Vers des Tages
Vers des Tages: 1. Petrus 3,17
Denn es ist besser, dass ihr für Gutestun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für Bösestun.
1. Petrus 3,17 (Schlachter 2000)
Gedanken zum Tagesvers
Fest stehen in einer Welt, deren Werte schwinden
In unserer heutigen Zeit fällt es uns Christen immer schwerer, unseren Standpunkt der Welt gegenüber klar zu vertreten. Immer mehr Menschen verlieren ethische und moralische Werte. Das kann dazu führen, dass wir uns verunsichert fragen, ob wir unseren eigenen Standpunkt nicht anpassen sollten. Viele Gläubige wollen nicht als zu tolerant, aber auch nicht als intolerant gelten. Das wird oft als Ausrede genutzt, um sich der Gesellschaft anzupassen. Doch genau das schwächt unser Zeugnis und macht die Botschaft der Gemeinde weniger kraftvoll.
„Heiligt Gott!“
Den 1. Petrusbrief, aus dem der heutige Vers des Tages stammt, schrieb Petrus in einer von moralischem Verfall geprägten römischen Gesellschaft. Seine Worte helfen auch uns. Lesen wir die Verse aufmerksam, in die der heutige Vers des Tages eingebettet ist. In der Mitte von Vers 15 finden wir eine deutliche Orientierungshilfe, wie wir in einer Welt, die immer mehr verfällt, fest stehen können: „…sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist“.
Dass Gott heilig ist, zeigen wir auch damit, indem wir ihm gehorsam sind und ihn ehren. Unsere Aufgabe ist es, Jesus nachzufolgen, und das wird sichtbar für alle, die unseren Lebensstil beobachten. So wird deutlich, welche Hoffnung wir haben. Ein Leben, das auf den Herrn ausgerichtet ist, ist von Zuversicht geprägt, nicht von Angst.
Warum das Gute uns sichtbar macht
Im Textabschnitt erkennen wir außerdem: Christen, die ihre Stellung in Christus kennen, unterscheiden sich von anderen. Laut Vers 16 bewahren sie ein „gutes Gewissen“ und leben einen „guten Wandel in Christus“. In einer Gesellschaft, die sich immer mehr von Gott entfernt, ist es umso wichtiger, dass wir fest bleiben und mit Eifer nach einem Leben in Heiligkeit streben. Wir dürfen sicher sein, dass wir dadurch auffallen werden. Denn „gut“ ist das Kennzeichen eines Christen, sowohl im Tun als auch im Reden.
Mut, klar Stellung zu beziehen
Petrus stellt die Frage, was einem Christen schaden kann, wenn er sein Leben auf Gott baut (Vers 13): „Und wer will euch Schaden zufügen, wenn ihr Nachahmer des Guten seid?“ Er spricht hier von einem geistlichen Schutz, der uns auf Christus ausrichtet und uns in Gemeinschaft mit ihm hält. Gleichzeitig war sich Petrus bewusst, dass Christen auch körperlich für ihren Glauben leiden können – er selbst würde bald Verfolgung erleben. Doch für Petrus gilt das, was er im heutigen Vers des Tages schreibt: „Denn es ist besser, dass ihr für Gutestun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für Bösestun.“
Als Christen sollen wir keine zaghafte Nachfolge leben, sondern ein mutiges Zeugnis sein. Wir Christen müssen Haltung zeigen. Dann sind wir wie ein helles Licht der Gerechtigkeit in einer dunklen Welt.
Von Bill Niblette, Mitarbeiter von Bible League International, USA
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