08.09.2025

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser

Vers des Tages

Vers des Tages: 1. Korinther 5,11

Darum schreibe ich euch jetzt noch einmal unmissverständlich: Habt mit niemand etwas zu tun, der sich zur Gemeinde zählt und trotzdem ein unmoralisches Leben führt oder geldgierig ist, Götzen anbetet, Verleumdungen verbreitet, ein Trinker ist oder andere beraubt. Lasst einen solchen Menschen also auch nicht mehr an euren gemeinsamen Mahlzeiten teilnehmen.

1. Korinther 5,11 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn das Leben nicht zum Glauben passt

Paulus spricht im heutigen Vers ein schwieriges Thema an: Menschen, die sich Christen nennen, aber bewusst in Sünde leben. Niemand ist ohne Fehler, doch es gibt einen Unterschied zwischen menschlicher Schwäche und einem Lebensstil, der Gottes Willen offen widerspricht.
 
Bevor wir dabei auf andere zeigen, ruft uns dieses Wort zuerst zur Selbstprüfung. Gibt es Bereiche in meinem Leben, in denen ich anders handle, als der Herr es möchte? Gottes Wort will uns zur eigenen Umkehr führen, bevor wir andere beurteilen.

Sünde in der Gemeinde: liebevoll ermahnen statt wegschauen

Wenn wir sehen, dass ein Bruder oder eine Schwester in der Gemeinde offensichtlich in Sünde lebt, dürfen wir nicht einfach wegschauen. Jesus selbst zeigt uns in Matthäus 18,15-17 einen Weg: Zuerst ein persönliches Gespräch unter vier Augen, dann – falls nötig – mit Zeugen, und schließlich soll das Thema vor die Gemeinde gebracht werden. Ziel ist immer, die betroffene Person zurück auf den Weg Jesu zu führen.
 
Warum Gemeindezucht wichtig ist
 
Doch was geschieht, wenn keine Umkehr erfolgt? Paulus macht deutlich, warum dann klare Schritte nötig sind. Die Gemeinde soll rein bleiben. Er schreibt: „Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Darum fegt den alten Sauerteig hinaus, damit ihr ein neuer Teig seid“ (1. Korinther 5,6–7). So wie Sauerteig den ganzen Teig durchdringt, kann geduldete Sünde die gesamte Gemeinschaft prägen. Jesus suchte bewusst den Kontakt mit Sündern, doch er tat es nicht in Zustimmung zu ihrer Lebensweise, sondern mit dem Ziel, sie zur Veränderung zu rufen.  Die Gemeinde soll diesem Vorbild folgen und Gottes Maßstäbe ernst nehmen.
 
Gleichzeitig geht es um ihr Zeugnis in der Welt. Wenn Sünde geduldet wird, entsteht der Eindruck, dass Gott der Sünde gegenüber gleichgültig wäre. Doch die Gemeinde ist berufen, ein Licht zu sein, das Orientierung gibt. Deshalb ist es notwendig, deutlich zu machen, dass Sünde nicht einfach akzeptiert werden kann.

Wenn keine Umkehr erfolgt
 
Manchmal also kommt es trotz aller Gespräche und Bemühungen nicht zu einer Umkehr. Hält jemand an seiner falschen Lebensweise hartnäckig fest – Paulus nennt als Beispiele im Vers des Tages ein unmoralisches Leben, Geldgier, Götzenanbetung, Verleumdung, Trinkerei, Beraubung – dann kann eine Trennung nötig werden. Paulus stellt klar: In einem solchen Fall sollen die Korinther als Gemeinde keine Gemeinschaft mehr mit diesen Menschen pflegen. Damit ist die geistliche und geschwisterliche Gemeinschaft gemeint, nicht zwangsläufig jeder Kontakt im Alltag. Auch Jesus sagt in Matthäus 18,17: „Will er auch auf die Gemeinde nicht hören, dann soll er in deinen Augen wie ein gottloser Mensch sein, wie ein Heide oder ein Zolleinnehmer.“
 
Doch selbst dieser Schritt ist keine Strafe. Gott kann den Schmerz der Distanz gebrauchen, um den betroffenen Menschen zur Umkehr zu führen. So bleibt auch in der Trennung die Hoffnung, dass die Person wieder neu zu Christus findet. Denn Umkehr ist weiterhin das Ziel. So erinnert uns Paulus mit dem heutigen Vers des Tages daran, dass unser Leben und unser Bekenntnis zusammengehören – in persönlicher Nachfolge wie auch im gemeinsamen Zeugnis der Gemeinde.


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