NAHER OSTEN

Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

Mutter Omm

Inmitten der islamischen Welt gibt es an vielen Stellen ermutigende christliche Aufbrüche. Einer davon begann vor acht Jahren, als eine kleine Gruppe christlicher Universitätsstudenten beschloss, sich regelmäßig zu treffen. Da es in der nahöstlichen Kultur unüblich ist, dass junge Männer und Frauen ohne eine Art Vater- oder Mutterfigur in einer Gruppe zusammen sind, baten die Studenten Omm Marwan*, diese Rolle zu übernehmen. Die Lehrerin kam dazu, machte Kaffee und wurde bald von den jungen Leuten nur noch „Mutter Omm“ genannt. Sie gab Ratschläge, stand ihnen bei Herausforderungen zur Seite und betete mit ihnen. Damals stellten ihr die jungen Christen das arabische Bibel Liga-Schulungsmaterial vor. Omm war begeistert und ließ sich zur Kleingruppenleiterin ausbilden.

Omm wird zur ‚Mutter im Glauben‘ für Muslime
Inzwischen ist die heute 57-jährige Christin auch für ehemalige Muslime zur ‚Mutter im Glauben‘ geworden. In der arabischen Altstadt, in der sie ihr ganzes Leben verbracht hat, gehören fast alle um sie herum dem sunnitischen Islam an. Auch wenn sich Omm inzwischen mit dem Gehen schwer tut, es hindert sie nicht so viele Menschen wie möglich zu besuchen, um mit ihnen zu beten und ihnen das Evangelium zu erklären. Heute arbeitet sie meist mit dem arabischen Bibel-Abspielgerät. Omm weiß, dass viele ältere muslimische Frauen nie zur Schule gegangen sind und bis heute nicht lesen können: „Mit einem Mal hatte ich das tiefe Verlangen in meinem Herzen, diesen älteren Menschen zu dienen.“

Besuchsdienst und Gastfreundschaft
Da viele Ältere – auch aus gesundheitlichen Gründen – meist zu Hause bleiben, beginnt Omms Dienst immer mit Besuchen. „Anfangs habe ich nicht viel mehr gemacht. Ich ging in die Häuser oder ins Krankenhaus, bezeugte den Herrn und erzählte das Evangelium. Das war es. Mehr konnte ich nicht tun.“ Aber jetzt, mit dem Bibel- Abspielgerät, können Ältere, Kranke und Analphabeten Gottes Wort selber in ihren Häusern auf Arabisch hören. „Glaube entsteht durch das Hören der Botschaft Christi. Gottes Wort kann ihr Leben völlig verändern – und das geschieht auch!“

Etliche Geräte haben über sie bereits den Weg in Heime für Senioren und Menschen mit Behinderung gefunden. Längst gehören Jung wie Alt zu den Beschenkten. Und die agile Frau bleibt dran: „Immer wenn ich ein Abspielgerät verschenke, plane ich bald danach Besuche bei den Beschenkten ein. Dann erkläre ich die biblischen Geschichten, beantworte Fragen und bete mit den Hörern. Aber die Vorarbeit dazu leistet das kleine praktische Bibel-Gerät.“ Omm Marwan besucht nicht nur, sie ist auch sehr gastfreundlich. Davon zeugen die vielen Sitzmöbel in ihrer Wohnung. „Wenn ich muslimische Gäste habe, spiele ich ihnen gerne Evangeliumstexte aus dem Abspielgerät vor. Ich nutze dann das Zusammensein, um über Gott und sein Wort zu sprechen.“

Helfen Sie mit!
„Mutter Omm“ ist eine von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Bibel Liga im Nahen Osten. Jeder setzt in seinem Dienst jeweils eigene Schwerpunkte: Als Leiter einer Bibelstudiengruppe, einer Kleingruppe mit Bibel-Abspielgeräten oder als Lehrer eines Alphabetisierungskurses (Bibel-ABC). Dieses Jahr will die Bibel Liga 1.800 neue Kleingruppenleiter ausbilden und über 40.000 Bibelkursteilnehmer mit Gottes Wort erreichen. Darüber hinaus sollen 510 Bibel-ABC-Kurse angeboten und 8.000 Bibel-Abspielgeräte interessierten Menschen übergeben werden. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende und unterstützen Sie die evangelistische Bibelmission im Nahen Osten. 30 Euro ermöglichen einem Analphabeten die Teilnahme an dem Kurs 'Bibel-ABC', 120 Euro finanzieren drei Bibel-Abspielgeräte und die Ausbildung eines Kleingruppenleiters. Herzlichen Dank für Ihre Spende! Unsere Geschwister vor Ort sind Ihnen sehr verbunden.

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* Omms Namen mussten wir ändern, um ihren Dienst unter Muslimen zu schützen.

Ein Bibel-Abspielgerät, das auch Mutter Omm gerne verwendetEin Bibel-Abspielgerät, das auch Mutter Omm gerne verwendet