11.05.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser

Vers des Tages

Vers des Tages: Matthäus 1,21

Sie wird einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk von aller Schuld befreien.

Matthäus 1,21 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn wir es nicht schaffen, sündlos zu leben

Es lässt sich nicht ändern: Solange wir auf dieser Welt leben, werden wir die Sünde nie vollständig los. Wir schaffen es einfach nicht, ein sündloses Leben zu führen, obwohl wir Kinder Gottes sind. Wenn Gott die Sünde, die noch in uns steckt, als Kriterium nehmen würde, dann hätten wir keine Chance, zu ihm zu kommen. Der Psalmist formuliert daher: „Wenn du, HERR, die Sünden anrechnen willst – wer kann dann noch vor dir bestehen?“ (Psalm 130,3) Die Antwort ist offensichtlich: Niemand. Keiner lebt sündlos. Und doch: Mit uns ist etwas Entscheidendes geschehen.

Und doch: Wir sind nicht mehr dieselben

Wir sind nicht mehr dieselben. Die Sünde hat nicht mehr die Macht über uns, die sie einst hatte. Jesus hat uns von aller Schuld befreit, so wie es im heutigen Vers des Tages angekündigt wird. Er ist uns begegnet, als wir Sünder waren und kam mitten hinein in unser sündiges Leben, um es von Grund auf zu verändern. Jesus Christus hat uns von der Macht und Herrschaft erlöst, die die Sünde über unser Leben hatte. Paulus formuliert es so: „Denn wenn du mit Jesus Christus verbunden bist, bist du nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes; das Gesetz des Geistes, der lebendig macht, hat dich davon befreit“ (Römer 8,2).

Obwohl wir immer noch sündigen und es nicht schaffen, völlig sündlos zu leben, regiert die Sünde nicht mehr über uns. Deshalb hassen wir sie und halten uns von ihr fern, wo immer es geht. Wenn wir doch gefallen sind, bereuen wir unser Tun und bekennen unsere Schuld vor Gott. Jesus hat Satan vom Thron unseres Herzens gestoßen und selbst dort Platz genommen. Wir wollen nicht zurück in unser altes Leben, in dem die Sünde über unser Herz geherrscht hat. Satan mag zwar versuchen, sich wieder auf den Thron zu setzen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Gottes Kinder sind nicht hilflos darin, der Sünde standzuhalten. Aber wie?

So können wir der Sünde widerstehen

Gottes Wort zeigt uns Wege, wie wir der Sünde widerstehen können. Dazu gehört vor allem, dass wir uns täglich neu bewusst machen, wem wir gehören: Jesus Christus (2. Korinther 5,17; 1. Korinther 3,23). Jakobus 4,7 formuliert: „Ordnet euch daher Gott unter! Und dem Teufel widersteht, dann wird er von euch ablassen und fliehen.“ Manchmal heißt Widerstand auch, sich ganz bewusst von Sünde abzuwenden: Wir sind aufgerufen, der Sünde zu „fliehen“, statt mit ihr zu spielen, z.B. in 1. Korinther 6,18: „Flieht die Unzucht!“ (Schlachter)

Indem wir unsere Gedanken mit Gottes Wahrheit füllen – etwa durchs Bibellesen und Nachdenken über Gottes Verheißungen – stärken wir unser geistliches Immunsystem (Psalm 119,11). Auch regelmäßiges Gebet ist zentral, um vor Gott ehrlich zu werden und Versuchungen zu erkennen, bevor sie zu an Macht gewinnen (Matthäus 26,41; Römer 12,12). Außerdem können wir unserem Herrn konkrete Schwächen nennen und ihn gezielt um Kraft und Wachsamkeit in diesen Schwächen bitten.

Ebenso hilfreich ist geistliche Gemeinschaft, Austausch mit anderen Gläubigen, gegenseitige Ermutigung (Hebräer 10,24) sowie „Rechenschaftsbeziehungen“. „Rechenschaft“ bedeutet, dass Sie eine Vertrauensperson auswählen, die Sie geistlich begleitet und die regelmäßig nachfragen darf, wie es um Ihre Nachfolge steht. So kann sie Ihnen dabei helfen, mit ganzer Hingabe mit Jesus unterwegs zu sein, im Glauben zu wachsen und nicht nachlässig zu werden.

Und wenn wir doch gefallen sind?

Vergessen wir eines nicht: Wenn wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch gefallen sind, brauchen wir nicht zu verzweifeln. Wir dürfen zu Jesus zurückkehren, der uns vergibt (1. Johannes 1,9), uns aufrichtet und dabei hilft, den richtigen Weg einzuschlagen. Auch dadurch wächst unser Widerstand gegen die Sünde und wir werden unserem Herrn ähnlicher (Römer 8,29; 2. Korinther 3,18) – Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Noch mehr Gedanken zum Thema Sünde widerstehen finden Sie in der Andacht zum Vers des Tages zu Römer 8,22-23.

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10.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Johannes 21,3

Simon Petrus sagte: „Ich gehe fischen.“ – „Wir auch“, sagten die anderen, „wir kommen mit.“ Sie gingen zum Boot hinaus und legten ab, aber in jener Nacht fingen sie nichts.

Johannes 21,3 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn alles ins Wanken gerät
 
Johannes 21 spielt sich nach Tod und Auferstehung Jesu ab. Die Jünger warteten auf Jesus: Laut Matthäus und Markus hatte Jesus sie angewiesen, ihn in Galiläa zu erwarten: „Aber nach meiner Auferstehung werde ich euch nach Galiläa vorausgehen“, hatte Jesus gesagt (Matthäus 26,32). Nun waren sie am Ufer des Sees Tiberias. Ihr Herz war wahrscheinlich voller Unruhe. Sie hatten Jesu Prozess und seine Hinrichtung miterlebt – und das, obwohl sie große Hoffnungen in das Reich Gottes gesetzt hatten.
 
Halt im Vertrauten suchen
 
Zwar waren sie ihrem auferstandenen Herrn bereits begegnet. Doch trotzdem war nun alles anders: Sie vermissten ihren Herrn sicherlich, auf dessen Leitung, Lehre und Rat sie sich drei Jahre lang verlassen hatten. Die Jünger wussten nicht, was nun auf sie zukommen würde. Wahrscheinlich waren sie deshalb gerade hierher zurückgekehrt – dorthin, wo alles vertraut war und wo sie sich auskannten: an den See Genezareth, auch Tiberias genannt, zu ihrem früheren Beruf, dem Fischfang. Also gingen sie fischen.
 
Ein Neubeginn bahnt sich an
 
Die Jünger brauchten einen Neustart im Leben und im Dienst. Das Leben, wie sie es bisher kannten, war vorbei. Sie brauchten Orientierung vom Herrn. Auch viele Christen erleben im Leben oder im Dienst Zeiten, in denen sie einen Neuanfang brauchen. Das sind Zeiten, in denen wir nicht wissen, wohin es gehen soll. Vielleicht fühlen wir uns festgefahren oder erschöpft.

Die Jünger fanden ihren Neubeginn nach dem tiefen Einschnitt der Osterereignisse in Jesus. Auch wir können unseren Neubeginn dort finden: in Jesus – wenn wir auf sein Führen hören.
 
Das Gewohnte tun – und offen bleiben für Jesu Führung
 
Die Jünger gingen also fischen. Sie fischten die ganze Nacht und fingen trotzdem nichts. Dann hörten sie eine Stimme vom Ufer: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus!“ (Johannes 21,6) Noch ohne zu wissen, dass es Jesus war, folgten sie der Anweisung – und fingen mehr, als sie tragen konnten. Nun war klar, wer da gesprochen hatte: „Es ist der Herr!“ (Vers 7).
 
Der Segen zeigte sich in dem Moment, als sie das taten, was sie bereits kannten und konnten – und als sie gleichzeitig offen blieben für Jesu Handeln und Führung. Die Jünger brachten ihr Können im Fischfang ein und gehorchten dem, was sie von Jesus hörten. Dann stellte sich der Erfolg ein, den Jesus schenken wollte.
 
Handeln und Hören
 
Wie ist es bei uns? Sitzen wir bildlich gesprochen abwartend und passiv am Seeufer herum? Oder tun wir vielleicht nur stur weiter das, was wir bereits kennen und können? Oder sind wir tatsächlich bereit, wie die Jünger unser Netz auf der anderen Seite auszuwerfen?
 
Die Fischer Petrus und die anderen Jünger wurden zu Menschenfischern. Und wir? Vielleicht ist nun unser Moment gekommen, mit neuem Elan aufzustehen, unsere bisherige Aufgabe mit ganzem Herzen weiter auszuführen und gleichzeitig gut auf Jesus zu hören und darauf, ob und wie er unseren Auftrag künftig umgestalten will.
 
Von Pastor David Massie, Mitarbeiter von Bible League International, USA
 
 
Jesus Reden hören in der Bibel
 
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09.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Sprüche 16,1

Der Mensch stellt zwar im Herzen Überlegungen an, aber was er schließlich ausspricht, kommt vom HERRN.

Sprüche 16,1 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wie kann man sich auf unvorhersehbare Situationen vorbereiten?
 
Waren Sie schon einmal in einer Lage, in der Sie Rechenschaft über Ihren Glauben ablegen mussten – vielleicht vor Menschen, die Ihnen misstrauisch oder sogar feindlich gegenüberstanden? Vielleicht haben Sie sich vorher viele Gedanken gemacht, überlegt, was Sie sagen und wie Sie sich ausdrücken sollen. Vielleicht haben Sie sich sogar einen genauen Plan zurechtgelegt. Doch eine solche Situation lässt sich nicht exakt vorbereiten. Wer weiß schon, welche Fragen gestellt werden? Wer weiß, wie scharf und provozierend sie formuliert sind?
 
Vorbereitung hat Grenzen – Gott nicht
 
Ein solches Gespräch kann schnell in eine Richtung gehen, mit der Sie nicht gerechnet haben. Was dann? Dann ist es Zeit, sich an die Weisheit aus dem heutigen Vers zu erinnern und die eigene Planung loszulassen. Es gibt schlichtweg keinen todsicheren Plan, der jede Wendung voraussieht. Vielleicht wissen wir nicht einmal, vor wem wir uns verantworten müssen.

Deshalb: Legen wir unsere Sorgen in die Hände des Herrn. Er ist es, den wir an unserer Seite brauchen. Er ist es, der uns die richtigen Worte geben kann, genau zur rechten Zeit.
 
Der Heilige Geist hilft uns zu sprechen
 
Jesus selbst hat uns zugesagt: „Wenn man euch vor Gericht stellt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr reden und was ihr sagen sollt. Denn wenn es so weit ist, wird euch eingegeben, was ihr sagen müsst. Nicht ihr seid es, die dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden“ (Matthäus 10,19–20). Was für eine Verheißung! Selbst unter Druck, sogar wenn Verfolgung ins Spiel kommt – der Herr lässt uns nicht allein!
 
 
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08.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Jakobus 1,3-4

Ihr wisst doch: Wenn euer Glaube erprobt wird und sich bewährt, bringt das Standhaftigkeit hervor. Und durch die Standhaftigkeit soll das Gute, das in eurem Leben begonnen hat, zur Vollendung kommen. Dann werdet ihr vollkommen und makellos sein, und es wird euch an nichts mehr fehlen.

Jakobus 1,3-4 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Ein ungewöhnlicher Blick auf Verfolgung und Leid
 
Niemand freut sich über Verfolgung, über Kritik an unserem Glauben, über Spott oder auch darüber, wenn wir wegen unseres Glaubens Nachteile erleben. Wir möchten nicht gerne leiden. Nein, wenn unser Glaube auf die Probe gestellt wird, kann es sogar passieren, dass wir uns von Jesus abwenden möchten.

Tun wir das nicht! Hinter Prüfungen kann gemäß dem heutigen Vers des Tages ein größeres Ziel stecken: Wir lernen, geduldig durchzuhalten – und durch dieses Ausharren entstehen Charakter und geistliche Reife.

Jakobus, der Bruder Jesu, schrieb an die Gemeinde des ersten Jahrhunderts, dass es ein Grund zur Freude sei, um Christi willen zu leiden (Jakobus 1,2). Diese Christen erlebten massive Verfolgung durch jüdische Führer und die Römer. Der Apostel Paulus, leidenschaftlicher Missionar, hatte selbst Christen verfolgt, bevor er sich bekehrte. Die Römer setzten grausame Mittel ein: Christen wurden an Löwen verfüttert, als Fackeln verbrannt oder auf brutale Weise hingerichtet – nur weil sie an Jesus glaubten und sich nicht dem Kaiser beugen wollten.
 
Wozu Verfolgung geduldig ertragen?
 
Ich bin sicher, dass sich die wachsende Verfolgung schnell herumsprach und manche Gläubige in Versuchung waren, sich vom Glauben loszusagen. „Wozu das alles aushalten?!“ könnten sie sich gefragt haben. In einer solchen Lage erinnerte Jakobus, der Bruder Jesu, seine Gemeinde daran, das Leid geduldig zu ertragen. Denn letztendlich führe das ertragene Leid dazu, dass sie „vollkommen und makellos“ sein werden, so schrieb er.
 
Die Bibel sagt deutlich: Wenn die Wiederkunft Jesu näher rückt, wird Verfolgung zunehmen. Für Gottes Volk ist sie keine Möglichkeit, sondern Gewissheit. In vielen Teilen der Welt ist das heute Realität. Und auch dort, wo die Verfolgung noch nicht groß ist, kann sich das schnell ändern. Möge der Herr uns vorbereiten.
 
Gott verlässt uns nicht
 
Für unsere Geschwister, die heute bereits schwere Verfolgung erleben, gelten die Worte des Jakobus ganz besonders. Ihr Glaube wird nicht nur geprüft, sondern auch geläutert. Gott wandelt all das Leid zu etwas Gutem: Er gebraucht es dazu, ihren Glauben zu vertiefen, damit sie werden, was er sich für sie wünscht: vollkommen und makellos.
 
Seien wir geduldig im Leid und in der Verfolgung. Gott verlässt uns nicht. Sein Heiliger Geist wird uns Kraft geben – bis zum Ende. Dann werden wir die Krone der Gerechtigkeit empfangen. Halten wir durch!
 
Von Shawn Cornett, Mitarbeiter von Bible League International, USA
 
 
Zeugnisse verfolgter Christen lesen

Zeugnisse, wie Christen in Verfolgung durchhalten und Gott erleben, finden Sie hier: News-Artikel zum Thema „Verfolgung“.

Wenn Sie für unsere Arbeit beten möchten, die wir auch in Ländern mit Christenverfolgung tun, legen wir Ihnen unseren monatlichen Gebetsbrief ans Herz.

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07.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: 1. Thessalonicher 5,14

Außerdem bitten wir euch, Geschwister: Weist die zurecht, die ein ungeordnetes Leben führen! Ermutigt die Ängstlichen! Helft den Schwachen! Habt Geduld mit allen!

1. Thessalonicher 5,14 (NeÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn klare Worte nötig sind
 
Der Apostel Paulus zeigt uns in unserem heutigen Vers, wie wir mit Menschen umgehen sollen, die in irgendeiner Weise hinter der Berufung zurückbleiben, die wir in Christus Jesus empfangen haben. Die Antwort: Je nach dem, was sie brauchen.
 
Einige müssen zurechtgewiesen werden – etwa jene, die untätig sind oder Unruhe stiften. In 2. Thessalonicher 3,11 schreibt Paulus: „Nun hören wir, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen: Sie arbeiten nicht, sondern treiben sich nur herum.“ Solche Menschen müssen, in aller Demut, zur Ordnung gerufen werden.
 
Ermutigung für die Entmutigten
 
Andere brauchen etwas ganz anderes: Ermutigung. Wer entmutigt oder ängstlich ist – vielleicht durch vergangene Misserfolge oder schwere Lebensumstände –, braucht verständnisvolle Begleitung. Manchmal schaffen es diese Menschen aus eigener Kraft nicht, ihre Berufung in Christus zu leben. Unsere Aufgabe ist es, ihnen Mitgefühl entgegenzubringen, ihnen zu helfen, die Vergangenheit loszulassen und sich mutig der Zukunft zuzuwenden, die Gott für sie bereithält.
 
Hilfe für die Schwachen
 
Und dann gibt es Menschen, die schlicht Hilfe brauchen. Diese Hilfe kann auf verschiedenen Ebenen benötigt werden. Mit den „Schwachen“ meint Paulus laut Ansicht der meisten Ausleger diejenigen Menschen, die „schwach“ im Glauben sind, zum Beispiel weil sie in theologischen Fragen sehr unsicher und nicht gefestigt sind, die vielleicht aus Angst vor Schuld übervorsichtig leben und sich selbst großen Druck machen (vgl. z.B. das Thema Gewissensfragen und Götzenopferfleisch in Römer 14,1ff, 1.Korinther 8,4ff). Diese Menschen brauchen Ermutigung, Rücksichtnahme und liebevolle Hilfe zum Wachstum, jedoch nicht weiteren Druck.
 
Manche Ausleger sehen in den „Schwachen“ auch Menschen, die körperlich krank oder seelisch belastet sind oder denen es wirtschaftlich nicht gut geht, die also sozial „schwächer“ sind. So verstanden ruft Paulus ruft uns auf, sie nicht zu übersehen und ihnen Hilfe auf körperlicher, finanzieller oder geistlicher Ebene zukommen zu lassen, wo sie benötigt wird.
 
Ohne Geduld geht es nicht
 
Paulus merkt außerdem an, dass die Thessalonicher Geduld mit allen haben sollen. Wie schnell könnte es sonst passieren, dass die Starken und „Leistungsfähigen“ in der Gemeinde den schwächeren Brüdern und Schwestern mit Unverständnis begegnen oder gar auf sie herabschauen. Deshalb fordert er die Gemeinde auf, Geduld mit allen zu haben. Die Starken sollen Geduld mit den Schwachen haben – und umgekehrt soll es genauso sein. Darin haben wir ein großartiges Vorbild in Gott: Denn er ist ebenfalls geduldig mit uns allen.
 

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06.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: 3. Johannes 4

Es gibt keine größere Freude für mich, als zu hören, dass meine Kinder der Wahrheit gemäß leben.

3. Johannes 4 (NeÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Glaube, der nicht bei einer Generation stehen bleibt
 
Dieser Vers kam mir am Wochenende in den Sinn, weil mein jüngster Enkel sich am Sonntag taufen lässt. Er wird zur vierten Generation gehören, die ein Taufgewand trägt, das meine Großtante in den 1940er Jahren mit eigenen Händen gefertigt hat. Viele, die das Gewand sehen – ein langes, aufwendig gestaltetes Stück mit Spitze – finden es eine schöne Familientradition. Für mich ist es mehr als das. Es ist ein Symbol – ähnlich wie die Taufe selbst – für Gottes Bundestreue über Generationen hinweg in meiner Familie.
 
Gott hat vorgesehen, dass Eltern ihren Kindern das Wissen über ihn weitergeben (5. Mose 6,7). In der Bibel sehen wir das bei Abraham, Isaak, Jakob und Juda. Wenn unsere Kinder den Glauben ihrer Eltern annehmen, loben wir Gott dafür.
 
Johannes und seine „Kinder“
 
Ich bin dankbar, dass meine leibliche Familie eine Geschichte des Glaubens hat – und ich schätze sie sehr. Doch Johannes, der geliebte Jünger Jesu und Verfasser des Evangeliums, spricht in dem Vers, auf den ich mich beziehe, nicht von seinen leiblichen Kindern. Auch in seinen beiden anderen Briefen spricht er mehrfach von „Kindern“ (1. Johannes 2,1; 2. Johannes 1). Wen meint er damit? Paulus schreibt in Titus 1,4: „An Titus, der mir im Glauben wie ein echter Sohn verbunden ist…“. Nach demselben Prinzip spricht Johannes von seinen geistlichen Kindern: Menschen, die er gelehrt und im Glauben begleitet hat – wie ein geistlicher Vater.
 
Die Familie, zu der wir als Christen gehören
 
Doch sind sie wirklich „seine“ Kinder? Und wessen Kind ist Johannes selbst? Die Antwort ist: Wir alle sind Kinder Gottes. Durch Christus sind wir zu Erben gemacht. Das bedeutet, wir gehören zur Familie Gottes. Gott freut sich über jedes Kind, das in seiner Wahrheit lebt. Jesus sagte: „Genauso freuen sich die Engel Gottes über einen Sünder, der umkehrt zu Gott“ (Lukas 15,10).
 
Wir sind adoptierte Kinder Gottes. Gott gab seinen eingeborenen Sohn hin, damit wir Teil seiner Familie werden konnten. Jesus nahm dieses Opfer bereitwillig auf sich.
 
Eltern wissen, dass Kindererziehung im Glauben eine hohe Berufung und gleichzeitig eine Herausforderung ist – ohne Garantie für Erfolg. Doch wenn der Glaube durch Gottes Gnade wächst, ist das ein wahres Geschenk.
 
Von Grace Barnes, ehrenamtliche Mitarbeiterin von Bible League International, USA
 
 
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05.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: 1. Korinther 1,10

Geschwister, im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, fordere ich euch alle auf, eins zu sein. Redet so, dass eure Worte euch nicht gegeneinander aufbringen, und lasst es nicht zu Spaltungen unter euch kommen. Seid vielmehr ganz auf dasselbe Ziel ausgerichtet und haltet in völliger Übereinstimmung zusammen.

1.Korinther 1,10 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

„Eins sein“, was bedeutet das?
 
Der Apostel Paulus bittet die Mitglieder der Korinther Gemeinde – und im weiteren Sinne alle Gläubigen – „eins zu sein“. Er tut dies „im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn“, also auf der Grundlage der verbindlichen Lehre Jesu. Jesus selbst betete, dass die Gemeinde eins sei: „Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin“ (Johannes 17,21). Es wird deutlich: Die Einheit unter den Gliedern seiner Gemeinde war Jesus sehr wichtig.
 
Nicht Unterschiede sind das Problem, sondern Spaltung
 
Diese Einheit ist vor allem geistlicher Natur: eine Einheit mit dem Vater und mit Christus. Paulus weist darauf hin, dass sich die Gläubigen nicht willkürlich in verschiedene Gruppen aufteilen sollten. Als Beispiele nennt er Aussagen wie: „Ich bin Anhänger von Paulus“, „Ich von Apollos“, oder „Ich von Petrus“ (1. Korinther 1,12). Auch wenn jeder dieser Leiter seinen eigenen Predigtstil hatte, war das kein Grund, die Gemeinde zu spalten.
 
Statt sich voneinander abzugrenzen, ruft Paulus dazu auf, „in völliger Übereinstimmung“ zusammenzuhalten. Das bedeutet: Einigkeit in den grundlegenden Wahrheiten des Evangeliums. Unterschiede in Stil oder Praxis sind erlaubt – sie dürfen nur nicht zur Ursache von Trennung werden.
 
Was ist mit dasselbe Ziel gemeint?
 
Neben einer gemeinsamen Gesinnung nennt Paulus auch ein gemeinsames „Ziel“, auf das sie ausgerichtet sein sollen: das Evangelium verbreiten und die Gemeinde stärken. Auch wenn jede Leitungspersönlichkeit eigene Schwerpunkte setzt, bleibt das gemeinsame Ziel bestehen. Wo es dennoch Meinungsverschiedenheiten über Nebensächlichkeiten gibt, ruft Paulus zu einer guten Art des Umgangs miteinander auf. Er warnt davor, dass Zersplitterung in der Gemeinde Wurzeln schlägt.
 
Beten wir für unsere Kirchen und Gemeinden, dass sie die Einheit in Christus suchen und bewahren!
 
 
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04.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Jakobus 5,17

Elia war ein Mensch wie wir, und als er Gott im Gebet anflehte, es möge nicht regnen, fiel drei Jahre und sechs Monate lang im ganzen Land kein Regen.

Jakobus 5,17 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Elias Gebete hatten mächtige Folgen
 
Elias Gebete waren mächtig und wirkungsvoll. Er betete, dass es im Nordreich Israel als Strafe für die Sünden von König Ahab und Königin Isebel nicht regnen würde. Zu Ahab sagte er: „So wahr der HERR lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe, es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich es sage“ (1. Könige 17,1, Schlachter). Nach dreieinhalb Jahren Hungersnot betete Elia erneut – diesmal um Regen. Zu Ahab sagte er: „Zieh hinauf, iss und trink, denn es rauscht, als wolle es reichlich regnen“ (1. Könige 18,41, Schlachter). Es ist offensichtlich: Wenn Elia betete, geschah etwas.
 
War Elia etwas Besonderes?
 
Vielleicht denken Sie, dass Elias Gebete nur deshalb so wirksam waren, weil er ein Prophet Gottes war. Bei seiner gewichtigen Rolle scheint es logisch, dass der Himmel auf seine Bitten reagierte. Wir hingegen – Büroangestellte, Bauern, Lehrer, Mütter, Kinder, Geschäftsleute – können doch nicht erwarten, dass unsere Gebete denselben Effekt haben wie die Gebete Elias, oder?
 
Der heutige Vers im Jakobusbrief fordert uns auf, umzudenken. Elia war, wie Jakobus betont, ein Mensch wie wir. Er war kein Übermensch mit exklusivem Zugang zu Gott. Er war einfach ein Mensch, der ebenso Schwächen und Fehler hatte wie wir alle. Die Bibel berichtet sogar, dass er floh, als Isebel ihm nach dem Leben trachtete, und sich in seiner Verzweiflung den Tod wünschte (1. Könige 19,1-4). Trotzdem waren Elias Gebete mächtig und wirkungsvoll.
 
Ermutigung zum Beten
 
Die Botschaft lautet also: Wir sollen beten. Und zwar mutig beten. Nicht aufgeben. Unsere Gebete können genauso „wirkungsvoll“ sein wie die eines Elia. Denn es ist Gott, der unsere Gebete nach seinem Willen erhört und handelt. Im Namen Jesu können unsere Gebete in Gottes Hand Großes bewirken – so wie es Jakobus 5,16 uns verheißt: „Das Gebet eines Menschen, der sich nach Gottes Willen richtet, ist wirkungsvoll und bringt viel zustande.“
 
 
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03.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Sprüche 25,15

Mit Geduld kann sogar ein Anführer überredet werden, und auch eine sanfte Zunge kann Widerstand brechen.

Sprüche 25,15 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Überraschender Blickwinkel der Bibel
 
Unsere menschlichen Neigungen führen uns oft in eine falsche Richtung – weit entfernt von dem, was Gott eigentlich für uns vorgesehen hat. Wir essen, obwohl wir keinen Hunger haben, ruhen uns aus, wenn wir Bewegung bräuchten und schieben Dinge auf, die wir besser gleich erledigen sollten. Wenn es um die Kraft der Überzeugung im Umgang mit anderen geht, besonders gegenüber Menschen mit Autorität, überrascht es, dass in Gottes Wort nicht die laute Stimme, sondern die geduldige und sanfte Rede als wirkungsvoll beschrieben wird.
 
Leiser Einfluss, große Wirkung
 
Menschen in Machtpositionen ändern ihre Meinung selten sofort. Doch wer ihnen mit Geduld und Respekt begegnet und über längere Zeit konsequent Einfluss nimmt, kann viel bewirken. William Wilberforce zum Beispiel kämpfte zwei Jahrzehnte lang unermüdlich dafür, dass der britische Sklavenhandel gesetzlich beendet wurde. Solche Ausdauer ist auch heute wichtig, wenn wir Gottes Wege glaubwürdig vor der Welt vertreten wollen.
 
Neben der Geduld gibt es noch ein zweites Werkzeug mit großer Wirkung: die „sanfte Zunge“. Gemeint ist ein ruhiger, respektvoller Tonfall – ganz anders als das, was wir bei Konflikten oft erleben. Es sind nicht Lautstärke und Durchsetzungswille, die am meisten bewegen, sondern ruhige und ehrliche Worte. Denken wir an Josef vor dem Pharao oder an Daniel vor den babylonischen Königen: Beide sprachen klar und wahrhaftig, aber stets mit einem beständigen, respektvollen Ton. Auch Salomo beschreibt in Sprüche 15,1 die Kraft einer sanften Antwort.
 
Jesus: Vorbild in Geduld und Sanftmut – und Kraft
 
Jesus ist das vollkommene Vorbild für Geduld und Sanftheit. Er zeigte Geduld mit seinen Jüngern, besonders mit Petrus. Seine Worte waren ruhig, aber voller Kraft. Menschen staunten über das, was er sagte. Als er sich im Garten zu erkennen gab, genügte ein einziger Satz, um die Truppe vor ihm zurückweichen zu lassen.
 
Sanfte Menschen machen sich keine Feinde wie Menschen, die sich voller Härte äußern. Sie verletzen nicht das Ego anderer und machen andere nicht klein. Es kann Vertrauen wachsen. Und so erkennen auch Menschen in Verantwortung die Weisheit neuer Gedanken eher an.

So handeln wir nach Jesu Vorbild
 
Als Botschafter Christi sind wir aufgerufen, mit Geduld und sanften Worten zu handeln, ganz nach dem Vorbild unseres Erlösers. Er gebrauchte sowohl Worte als auch Schweigen, wie ein Lamm vor seinen Scherern (Jesaja 53,7), und überwand den Tod durch Gehorsam gegenüber dem Vater. In Geduld und Sanftmut liegt echte Kraft. Wir wären weise, sie ebenso zu nutzen.
 
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02.05.2026

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Vers des Tages

Vers des Tages: Hiob 1,9-10

Der Satan aber antwortete dem HERRN und sprach: Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und seine Herden breiten sich im Land aus.

Hiob 1,9-10 (Schlachter)

Gedanken zum Tagesvers

Ist Hiobs Glaube ein „Schönwetterglaube“?
 
Satan zweifelte Hiobs Motive an. Er behauptete, Hiob diene Gott nur, weil es ihm gut gehe, weil er reich war und gesegnet. In Satans Augen war Hiobs Glaube oberflächlich, nur ein Schönwetterglaube. Er sagte zu Gott: „Strecke doch einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat; lass sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht absagen wird“ (vgl. Hiob 1,11). Leider liegt Satan mit dieser Strategie bei vielen Menschen richtig, um sie mit Schwierigkeiten vom Glauben abzubringen.
 
Hiob bewährt sich
 
Doch Hiob war anders. Obwohl er alles verlor und sogar seine Frau ihn aufforderte, Gott zu verfluchen, blieb er standhaft: „Du redest so, wie eine törichte Frau redet! Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollten wir da das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,9-10). Hiob bestand die Prüfung seines Glaubens. Er klagte, ja – aber er wandte sich nicht von Gott ab.
 
Hiob als Vorbild im Leid
 
Vielleicht erleben Sie Ähnliches: Prüfungen, Rückschläge, Zweifel. Vielleicht versucht Satan auch bei Ihnen zu beweisen, dass Ihr Glaube nur auf angenehmen Umständen beruht. Doch Sie können wie Hiob standhalten und an Gott festhalten – und zeigen, dass Ihr Vertrauen zu ihm echt ist.
 
 
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