Ghana

Erfahrungsbericht

Jugendliche lassen sich prägen

Lucy

Lucy Affram ist ein 17-jähriges Mädchen und im Abschlussjahrgang ihrer Schule. Sie stammt aus der Volta-Region im Westen Ghanas. Ihre Eltern hatten alle Hände voll zu tun, die drei Mädchen und zwei Jungen zu versorgen. Oft reichte das Geld kaum. Lucys Eltern gingen sonntags mit ihren Kindern in die Kirche. Aber Lucy empfand den Kirchenbesuch als langweilig. Und kaum im Teenageralter angekommen, sperrte sie sich ganz: „Ich glaubte nicht an Gott und wollte ihn wegen unserer Armut auch nicht preisen“. Jeder Autorität gegenüber war sie sehr respektlos und schnell dabei, andere zu beleidigen und zu verletzen.

„Nicht mehr respektlos, sondern demütig ...“
Aber Lucys Onkel verlor in dieser rebellischen Teenagerzeit nie den Zugang zu ihrem Herzen. Immer wieder machte er Christus und ein Leben unter seiner Herrschaft zum Thema. Lucy nahm ihn ernst, weil ihr Onkel glaubwürdig lebte. Und schließlich unterstellte sie sich selbst der Herrschaft Jesu.

Als der Schulgeistliche, Reverend Goris, sie ermutigt, an einem Philippus-Bibelkurs teilzunehmen, wird das einschneidend für Lucy. Sie nimmt sich endlich die Zeit, Gottes Wort wirklich kennenzulernen: „Durch den Kurs lernte ich viel – über Gottes liebevolle Art, aber auch über mich selbst und meine Ichbezogenheit.“ Heute will Lucy wahrhaftig leben, in Jesu Nachfolge: „Damit andere Christus in mir sehen können, will ich vorbildlich leben – nicht mehr respektlos, sondern demütig gegenüber allen Menschen. Sein Wort hat mich bewegt und tut es jeden Tag. Es ist alles andere als langweilig.“

Gottes Wort ruft und verändert
Entscheidend für Lucys Veränderung nach ihrer Hinwendung zu Jesus war die Beschäftigung mit Gottes Wort. Viele Ghanaer bezeichnen sich zwar als Christen, wurden aber nie angeleitet, sich von Gottes Wort prägen zu lassen. Oft sind ihnen die Fundamente des christlichen Glaubens nur bruchstückhaft bekannt. Ein zweites Dilemma ist, dass die Menschen in den ländlichen Regionen kaum Zugang zu Gottes Wort haben. Dort würden viele gerne in der Bibel lesen, sind aber zu arm, um sich eine leisten zu können.

Dass sie trotzdem Gottes Wort kennenlernen, hängt mit Pastoren wie Reverend Goris zusammen. Sie arbeiten mit Bibeln und Schulungsmaterial der Bibel Liga unter den verschiedenen Volksgruppen Ghanas. In diesem Jahr starten wir mit Bibelgruppen in der Akan-Sprache Aschanti-Twi.

Unterstützer sein
Helfen Sie Leitern wie Goris, dass sie interessierte Jugendliche und junge Erwachsene zu Bibelgruppen einladen können. Schon mit 21 Euro ermöglichen Sie drei Ghanaern die Teilnahme an einem Bibelkurs und schenken Ihnen eine eigene Bibel. Wir wollen den ghanaischen Geschwistern dieses Jahr dafür insgesamt 25.000 Euro zur Verfügung stellen. Bitte helfen Sie uns dabei mit Ihrer Spende. Unser Team in Ghana ist für Ihre Unterstützung sehr dankbar!

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