KENIA

Erfahrungsbericht

"Das rote Buch hat alles verändert"

Auch wenn die Massai mit etwa einer Million Menschen zu den kleineren Stämmen Afrikas gehören, sind sie wegen ihrer auffallenden Kleidung und ihrer speziellen Tänze die vermutlich bekannteste Volksgruppe Ostafrikas. Aber während die Massai bei den Touristen sehr beliebt sind, werden sie von anderen afrikanischen Volksgruppen beargwöhnt. Sie gelten als Rinderdiebe und waren in früheren Zeiten wegen ihrer kriegerischen Raubzüge weithin gefürchtet.

Doch seit einigen Jahren kommt es unter ihnen zu geistlichen Aufbrüchen. Viele lernen Gottes Wort kennen und werden verändert. So wie der 21-jährige Dominic aus Loita, einer abgelegenen Region nahe der Serengeti.

Dominic mit seiner roten Bibel in der Sprache der Massai

"Das rote Buch hat alles verändert …"

"Dass die rote Massai-Bibel zu meinem Volk kam, war unsere Rettung", erzählt der junge Mann. "Wir Massai lebten in geistlicher Dunkelheit. Wir suchten Hilfe bei Zauberern und verehrten unsere Ahnen. Als wir die Bibel bekamen, erfuhren wir, dass Gott existiert und begannen, uns in Kleingruppen zu treffen."

Das Lesen von Gottes Wort in der eigenen Muttersprache hat vielen Massai geholfen, Jesus Christus als Retter zu entdecken und sich von den Naturgöttern und Zauberern abzuwenden. Das brachte weitere Veränderungen mit sich. Dominic und andere Nachfolger Jesu konnten ihre bisherigen kriegerischen Aktivitäten und Viehdiebstähle nicht mehr mit ihrem Gewissen vereinbaren und ließen davon ab.    

Eine neue Identität

Mit König David verbindet Dominic das Staunen über Gottes Gnade. Seine Lieblingsstelle ist 1. Chronik 17,16: "Wer bin ich, Herr, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?" - Massai wie Dominic entdecken in Gottes Wort ihre neue Identität.

Nicht mehr Kampf und Anerkennung stehen für sie an erster Stelle, sondern das Hören auf Gott und seinen Willen. "Seit ich entdeckt habe, dass der Gott der Bibel wirklich existiert, glaube ich, dass er mir helfen wird, auch meine persönlichen Probleme zu meistern." Dominic ist voller Hoffnung. Er will viele Massai, die noch in geistlicher Finsternis leben, mit dem Evangelium erreichen.

Großer Bedarf an Schulungshilfe

Die Bibel Liga ist bisher mit Philippus-Bibelgruppen in drei kenianischen Massai-Regionen tätig. Wir arbeiten dort mit 177 Partnergemeinden zusammen und bilden auch Gemeindegründer aus. Doch Bibeln sind für geistlich Suchende und junge Christen bisher noch Mangelware. Außerdem benötigen unsere Partnergemeinden Unterstützung durch Schulungen und Schulungshefte. Mitarbeiter müssen für ihren Dienst ausgebildet und befähigt werden.

Helfen Sie Bibelgruppenleitern in Kenia und insbesondere bei den Massai mit Schulungsmaterial, Bibeln und Bibelkursen. Schon mit 28 Euro ermöglichen Sie vier Massai die Teilnahme an einem Bibelkurs und schenken ihnen eine eigene Bibel in ihrer Muttersprache, mit der Gottes Wort ihr Herz erreicht.

Wir wollen der kenianischen Bibel Liga insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung stellen. Für Ihre Unterstützung sind Ihnen unsere Partnergemeinden in Kenia sehr dankbar!

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