08.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser

Vers des Tages

Vers des Tages: Johannes 11,40

Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Johannes 11,40 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

„Jesus, warum hast du nicht geholfen?“
 
Als Jesus in Bethanien eintraf, war sein Freund Lazarus bereits vier Tage tot. Für die Familie schien jede Hoffnung verloren. Martha, die Schwester des Verstorbenen, begegnete Jesus mit einem Satz voller Schmerz und zugleich voller Vertrauen: „Herr, wenn du hier gewesen wärst, mein Bruder wäre nicht gestorben! Doch auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.“ (Johannes 11,21-22). Jesus antwortete: „Dein Bruder wird auferstehen!“ Damit meinte er nicht die ferne Zukunft, wenn die Toten eines Tages auferstehen. Vielmehr wollte Jesus ihr nun zeigen, dass er selbst der Schlüssel zum Leben ist. Martha bekannte kurz darauf im Glauben: „Ja, Herr! Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll“ (Johannes 11,27).
 
Vertrauen wir auf Jesus?
 
Betrachten wir diese Situation einmal aus einer anderen Perspektive. Auch an unser eigenes „Grab“, also dorthin, wo Situationen festgefahren, tot oder aussichtslos erscheinen, kommt Jesus. Nicht immer zu dem Zeitpunkt, den wir uns wünschen. Doch er kommt, denn er lässt uns nicht allein. Vertrauen wir ihm? Rechnen wir ernsthaft mit seinem Eingreifen, auch dann, wenn alles aussichtslos erscheint?

Wie Jesu Eingreifen genau aussehen wird, wissen wir nicht. Doch ist uns bewusst, dass der Herr es gut mit uns meint? Dass wir ihm vertrauen können, weil er der Christus ist, der gute Herr? Martha drückte ihr Vertrauen so aus: „Ja, Herr! Ich glaube.“
 
Wenn wir selbst Jesu Wirken im Weg stehen
 
Bevor Jesus Lazarus aus dem Grab rufen konnte, forderte er: „Hebt den Stein weg!“ Martha zögerte: „Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier!“ Doch Jesus erinnerte sie an seine Worte: „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“
 
Schauen wir uns die tieferliegende Ebene dieser Situation an, die wir auch auf uns anwenden können: Vielleicht liegt auch in unserem Leben ein solcher „Stein“ im Weg, eine innere Blockade, ein Zweifel, ein Sicherheitsdenken, das uns lähmt. Etwas, das wir für notwendig halten, das aber zwischen uns und Jesu Eingreifen steht. Mit dem wir selbst, ohne es vielleicht zu wissen, sein Handeln blockieren, obwohl wir uns sein Eingreifen doch wünschen. Jesus fordert uns auf: Rollt den Stein weg! Gebt den Weg frei für mein Handeln.
 
Martha ließ es zu. Und das Wunder geschah: Lazarus kam lebendig aus dem Grab. Die Herrlichkeit Gottes wurde sichtbar und kann heute sichtbar werden, wenn wir ihm vertrauen und ihn handeln lassen.
 
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07.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages
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Vers des Tages

Vers des Tages: Matthäus 1,23

„Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben“, das heißt übersetzt: „Gott mit uns“.

Matthäus 1,23 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Jesus ist „Gott mit uns“
 
Jesus wurde mit dem symbolträchtigen Namen „Gott mit uns“ angekündigt. So steht es in Matthäus 1,23, dem heutigen Vers des Tages: „Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben“, das heißt übersetzt: „Gott mit uns“. Interessant, oder? „Gott mit uns“, das genaue Gegenteil von „Gott, fern von uns“ oder „Gott, getrennt von uns“.
 
Jesus hätte im Himmel bleiben können. Doch er kam und nahm menschliche Gestalt an, um bei uns zu sein, um „Gott mit uns“ zu sein. Der Apostel Paulus schreibt: „der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen“ (Philipper 2,6-7a). Und das keinesfalls zu seinem eigenen Vorteil, aber zu unserem.
 
Jesus war wie wir
 
Jesus wusste, wie es ist, Mensch zu sein in einer gefallenen Welt voller Probleme, Leiden und Verfolgung. Er kam mitten hinein in unsere Realität. Er machte es sich nicht leicht. Im Gegenteil, er litt und starb für uns. Und in all dem war er nicht nur bei uns, nicht nur „mit“ uns, er war wie wir: er wurde versucht, auf die Probe gestellt, war menschlich – und doch war er ohne Sünde. So sagt es der Hebräerbrief: „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.“ (Hebräer 4,15).
 
Jesus, der beste Herr
 
Gott weiß, wie es uns geht, in jedem Moment, in jeder Lage. Er kennt uns durch und durch. Weil Jesus Mensch wurde, hat Gott uns begreifbar gemacht: Er versteht uns nicht nur aus seiner göttlicher Allmacht und Allwissenheit heraus, sondern aus eigener Erfahrung. In Jesus ist Gott uns ganz nahegekommen. Er hat unsere Lebenswelt geteilt mit allem, was dazugehört. Deshalb haben wir den besten Herrn, den es geben kann: einen, der nicht fern und unberührbar ist, sondern einen, der mitfühlt und mitträgt. Das schenkt uns Zuversicht. Wir dürfen voller Vertrauen vor Gott treten: „So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe“ (Hebräer 4,16).
 
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06.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Psalm 30,6b

Noch am Abend weinen wir – doch am Morgen kehrt wieder Jubel ein.

Psalm 30,6b (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Kummer hat ein „Verfallsdatum“
 
„Noch am Abend weinen wir – doch am Morgen kehrt wieder Jubel ein“ (Psalm 30,6b): Der Psalmbeter kennt Kummer und Schmerz. Doch er vertraut darauf, dass beides nicht das letzte Wort hat. Schließlich hat beides ein „Verfallsdatum“. Was uns heute niederdrückt, bleibt nicht für immer. Nur Gott bleibt unveränderlich und ewig.
 
Wenn wir an unsere Grenzen kommen
 
Schwere Zeiten, Kummer und Weinen gehören zum Leben dazu. Leid ist in unserer Welt einfach Realität. Im Leben jedes Menschen gibt es Phasen, in denen Schmerz und Kummer schwer auf uns lastet. Es kann sogar Momente geben, in denen wir das Gefühl haben, die Last nicht mehr tragen zu können. Und doch: Wir sind nicht allein. Wir dürfen jederzeit nach Unterstützung fragen. Gott überfordert uns nicht. Er erwartet nicht, dass wir alles allein aushalten, immer stark, mutig oder klaglos sind. Wenn das seine Maßstäbe wären, hätte niemand eine Chance. Doch Gott kennt unsere Grenzen und er handelt barmherzig. Er kommt uns nahe, hilft uns in unserer Schwachheit auf und schenkt uns Trost in unserem Schmerz.
 
Neue Hoffnung am nächsten Morgen
 
Der Psalmbeter bleibt nicht bei den Tränen stehen, sondern richtet den Blick auf die Freude, die mit dem neuen Tag anbricht. Und diese Freude ist viel mehr als ein schwacher Hoffnungsschimmer. Wir können uns ganz sicher sein: Die Freude wird kommen. Kein „Vielleicht“, sondern ein Versprechen Gottes.
 
Auch wenn wir es im Moment des Kummers nicht fühlen, die Freude kommt wieder. Wir werden wieder aufatmen, wieder Hoffnung spüren, wieder erleben, wie Gottes Segen uns berührt. Die Nacht der Tränen wird vorübergehen. Der Morgen bringt neue Freude. Denn Gott ist da.
 
Und spätestens in der Ewigkeit wird es keine Tränen mehr geben: „Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen, und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen“ (Offenbarung 21,4a). Was für ein Grund zur (Vor-)Freude!
 
 
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05.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Epheser 5,17

Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist!

Epheser 5,17 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Wir leben in „bösen“ Tagen – seien wir nicht „unverständig“!
 
Im Kontext des heutigen Vers des Tages schreibt Paulus an die Gemeinde in Ephesus, dass die Tage „böse“ sind (Epheser 5,16). Vor diesem Hintergrund gibt er eine Anweisung weiter: „Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist“ (Epheser 5,17). In einer Zeit, in der das Böse sichtbar zunimmt, ist es wichtig, nicht unverständig zu sein, oder „verbohrt“, wie die „Hoffnung für alle“-Übersetzung formuliert. Denn laut Psalm 14,1 sind es diejenigen Menschen, die unverständig, „verbohrt“ und töricht sind, die Gott ablehnen: „Der Narr spricht in seinem Herzen: ‚Es gibt keinen Gott!‘“ (Psalm 14,1). Solche Menschen stehen in der Gefahr, blind dafür zu sein, was gut oder böse ist und sich über die Folgen ihres Handelns nicht im Klaren zu sein. Vielleicht finden sie sogar gerade das gut, was ihnen letztlich schadet – in der Gegenwart und in der Ewigkeit.
 
Orientierung finden in der bösen Zeit
 
Damit wir uns darüber klar werden, was falsch und richtig ist und was Gott von uns möchte, brauchen wir Weisheit. Gerade in solchen dunklen Zeiten. Wir brauchen genaugenommen die Weisheit Gottes. Wir brauchen Erkenntnis: „Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis“ (Sprüche 1,7a). Mit Gottes Weisheit können wir ganz anders leben als törichte Menschen, denn „nur Toren verachten Weisheit und Zucht“ (Sprüche 1,7b).
 
Der Anfang der Erkenntnis ist es, Gott zu kennen und ihm den ihm gebührenden Platz in unserem Leben zu geben. Es ist wichtig, Erkenntnis und Weisheit zu haben und Gottes Willen zu kennen. Dann sind wir in der Lage, die Gefahren des Bösen frühzeitig zu bemerken und können lernen, sie zu meiden. Dass wir klug sein sollen, sagt auch Jesus: „Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben“ (Matthäus 10,16). Kluge, weise Menschen sind also nicht leichtgläubig, sondern wachsam. Sie orientieren sich an Gottes Wort und erkennen so, was falsch und was richtig ist. Wer Gottes Willen kennt, lebt vorausschauend – und handelt entsprechend.
 
In der Wahrheit leben
 
Diese Welt gehört Gott, nicht uns. Er hat sie erschaffen, und er hat die Maßstäbe für unser Leben in dieser Welt gesetzt. Auch wenn wir nicht alles verstehen, können wir sicher sein: Gott selbst gibt uns die Kraft, dem Bösen zu widerstehen. Und er hat uns seinen Willen in seinem Wort offengelegt. Darum rät Paulus: Seid nicht wie die Törichten und Unverständigen. Sondern lernt, was der Herr von uns will – und lebt danach.
 
 
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04.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Markus 10,45

Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Markus 10,45 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Ein ungewöhnlicher Wunsch – und Jesu überraschende Antwort
 
Jakobus und Johannes, zwei Jünger Jesu, baten ihn: „Gewähre uns, dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen dürfen in deiner Herrlichkeit!“ (Markus 10,37). Die anderen zehn Jünger reagierten empört angesichts dieser Bitte. Doch Jesus nutzte diese Situation, um alle zwölf über ein grundlegendes Prinzip seines Reiches zu lehren: Wahre Größe zeigt sich im Dienen.
 
Jesus machte deutlich, dass es im Reich Gottes nicht wie in der Welt zugeht. Dort herrschen die Mächtigen über andere. Doch bei Gott heißt es: „Wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer von euch der Erste werden will, der sei aller Knecht“ (Markus 10,43-44).
 
Was Dienen mit echter Größe zu tun hat
 
Um dieses Prinzip zu veranschaulichen, wusch Jesus den Jüngern die Füße (Johannes 13,1-20). Er selbst lebte, was er lehrte. Denn Größe im Reich Gottes bedeutet, bereit zum Dienen zu sein, auch wenn es etwas kostet und selbst wenn es Leiden oder Verfolgung bedeutet. Es bedeutet, den „Kelch zu trinken“, den auch Jesus trank (vgl. Markus 10,38).
 
Jesus lebte das in vollkommener Weise: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz“ (Philipper 2,5-8).
 
Demut als Schlüssel zu geistlicher Autorität
 
Wahre Autorität im Reich Gottes beginnt also mit Demut. Und Demut beginnt bei Gott: Wer Gott dienen will, muss bereit sein, sich hinzugeben. Jesus selbst hat diesen Weg vorgelebt. Wir wollen ihm nachfolgen – folgen wir auch seinem Vorbild des Dienens!
 
 
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03.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Römer 6,11

Also auch ihr: Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!

Römer 6,11 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Was die Bibel über unser Verhältnis zur Sünde sagt
 
Was denken Sie, wenn Sie einen Moment über Sünde nachdenken: Haben Sie das Gefühl, meistens auf einem guten Weg zu sein? Sind Sie in letzter Zeit in Sünde gefallen? Oder halten Sie sich vielleicht für machtlos gegenüber der Sünde, für hoffnungslos verloren?
 
Ganz sicher sind Sie nicht ohne Sünde – das ist niemand. Die Bibel bestätigt das. Sie sagt sogar: „Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn [Gott] zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,10).
 
Was es bedeutet, „der Sünde gestorben“ zu sein
 
Trotz der Realität der Sünde fordert uns der heutige Vers des Tages auf, uns selbst für die Sünde als „tot“ zu betrachten. Das bedeutet: Wir sollen uns als Menschen sehen, die nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde stehen. Auch wenn wir stolpern, Rückschläge erleben oder versagen – wir sind nicht mehr ihrer Macht ausgeliefert. Wir sind kein hoffnungsloser Fall. Die Sünde bestimmt nicht mehr, wer wir sind.
 
Lebendig für Gott

Der Vers des Tages sagt aus, dass wir uns für Menschen halten sollen, die „für Gott leben in Christus Jesus“. Die Übertragung „Das Buch“ formuliert: „…seht euch als lebendig für Gott an aufgrund eurer unlösbaren Verbindung mit dem Messias Jesus.“ Wir sind nicht mehr machtlos und ohne Hoffnung gegenüber der Sünde – wir sind in Bezug auf sie tot und stattdessen lebendig für Gott und lebendig für die Gerechtigkeit, die er uns schenkt und in unserem Leben wirksam macht. Selbst wenn wir schwere Sünde auf uns laden, dürfen wir uns an eines immer erinnern: Wir sind für Gott lebendig und dürfen für ihn leben. Er hat seinen Sohn für uns gegeben. Es gibt Vergebung! Und dass wir Lebendige für Gott sind, das steht fest.
 
Das haben wir nicht durch eigene Leistung geschafft, sondern wir sind durch Jesus Christus tot für die Sünde und lebendig für Gott. Weil wir an ihn glauben, sind wir nun „in Christus“, sind wir geistlich mit ihm verbunden. Wir sind mit ihm am Kreuz gestorben und damit tot für die Sünde; wir sind mit ihm auferstanden und damit lebendig für Gott. Deshalb gilt: „Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade“ (Römer 6,14).
 
Die Sünde hat nicht das letzte Wort
 
Lassen wir es nicht zu, dass die noch vorhandene Sünde in unserem Leben unsere Identität bestimmen will. Wir sind mit Christus und seiner Gerechtigkeit vereint. Diese Verbindung soll uns prägen – nicht die alte Schuld. Leben wir für Gott!
 
 
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02.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Markus 10,32

Sie waren aber auf dem Weg und zogen hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging ihnen voran, und sie entsetzten sich und folgten ihm mit Bangen.

Markus 10,32a (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Der Aufstieg beginnt: zum Tod am Kreuz
 
Jesus und die Jünger sind unterwegs vom Tal in Judäa über den Jordan hinauf nach Jerusalem. Das ist ein Aufstieg von über tausend Höhenmetern. Jesus hatte den Jüngern schon einmal von seinem bevorstehenden Tod erzählt. Nun beschreibt er ihn detaillierter: Die religiösen Führer in Jerusalem werden ihn verurteilen und den Römern ausliefern (V. 33). Er wird verspottet, angespuckt und gekreuzigt werden und schließlich auferstehen (V. 34). Das ist gewaltig: Es geht hier um den Moment, der alles verändern und den Sieg über den Tod bedeuten wird.
 
Was unser Glaube mit einem steilen Aufstieg gemeinsam hat
 
Aus diesem Abschnitt können wir gleichzeitig ein Bild für unseren eigenen Glaubensweg ableiten. Auch wenn unser Lebensweg natürlich nicht zu vergleichen ist mit dem Weg Jesu. Doch der Glaube ist wie ein Aufstieg. Wir entwickeln uns in unserer Glaubensstärke und in der Heiligung. Manchmal ist dieser Aufstieg leicht und geht fast von alleine, manchmal mühsam und schwer.
 
Doch wir schöpfen Mut und Kraft aus der Entschlossenheit unseres Herrn. Er steigt nach Jerusalem hinauf, um seine Leidenswoche zu beginnen, in vollem Bewusstsein dessen, was ihn erwarten wird. Und trotzdem geht er mutig voran und führt die Jünger an. Das erinnert mich an Soldaten, die entschlossen in den Kampf ziehen. Ich denke an Feuerwehrleute und Ersthelfer, die am 11. September 2001 mutig zum Ground Zero eilten. Ich habe großen Respekt vor Christen weltweit, die trotz Verfolgung, Leiden und sogar Todesgefahr entschlossen Gottes Werk tun.
 
Jesus geht voran – wir sind nicht allein unterwegs
 
Ganz gleich, wie unser Weg aussieht: Jesus geht voran. Gestern, heute und für immer. Er zeigt uns Gottes Kraft, Hingabe und Souveränität. Selbst wenn der Aufstieg zu schwer erscheint – der Herr ist da. Der Apostel Paulus schreibt in Römer 8,18: „Denn ich bin überzeugt, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.“
 
Die Jünger waren erstaunt über Jesu Entschlossenheit. Sie hatten sogar Angst, ihm zu folgen. Vielleicht erinnerte sich Jesus an die Worte aus Jesaja 50,6-7a: „Meinen Rücken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Aber Gott, der Herr, wird mir helfen.“ Die Jünger spürten, dass diese Reise anders war. Ihre Angst war begründet, doch Jesus stärkte sie.

Auch wir dürfen ermutigt sein. Gott hat uns für unseren Weg im Glauben berufen. Er regiert, sein Reich ist nahe, und Jesus, unser Retter und unser Vorbild, geht uns voraus.
 
Von Pastor David Massie, Mitarbeiter von Bible League International, USA
 
 
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01.06.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Matthäus 2,12

Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.

Matthäus 2,12 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Auf der Reise zum König
 
Nach der Geburt Jesu machten sich einige Weise aus dem Osten auf den Weg, um ihn zu finden. In Jerusalem fragten sie: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten!“ (Matthäus 2,1-2). Was sie dazu brachte, diese weite Reise auf sich zu nehmen: Sie wollten Jesus anbeten und ihm Geschenke darbringen. Denn so ehrt man einen König; besonders den, dessen Geburt durch einen Stern am Himmel angezeigt wurde, den König, der unser Messias ist.
 
Herodes‘ wahre Motive
 
Als König Herodes von den Weisen hörte und erfuhr, wonach sie suchten, ließ er die führenden Männer des jüdischen Volkes zusammenrufen. Er fragte sie, wo der Messias geboren werden sollte. Ihre Antwort lautete: In „Bethlehem in Judäa“ (Matthäus 2,5). Daraufhin ließ Herodes die Weisen zu sich kommen und teilte ihnen mit, wo sie das Kind finden könnten. Er sagte: „Wenn ihr es gefunden habt, so lasst es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete“ (Matthäus 2,8). Doch seine Absicht war nicht Anbetung. Herodes wollte vielmehr den Besuch der Weisen bei Jesus nutzen, um das Kind zu finden und zu töten. Denn nicht jeder möchte Jesus anbeten – manche verfolgen eigene Ziele.
 
Wenn Gott warnt
 
Nachdem die Weisen Herodes verlassen hatten, erschien der Stern erneut. Er ging ihnen voraus bis nach Bethlehem und blieb über dem Haus stehen, in dem Josef, Maria und das Kind lebten. Sie traten ein, fielen vor dem Kind nieder und beteten es an. Dann öffneten sie ihre Schatzkisten und überreichten Gold, Weihrauch und Myrrhe (Matthäus 2,11). Ursprünglich wollten sie auf dem gleichen Weg zurückkehren. Doch der heutige Vers des Tages zeigt, dass Gott sie im Traum dazu anwies, nicht zu Herodes zurückzugehen (Matthäus 2,12). So nahmen sie einen anderen Weg nach Hause.
 
Wie wir den besseren Weg erkennen
 
Wie damals Herodes den Besuch der Weisen für seine Zwecke missbrauchen wollte, so gibt es auch heute Menschen, die vom Bösen angestiftet sind, gegen das Reich Jesu zu handeln. Nun stellt sich uns die Frage, wie wir solche bösen Absichten erkennen können. Gott kann natürlich auch zu uns durch Träume, innere Bilder oder innere Überzeugungen sprechen. Doch er hat uns noch etwas Anderes, etwas „Greifbares“ gegeben, das uns als kostbare Hilfestellung im Leben dient: die Bibel. Wenn wir regelmäßig in Gottes Wort lesen, können wir das, was wir täglich sehen und hören, im Licht der Bibel prüfen. So wie Gott den Weisen den besseren Weg nach Hause zeigte, möchte Gott auch uns immer wieder auf den guten, den besseren Wegen führen.
 
 
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31.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: 4. Mose 14,27

„Wie lange soll dieses böse Volk immer wieder gegen mich aufbegehren? Ich habe gehört, welche Vorwürfe die Israeliten gegen mich erheben.“

4. Mose 14,27 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn Angst aufkommt
 
Das Volk Israel stand kurz davor, die Wüste zu verlassen und das verheißene Land zu betreten. Doch bevor es so weit war, beauftragte Gott Mose, zwölf Kundschafter auszusenden, die das Land erkunden und prüfen sollten. Als sie von ihrer Reise zurückkehrten, berichteten zehn von ihnen pessimistisch über die Chancen, das Land zu erobern. Sie sagten: „Allerdings sind die Bewohner des Landes sehr stark, und ihre Städte sind sehr groß und gut befestigt.“ Und weiter: „Wir können sie nicht besiegen, sie sind viel stärker als wir! … Sogar Riesen haben wir gesehen, die Anakiter! Wir kamen uns ihnen gegenüber wie Heuschrecken vor, und so klein waren wir sicher auch in ihren Augen!“ (4. Mose 13,28-33)
 
Wenn Angst zu Vorwürfen führt
 
Daraufhin begannen die Menschen aufzubegehren und Vorwürfe gegen Gott zu erheben, wie es im heutigen Vers des Tages beschrieben ist. Sie sagten: „Wären wir doch in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben! Warum will uns der HERR in dieses Land bringen? Sollen wir im Kampf umkommen? Sollen unsere Frauen und Kinder den Feinden in die Hände fallen? Am besten kehren wir wieder nach Ägypten zurück!“ (4. Mose 14,2-3)
 
Obwohl Kaleb, einer der zwölf Kundschafter, voller Vertrauen sagte, dass die Israeliten das Land einnehmen könnten, planten sie, Mose abzusetzen. Sie wollten einen neuen Anführer wählen, der sie zurück nach Ägypten führen sollte (4. Mose 14,4).
 
Murren oder vertrauen?
 
Wo finden wir uns in diesem Bericht wieder? Auch wir stecken ja manchmal in einer Art „Wüste“ wie die Israeliten damals. Vielleicht kämpfen wir uns durch eine schwierige Lebensphase, in der vieles unklar ist und Herausforderungen übermächtig erscheinen. Wie die Israeliten erleben wir Schweres, Bedrängnis und Gegner, die uns wie Riesen vorkommen.

Doch wir haben eine Wahl. Wir können murren – oder vertrauen. Die Versuchung, uns zu beklagen und aufzugeben, ist groß. Aber dadurch würde uns so viel entgehen! Wir haben einen guten Anführer, und er ist größer als jeder Widerstand. Die Israeliten hatten Mose und Josua. Wir haben König Jesus. Er ist bei uns in der Wüste. Er stärkt und trägt uns – bis ans Ziel.
 
 
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Gerade das Bibelkärtchen-Set zum Thema Trost oder zum Thema „Zuversichtlich leben“ kann in solchen Zeiten hilfreiche Erinnerungen an Gottes Wahrheiten liefern.

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30.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Lukas 6,36

Jesus: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist.“

Lukas 6,36 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wir haben große Barmherzigkeit empfangen
 
Der Vers des Tages hat mich in letzter Zeit tief bewegt. Jesus fordert uns auf, anderen genauso viel Barmherzigkeit zu erweisen, wie wir selbst von Gott empfangen haben. Nach biblischem Verständnis bedeutet Barmherzigkeit, dass der Herr die Strafe zurückhält, die wir eigentlich verdient hätten. Wahrscheinlich sind wir uns einig: Ohne Christus wären wir als Sünder verloren. Wer ihn nicht als Herrn und Retter annimmt, steht schuldig vor dem Richterstuhl Christi. Das wirft ernste Fragen auf, mit denen wir uns bewusst auseinandersetzen sollten. Bitten wir den Heiligen Geist, unserem Herzen die göttliche Barmherzigkeit verständlich zu machen.
 
Sind wir selbst barmherzig?
 
Wenden wir im Alltag tatsächlich ein göttliches Maß an Barmherzigkeit gegenüber den Menschen an, denen wir begegnen? Oder bleiben wir zornig? Wollen wir uns vielleicht rächen? Denken wir manchmal nicht vielleicht, dass Gott nach unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit handeln müsste?
 
Genau das hat mein Herz belastet: Erweise ich anderen – auch Fremden – dieselbe Barmherzigkeit, die mir der Herr täglich schenkt? Wir sind Menschen, und wenn uns jemand verletzt hat, vergessen wir das nicht so leicht. Doch wir haben eine Ressource, die größer ist als jede menschliche Kraft: den Heiligen Geist. Er erinnert uns daran, dass uns Gottes Barmherzigkeit in voller Fülle und ohne Einschränkung geschenkt wurde. Und genau das ist unser Maßstab.
 
All das ist nur möglich durch den Tod und die Auferstehung unseres Erlösers Jesus Christus. Im Alltag vergessen wir leicht, dass wir berufen sind, Liebe und Barmherzigkeit zu leben – so wie Jesus es uns vorgelebt hat.
 
Gelegenheit zur Barmherzigkeit
 
Haben Sie kürzlich oder vor längerer Zeit erlebt, dass jemand Sie verletzt oder ungerecht behandelt hat? Vielleicht ist gerade jetzt die Gelegenheit, dieser Person Barmherzigkeit und Gnade – also Gottes unverdiente Gunst – zu schenken. Denn gerade das führt oft zu innerem Frieden. Ich habe es selbst erfahren: Mein Leben hat sich verändert, als ich begann zu beten und Gottes Barmherzigkeit durch mich wirken zu lassen. Denken wir an Galater 2,20: „Nicht mehr ich bin es, der lebt, nein, Christus lebt in mir. Und solange ich noch dieses irdische Leben habe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mir seine Liebe erwiesen und sich selbst für mich hingegeben hat.“
 
Barmherzigkeit gelingt nur, wenn wir erkennen, dass Christus selbst durch den Heiligen Geist in uns lebt. Aus eigener Kraft schaffen wir es nicht. Aber durch ihn wird es möglich.
 
Von Dr. Jim D. Prock, Mitarbeiter von Bible League International, USA
 
 
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