnergemeinden ist während der letzten Monate in Simbabwe stark gewachsen.

Bibelgruppenleiter Pastor José aus Peru mit einer kleinen Gruppe im Freien. (Bild: zVg)

Können Sie eine Lebensgeschichte mit uns teilen, bei denen Menschen durch Ihre Arbeit verändert worden sind?
Da fällt mir Suryarao ein. Er kommt aus einem indischen Dorf und zieht zur Arbeitssuche in die Grossstadt Hyderabad. Dort wird er sehr krank. In seiner Not trifft er auf Christen, die für ihn und seine Situation beten. Und Gott schenkt ihm das ersehnte Heilungswunder. Suryarao lässt seinen Hinduglauben hinter sich und wird Christ. Heute ist er ein brennender Nachfolger Christi, hat sich als Bibel-Liga-Kleingruppenleiter ausbilden lassen und ist inzwischen als Botschafter des Friedens in sein Heimatdorf zurückgekehrt. Vorher kannte niemand das Evangelium und Fremde hatten einen schweren Stand. Aber weil Suryarao einer aus ihrer Volksgruppe ist und Gott erlebt hat, hören ihm heute viele zu. Suryarao war der erste Christ in Dabbagoda und jetzt gibt es eine kleine Gemeinde.

Gibt es neue Projekte, die bei Ihnen anstehen?
Unser neues Schwerpunktland 2020/21 ist Ghana. Die ghanaische Bibel Liga hilft Partnergemeinden mit Schulung für evangelistisches Bibellesen und vermittelt mit den Bibelkursen gesunde Lehre für Nachfolger Jesu. Gerade vor dem Hintergrund vieler christlicher Splittergruppen mit sehr einseitigen Botschaften, die häufig nur auf Wohlstand und Gesundheit abzielen, ist biblische Grundlagenvermittlung äusserst wichtig. Ausserdem bieten wir in unseren Einsatzländern verstärkt Englischkurse mit integrierter biblischer Botschaft an. So erreichen die Gemeinden vor allem junge Menschen mit Gottes Wort, die meistens noch gar keinen Bezug zum Glauben haben.

Zu Ihren neuen Projekten zählt Peru – was will die Bibel Liga vor Ort erreichen?
Gemessen an der Bevölkerungszahl hat kein Land so viele Corona-Tote zu beklagen wie Peru. Das Land steckt in einer tiefen Krise. Doch unsere Partnergemeinden lassen sich nicht abhalten, den leidenden und verzweifelten Menschen Mut und Hoffnung mit der Verkündigung des Evangeliums zu machen. Sie planen, trotz erschwerter Bedingungen in den nächsten acht Monaten mit 10'000 Teilnehmern Gottes Wort in kleinen Bibelstudiengruppen zu teilen.

Datum: 04.11.2020
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet

 

Interview mit Reinhard Knödler bei Livenet.ch

(Juni 2019)

Reinhard Knödler, der Leiter der Stiftung Bibel Liga, wurde von livenet.ch interviewt. Das Interview ist hier und unter diesem Link nachzulesen.

"Bibel Liga" sorgt für Schwung
Manche liefen zwei Tagesmärsche zur Schulung

Mehr als tausend Gemeinden sind durch die Mithilfe der Bibel Liga entstanden. Im laufenden Jahr wird ein Schwerpunkt auf Thailand gelegt, wo sich die Anzahl an Christen in den letzten 70 Jahren fast verfünfzigfacht hat. Das Werk setzt sich in rund 40 Ländern ein. Im Interview dazu Vorstandsmitglied Reinhard Knödler.

Bibelgruppen-Teilnehmer in Thailand bekommen ihre erste Bibel

Bibelgruppen-Teilnehmer in Thailand bekommen ihre erste Bibel

Wer oder was ist die Bibel Liga?
Die Bibel Liga ist für Gemeinden weltweit eine helfende Hand in der Ausbildung von Kleingruppenleitern und Gemeindegründern, aber natürlich auch dadurch, dass wir interessierte Menschen zu Bibelstudiengruppen einladen und ihnen Gottes Wort schenken. Im deutschsprachigen Raum verbreiten wir keine Bibeln, sondern sind mit unserer Unterstützungsarbeit Sprachrohr für Hundertausende, die noch keinen Zugang zu einer eigenen Bibel haben. Wir bewegen Bibeln zu Menschen, aber auch Menschen zur Bibel. Zusätzlich bieten wir hier bei uns Bibelprodukte an, die wir "Appetitanreger zum Bibellesen" nennen, zum Beispiel ein Bibel-Tagebuch, Bibelkärtchen oder Hängeschilder zum Auswendiglernen von Bibelversen.  

Welche Rolle spielt der Schweizer Zweig?
Von Kehrsatz bei Bern versendet ein ehrenamtliches Team unsere Bibelprodukte an Schweizer Besteller. Darüber hinaus haben Schweizer Unterstützer mit grosszügigen Spenden weltweit Zehntausenden die Teilnahme an einem Bibelstudienkurs und eine eigene Bibel ermöglicht. Alle Aktivitäten für den gesamten deutschsprachigen Raum werden von einem kleinen Team im Süden Deutschlands koordiniert.  

Ein Eckpfeiler der Arbeit ist das Philippus-Programm, was genau geschieht durch dieses? 
Das Philippus-Programm dient Gemeinden in unseren 40 Einsatzländern als Schulungsprogramm für Evangelisation und Jüngerschaft. Vorbild dafür ist Apostelgeschichte, Kapitel 8, Verse 26-39: Dort erklärt der Evangelist Philippus einem Äthiopier ausgehend von einer alttestamentlichen Prophetie das Evangelium und führt diesen zum Glauben an Jesus Christus. Unsere einheimischen Bibel Liga-Mitarbeiter bilden Christen zu ehrenamtlichen Kleingruppenleitern aus und stellen ihnen Bibeln und Schulungsmaterial zur Verfügung. In den letzten Jahren wurden mehrere hunderttausend Kleingruppenleiter ausgebildet und haben Millionen Menschen an einem Bibelkurs der Bibel Liga teilgenommen. Viele Bibelgruppen-Teilnehmer haben trotz sozialer Anfeindung oder sogar Lebensgefahr die Gruppen besucht und sind Nachfolger Jesu geworden.

Über tausend Gemeinden sind durch die Bibel Liga gegründet worden – wie wird da vorgegangen? 
Die Bibel Liga selbst gründet keine Gemeinden. Aber wir helfen potentiellen Gemeindegründern, die in unerreichten Stadtteilen oder Dörfern eine neue Gemeinde gründen wollen. Unsere Gemeindegründer-Ausbildung dauert in der Regel ein Jahr und umfasst fünf Schulungseinheiten, die im Wechsel aus Blockunterricht und praktischer Anwendung bestehen. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung praktischer Fähigkeiten: Wie gestalte ich einen Gottesdienst? Wie leite ich eine Bibelstudiengruppe? Wie kann ich das Evangelium einladend weitergeben? Aber auch um administrative Aufgaben wie Buchführung, Zeitmanagement und Personalführung. Jeder Gemeindegründer, der sich für diese Ausbildung bewirbt, muss schon ein Zielgebiet für seine zukünftige Gemeinde ausgewählt haben und beginnt dort parallel zu seiner Ausbildung auch mit den ersten Aktivitäten.

Wie "entsteht" eine solche neue Gemeinde?
Es gibt ganz verschiedene Ausgangssituationen, aber meistens starten Gemeindegründungen mit evangelistischen Einsätzen. Bei Gesprächen auf öffentlichen Plätzen oder Hausbesuchen berichten die Mitglieder des Gründungsteams von ihrem Weg mit Jesus und bieten für Nöte der Ortsansässigen Gebet an. Wenn Einzelne Interesse bekunden, wird ein erster Termin und Ort für eine Bibelstudiengruppe festgelegt, oft in dem Haus oder auf dem Grundstück eines geistlich Suchenden. Manches Mal ziehen der Gemeindegründer und seine Familie direkt in das Zielgebiet, aber viele pendeln zwischen ihrem Wohnort und dem Gemeindegründungsgebiet. Wenn die ersten Personen zum Glauben finden, wird vom Gemeindegründer und seiner sendenden Gemeinde zu einem Taufgottesdienst eingeladen. Manches Gründungsprojekt scheitert, aber viele entwickeln sich zu einer stabilen Gemeinschaft. Wir erfassen Gemeindegründungen in unserer Statistik erst ab einer Gemeinschaft von 20 Personen, von denen mindestens 1/3 Erwachsene sind.  

Was ist das nächste grössere Projekt der Bibel Liga? 
In diesem Jahr setzen wir einen Schwerpunkt auf Thailand. 94,6 Prozent der Bevölkerung sind Buddhisten. 79 der 114 Volksgruppen gelten als vom Evangelium unerreicht. Allerdings gibt es eine neue Offenheit gegenüber dem Evangelium, besonders in ländlichen Regionen. Die wachsende Zahl der Jesus-Nachfolger macht Mut: Anfang der 1950er-Jahre gab es nur rund 14'000 Christen, heute etwa 680'000. Dieses und nächstes Jahr wollen wir mit unseren Unterstützern mindestens 20'000 thailändische Absolventen von Bibelstudiengruppen mit Gottes Wort beschenken.  

Was bewegt Sie persönlich bei Ihrer Arbeit besonders? 
Mich bewegt der geistliche Hunger und Durst, dem ich in unseren Einsatzländern begegne. Ich bin Madagassen begegnet, die zwei Tage Fussmarsch auf sich genommen haben, um bei einer Schulung dabei zu sein und die dann ihr Bibelpaket voller Freude nach Hause getragen haben. Oder ich denke an den Leiter einer mosambikanischen Landgemeinde, der mir seine zerfledderte Bibel zeigte und erzählte, dass er schon seit mehreren Jahren mit dieser Bibel eine Gemeinde mit 80 Mitgliedern leitet. Er war der einzige Bibelbesitzer und las seinen Brüdern und Schwestern Woche für Woche aus seiner Bibel vor. Heute haben sie glücklicherweise Zugang zu Gottes Wort in ihrer Sprache. Aber mich bewegt es auch, wenn ich mit Frauen und Männer hier bei uns spreche, die Gottes Wort für so bedeutsam und glaubensstärkend halten, dass Sie sich Zeit nehmen, es auswendig zu lernen. Menschen, die keine "Auswendiglern-Naturtalente" sind, aber dennoch biblischen Texten in ihrem Verstand und Herzen Raum geben.

Datum: 30.06.2019 
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet