29.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages Foto: StockSnap von Pixabay über Canva
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser Foto: StockSnap von Pixabay über Canva

Vers des Tages

Vers des Tages: Lukas 17,32

Denkt an Lots Frau!

Lukas 17,32 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Der große Fehler, den Lots Frau beging
 
Gott hatte beschlossen, Sodom und Gomorra wegen der Bosheit ihrer Bewohner zu vernichten. Doch inmitten dieser Städte lebte Lot, ein gerechter Mann. Deshalb mussten die Engel, die mit der Zerstörung beauftragt waren, ihn und seine Familie zuerst aus der Stadt bringen. Sie sagten zu Lot: „Schnell, nimm deine Frau und deine beiden Töchter und flieh aus der Stadt! Sonst werdet ihr in das Strafgericht für ihre Sünden mit hineingerissen!“ (1. Mose 19,15).
 
Weil Lot zögerte, ergriffen die Engel seine Hand sowie die Hände seiner Frau und seiner Töchter und führten sie hinaus. Ein Engel warnte sie: „Lauft um euer Leben! Schaut nicht zurück und bleibt nirgendwo stehen! Flieht ins Gebirge! Sonst seid ihr verloren!“ (1. Mose 19,17). Doch Lots Frau wandte sich trotzdem um und blickte zurück – und erstarrte zur Salzsäule (1. Mose 19,26). Die Bibel nennt uns keinen Grund, warum sie das tat, doch wir sehen eindeutig, dass ihr der Blick zurück zum Verhängnis wurde.
 
„Denkt an Lots Frau!“
 
Jesus sagt im Vers des Tages zu seinen Jüngern: „Denkt an Lots Frau!“ (Lukas 17,32). Diese kurze Warnung steht im Zusammenhang mit einem Gespräch über die Wiederkunft des Menschensohnes, das Ende der Zeit. Jesus beschreibt, dass diese Wiederkunft plötzlich geschehen wird, wie ein Blitz am Himmel. Diese Plötzlichkeit erinnert an die Tage Noahs und auch Lots: Menschen gingen unbekümmert ihrem Alltag nach, bis überraschend und unerwartet das Gericht über sie kam.

Jesus fordert die Jünger auf, wachsam zu sein und bereit und sich nicht an Besitz oder vergängliche Sicherheiten zu klammern: „Wer sich an jenem Tag gerade auf dem Dach seines Hauses aufhält und seine Sachen unten im Haus liegen hat, soll nicht erst noch hinuntersteigen, um sie zu holen. Das Gleiche gilt für den, der auf dem Feld ist: Er soll nicht mehr nach Hause zurücklaufen“ (Lukas 17,31).

Was bedeutet das für uns heute?
 
In diesem Kontext steht auch der Hinweis auf Lots Frau. Sie steht sinnbildlich für einen Menschen, der innerlich zögert und sich an das Vergangene klammert, obwohl Gottes Weg in die Zukunft weist. Doch wer zurückblickt, läuft Gefahr, den Fokus auf das Falsche zu richten. So sehr, dass er das Zukünftige, von Gott Gewollte, übersieht. Wer am Alten festhält, kann den nächsten Schritt verpassen. Diese Mahnung richtet sich auch an uns in den kleinen und großen Umbrüchen des Lebens.
 
Unser Leben ist von Veränderungen geprägt. Alles hat seine Zeit, jede Phase ihren eigenen Sinn. Der Prediger schreibt: „Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit“ (Prediger 3,1; Schlachter). Wenn Gott eine unserer Lebensphasen abschließen möchte, sind wir aufgerufen, sie nicht festhalten zu wollen, sondern loszulassen und bereit für das Neue zu sein.
 
Der Schlüssel liegt im Vertrauen
 
In unserem Leben kann es immer wieder vorkommen, dass Gott uns in eine neue Richtung führt, vielleicht durch veränderte Lebensumstände oder neue Sichtweisen. In solchen Momenten gilt es, wachsam für Gottes Führung zu sein und seiner Führung vertrauensvoll zu folgen. Der Blick zurück auf das Alte kann uns festhalten, wie z. B. vertraute Sicherheiten, Gewohnheiten oder Schuld. Doch Gott lädt uns ein, ihm ganz zu vertrauen. Er kennt als guter Vater den Weg, der vor uns liegt. Vertrauen wir ihm. Das ist der Schlüssel. Und denken wir an Lots Frau, blicken wir nicht unnötig zurück und gehen wir den nächsten Schritt.
 
 
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