KOLUMBIEN/VENEZUELA

Erfahrungsbericht

Gottes Wort macht nicht vor Grenzen halt

Pastor LopezPastor Helio Lopez

Pastor Helio Lopez lebt in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta. In seiner Region haben sich in den vergangenen Jahren Hunderttausende Venezolaner auf beiden Seiten der Grenze angesiedelt. Nach dem Zusammenbruch der Wirtschaft und großen sozialen Unruhen verließen viele Venezolaner die Städte an der Küste und sind meist zu Fuß in die Grenzregion zu Kolumbien im äußersten Südwesten des Landes geflohen.

Geflüchtete Venezolaner stellen Lebensfragen

Dort und jenseits der Grenze, in Kolumbien, gibt es durch die hohe Zahl der Geflüchteten große Nöte. Es mangelt an Wohnungen und Arbeitsplätzen. Pastoren und Gemeinden vor Ort helfen so gut sie können. Mit Essen, Kleidung und Unterbringung. Aber auch mit Gottes Wort. Viele Geflüchtete stellen grundlegende Lebensfragen und sind sehr offen für das Evangelium. Die meisten von ihnen haben traditionelle katholische Wurzeln, aber ihr Leben bisher nicht Jesus unterstellt. Andere haben durch die sozialistische Prägung gar keine Verbindung zum christlichen Glauben, suchen aber in ihrer Not nach Halt.

"Ich muss helfen – Gott hat es mir gesagt"

Pastor Helio Lopez arbeitet schon seit vielen Jahren evangelistisch mit Philippus-Bibelstudiengruppen in der Region um Cúcuta. In den letzten Jahren nahmen auch viele Flüchtlinge aus Venezuela an den Gruppen teil und fanden zum Glauben an Jesus Christus.

Aber auch jenseits der Grenze, im benachbarten Venezuela, zog seine Hilfe Kreise. Vor zwei Jahren hat ihn ein venezolanischer Bruder angesprochen und gefragt, wie die Gemeinden in Kolumbien ihren bedrängten Geschwistern in Venezuela helfen wollten. Helio fand darauf im ersten Moment keine Antwort. "Das war mir aber eine große Last. Und ich fing an, darüber zu beten", erzählt er.

Wenige Tage später fiel ihm zu dieser Frage ein Text aus der Bibel ins Herz: Die Geschichte, wie Aaron und Hur die Arme des Mose stützten, als die Israeliten gegen die Amalekiter kämpften (2. Mose 17). "Ich begriff, dass wir in gleicher Weise die Pastoren in Venezuela unterstützen und ihnen 'unter die Arme greifen' sollten. Seitdem muss ich einfach helfen."

Venezolanische Pastoren schätzen die Schulungshilfe und hören aufmerksam zuVenezolanische Pastoren schätzen die Schulungshilfe und hören aufmerksam zu

Schulung für venezolanische Pastoren in Kolumbien

Inzwischen lädt Helio regelmäßig Pastoren aus Venezuela zu Philippus-Schulungen nach Cúcuta ein und unterstützt deren Gemeinden mit Bibeln und Schulungsmaterial. "Da viele begabte Leiter und Lehrer unser Nachbarland verlassen haben, hat die Qualität der Ausbildung stark nachgelassen. Die Gemeinden benötigen aber Unterweisung, um zu wachsen", so der 66-Jährige.

Manchmal geht Helio mit seinem Team auch über die Grenze nach Venezuela. Dann ermutigen sie die Leiter dort und beten mit ihnen. "Ich bin hier im zentralen Hochland näher dran an den Geflohenen als meine Geschwister von der Bibel Liga Venezuelas, die in der bevölkerungsreichen Küstenregion alle Hände voll zu tun haben."

Pastor Helio schätzt die Schwerpunkte des Philippus-Programms, wie das regelmäßige gemeinsame Bibellesen in kleinen Gruppen, den moderierten Austausch über das Gelesene und auch das spezifische Bibelkursmaterial für Kinder und Teenager. Und natürlich die Bibeln: "Viele fragen mich immer wieder nach Bibeln."

Helfen Sie mit!

Wir wollen den Geschwistern in Kolumbien und Venezuela 28.000 Euro für das Bibelstudien-Programm zur Verfügung stellen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende dabei!

Mit 21 Euro ermöglichen Sie drei geistlich suchenden Menschen die Teilnahme an einem Bibelkurs. Pastor Helio und unsere Partnergemeinden in Venezuela und Kolumbien sind dankbar für Ihre Unterstützung!

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