INDIEN

Erfahrungsbericht

Ein Dorf hört zum ersten Mal von Jesus

Suryarao brachte das Evangelium nach DabbagodaSuryarao brachte das Evangelium nach Dabbagoda

„Mein Entschluss stand fest, gerade hier von Jesus zu erzählen, wo ihn noch niemand kennt“. Das sind Worte von Suryarao, einem jungen Mann aus dem abgelegenen indischen Dorf Dabbagoda. Noch vor einiger Zeit hatte dort niemand je von Jesus Christus gehört, auch Suryarao nicht. Aber inzwischen gibt es in diesem Dorf eine hingegebene Gemeinde.

Dabbagoda liegt im Süden Indiens im Bundesstaat Andhra Pradesh, weit außerhalb städtischer Gebiete. Nur 100 Einwohner leben hier in meist strohgedeckten Hütten, deren Wände traditionell mit Götterbildern bemalt sind. Die Bewohner gehören der Volksgruppe der Sora an und sind wie die meisten Inder Hindus.

Als junger Mann übersiedelte Suryarao zur Arbeitssuche in die Großstadt Hyderabad. Doch dort wurde er krank. Als Mediziner keine Hilfe wussten und es keine Hoffnung auf Genesung gab, griff Gott ein. Suryarao begegnete Christen, die für ihn beteten. Und Gott schenkte die ersehnte Heilung. Ab diesem Zeitpunkt schlug Suryaraos Leben eine völlig neue Richtung ein: Er lernte den lebendigen Gott kennen und wurde ein brennender Nachfolger Christi. Bald darauf nahm er an einer Bibel Liga-Schulung für Kleingruppenleiter teil. „Die habe ich 2018 abgeschlossen“, berichtet Suryarao. „Und mir war klar, dass ich zurück in mein Dorf möchte, um meinem Volk von Jesus zu erzählen.“

„Gottes Wort rührte ihre Herzen an”

Er begann, in Dabbagoda an die Haustüren zu klopfen und zum gemeinsamen Bibelstudium einzuladen. „Die Dorfbewohner hörten mir zu, weil ich aus derselben Volksgruppe stamme“, erklärt er. „Jemand aus einer anderen Volksgruppe wäre üblicherweise als Gefahr betrachtet und nicht willkommen geheißen worden.“

Suryarao erlebte eine große Offenheit unter den Dorfbewohnern für das Evangelium: „Gottes Wort rührte ihre Herzen an und sie antworteten mit einem geradezu kindlichen Vertrauen auf die Botschaft der Bibel“, erinnert er sich freudig.

Der neugewonnene Glaube wurde gleich praktisch: „Die Bewohner entfernten die Bilder und Statuetten der Hindu-Götter aus ihren Hütten.“ Bis zum landesweit verhängten Lockdown am 24. März trafen sich die Christen in Dabbagoda zu Gottesdiensten und Bibelgruppen in ihren Hütten. Derzeit ist auch für sie Gemeinschaft nur in ihren Familien möglich.

Eine Familie aus Dabbagoda liest gemeinsam in der BibelEine Familie aus Dabbagoda liest gemeinsam in der Bibel

In Dabbagoda ist Gottes Wort angekommen. Aber viele andere indische Dörfer und Städte warten noch darauf. Bisher folgt nur ein sehr kleiner Teil der Inder Jesus nach. Viele unserer Partnergemeinden sind bereit, Bibelgruppenleiter für unerreichte Menschen ausbilden zu lassen. Der Bedarf an Bibeln und Schulungsmaterial ist groß.

Aktuell ist Indien in unterschiedliche Zonen eingeteilt, entsprechend der Verbreitung von Corona-Fällen. In den grünen Zonen werden die Restriktionen etwas gelockert. Unser Partnerbüro in Kerala hat uns davon berichtet, dass viele Gemeinden in den Startlöchern stehen um unterbrochene Bibelgruppen fortzuführen und neue Bibelgruppen zu starten. Gerade Kleingruppen erscheinen vielen Leitern als passende Möglichkeit, nach dem Lockdown wieder ins Gemeindeleben zu starten. Der Hunger nach Gottes Wort und Gemeinschaft ist in der Krise gewachsen.

Helfen Sie mit!

Wir wollen den indischen Partnern in diesem Jahr 24.500 Euro zur Verfügung stellen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende dabei! Mit 21 Euro ermöglichen Sie drei geistlich suchenden Menschen die Teilnahme an einem Bibelkurs. Unsere Partnergemeinden in Indien sind sehr dankbar für Ihre Unterstützung!

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