Pastor José lässt sich nicht abhalten

Pastor Jose Mit dem Rollstuhl unterwegs: Pastor José Silva Floriano.

Gottes Wort findet trotz Quarantäne Wege zu den Peruanern

Als eines der ersten Länder rief Peru Mitte März den Corona-Ausnahmezustand aus. Die Grenzen wurden geschlossen, für die Bevölkerung galten strenge Ausgangssperren. Doch diese wirkten nur kurzzeitig, weil sie nicht zur peruanischen Lebensrealität passen. Ende Juli hat es schon über 360.000 Corona-Fälle in dem Andenstaat gegeben. Täglich kommen mehrere Tausend Infizierte hinzu.

Öffentliche Treffen, Gottesdienste, Bibelstudiengruppen – alles wurde von einem Tag auf den anderen ausgesetzt. Das traf auch den 64-jährigen Pastor José Silva Floriano überraschend. Er wohnt in einem Außenbezirk der Hauptstadt Lima, sitzt im Rollstuhl und lädt seit 12 Jahren unermüdlich Menschen zum Bibellesen ein. Normalerweise führt er regelmäßig eigene Bibelstudiengruppen durch, liest mit den Teilnehmern in Gottes Wort und spricht mit ihnen anhand von Studienheften über zentrale Wahrheiten. Außerdem begleitet er andere Bibelgruppenleiter in der Umgebung und sorgt dafür, dass auch sie die benötigten Bibeln und Hefte für ihre Teilnehmer bekommen.

Wie aber sollte während des 'Lockdowns' das gemeinsame Bibellesen weitergehen ohne persönlichen Kontakt? Da die meisten Teilnehmer keinen Internetzugang haben, waren Video-Chats nicht möglich. Und wie sollten die Studienhefte verteilt und besprochen werden, wenn man das Haus nicht verlassen darf?

Pastor José lässt sich nicht abhalten

Pastor José ist niemand, der sich von seinem Dienst abhalten lässt, Menschen mit dem lebendigen Gott in Kontakt zu bringen. Kurzerhand tippte der findige Pastor die Studienhefte zu den Bibeltexten ab. "Dann verschickte ich sie nach und nach als SMS an meine Teilnehmer und die anderen Bibelgruppenleiter. Die schickten die Inhalte dann an die Teilnehmer ihrer Gruppen weiter." Oft saß er bis spät abends an dieser Arbeit. Parallel hielt er per Telefon Kontakt zu Leitern und Teilnehmern, motivierte sie zum Dranbleiben und dazu, gerade jetzt über Jesus und das Evangelium zu sprechen.

Bibelstudiengruppen helfen, an Jesus zu bleiben

Ella und Segundo, Gina und William waren schon vor Corona Teil von Pastor Josés Bibelstudiengruppe. Sie erlebten, wie Gott sie durch das gemeinsame Bibellesen und die Gespräche veränderte. "Erst hier habe ich beten gelernt", erzählt Ella. William ergänzt: "Durch die Bibelgruppe bin ich zu einem echten Nachfolger Jesu geworden." Und Gina berichtet: "Das gemeinsame Bibellesen hat mir geholfen, dranzubleiben. Ich habe gelernt, mich auf Jesus auszurichten und nicht auf das, was meine Freunde tun." Pastor Josés Einsatz hat sich gelohnt. Gott wirkte jeweils an den Stellen, an denen die Teilnehmer gerade standen.

Gina Gina: "Gemeinsames Bibellesen hilft mir, an Jesus zu bleiben"

Die strengen Ausgangssperren sind inzwischen bis auf einige regionale Ausnahmen gelockert worden. Das gemeinsame Bibellesen ist unter Wahrung der Schutzmaßnahmen wieder möglich, aber größere öffentliche Treffen bleiben vorerst verboten und Kirchen geschlossen. Doch das ist kein Hinderungsgrund für Bibelgruppenleiter wie José: Je nach aktuellen Gegebenheiten werden sie sich weiter von Gott gebrauchen lassen, um Menschen den Weg zu Jesus zu zeigen.

Helfen Sie mit!

Die Partnergemeinden in Peru planen, trotz erschwerter Bedingungen in den nächsten acht Monaten mit 10.000 Teilnehmern Gottes Wort in kleinen Bibelstudiengruppen zu teilen.

Wir möchten den peruanischen Partnern in diesem Jahr 21.000 Euro zur Verfügung stellen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende dabei! Mit 21 Euro schenken Sie drei Peruanern die Teilnahme an einem Bibelkurs und eine eigene Bibel. Die Bibelempfänger in Peru sind sehr dankbar für Ihre Unterstützung! 

Jetzt spenden

Seit Juli 2020 sind Bibelgespräche mit Schutzmaßnahmen wieder möglichSeit Juli 2020 sind Bibelgespräche unter Schutzmaßnahmen wieder möglich. Links: Pastor José.