Vers des Tages
Vers des Tages: 1. Petrus 3,13-14
Wenn ihr also mit unermüdlichem Eifer das tut, was gut und richtig ist, kann euch dann überhaupt jemand etwas Böses antun? Und solltet ihr trotzdem leiden müssen – gerade weil ihr euch nach Gottes Willen richtet –, dann seid ihr glücklich zu preisen. Habt keine Angst vor denen, die sich gegen euch stellen, und lasst euch nicht einschüchtern!
1. Petrus 3,13-14 (NGÜ)
Gedanken zum Tagesvers
Guten Menschen geschehen gute Dinge – oder?
Man könnte erwarten: Wer Gutes tut, dem wird auch Gutes begegnen. Tatsächlich fördern Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit durchaus Frieden und gute Beziehungen mit anderen Menschen. Doch unsere Lebenserfahrung und der Blick in die Welt zeigen auch: Gutes wird nicht immer mit Gutem belohnt. Wir können auf Ablehnung oder sogar Feindschaft stoßen.
Petrus weiß das. Daher ist seine Frage im Vers des Tages „Kann euch dann überhaupt jemand etwas Böses antun?“ nicht naiv. Er behauptet nicht, dass Christen niemals Leid erfahren. Vielmehr lenkt er den Blick auf eine tiefere Wirklichkeit: Wer Jesus nachfolgt und mit Eifer das tut, was gut und richtig ist, lebt unter Gottes Fürsorge. Ein solcher Mensch mag Leid durch andere Personen erfahren, doch niemand kann Gottes gute Absichten für sein Leben zunichtemachen.
Leid kann treffen, aber nicht das Entscheidende nehmen
Gleich danach spricht Petrus etwas an, das viele Christen erlebt haben: „Und solltet ihr trotzdem leiden müssen – gerade weil ihr euch nach Gottes Willen richtet – …“
Jesus selbst war von dieser Art Leid in besonderem Maße betroffen. Obwohl er ausschließlich Gutes tat, wurde er von bösen Menschen verfolgt und schließlich gekreuzigt. Dasselbe geschah den Aposteln. Auch sie litten, weil sie dem Beispiel Jesu folgten. Jesus hatte seine Jünger darauf vorbereitet: „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen“ (Johannes 15,20).
Für Petrus ist klar: Christen müssen manchmal gerade deshalb leiden, weil sie gottgemäß leben. Doch selbst dann können ihre Gegner ihnen nicht das nehmen, was Gott ihnen geschenkt hat.
Warum wir uns nicht fürchten müssen
Deshalb schreibt Petrus, dass Christen sich selbst dann „glücklich“ preisen können, wenn sie wegen ihres Lebens als Christen leiden. Wie ist das zu verstehen?
Petrus greift damit Jesu Worte aus der Bergpredigt auf: „Glücklich zu preisen sind die, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich“ (Matthäus 5,10). Wer zu Jesus gehört, darf wissen: Gott hat uns als sein Kind angenommen und lässt uns nicht los. Keine Verfolgung und kein Leid können die Gemeinschaft mit Gott oder die feste Hoffnung auf das ewige Leben zerstören.
In diesem Sinne schreibt auch Paulus: „Alles trägt zum Besten derer bei, die Gott lieben“ (Römer 8,28). Auch schwere Erfahrungen kann Gott zum Guten gebrauchen. Gott verlässt die Seinen nicht, trägt sie durch Schwierigkeiten hindurch und führt sie an das Ziel, das er für sie vorgesehen hat.
Mutig an Jesus festhalten
Das gilt auch für uns heute, wenn wir Bedrohungen, Ablehnung oder Verfolgung erleben. Petrus fordert uns auf, keine Angst zu haben und uns nicht „einschüchtern“ zu lassen.
Stattdessen dürfen wir an Jesu Worten festhalten: „Glücklich zu preisen seid ihr, wenn man euch um meinetwillen beschimpft und verfolgt und euch zu Unrecht die schlimmsten Dinge nachsagt. Freut euch und jubelt! Denn im Himmel wartet eine große Belohnung auf euch“ (Matthäus 5,11-12a).
Menschen können uns Leid zufügen. Doch niemand kann uns jemals das nehmen, was Gott uns schenkt und verspricht. Deshalb müssen wir uns nicht fürchten, sondern können Gott vertrauen und mutig an Jesus festhalten, durch alle Schwierigkeiten hindurch.
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