11.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages Foto: StockSnap von Pixabay über Canva
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser Foto: StockSnap von Pixabay über Canva

Vers des Tages

Vers des Tages: Lukas 5,15-16

Jesus wurde immer bekannter; die Menschen strömten in Scharen herbei, um ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Er aber zog sich in die Einsamkeit zurück, um zu beten.

Lukas 5,15-16 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Die Kunde von Jesus verbreitet sich

Wie aus dem heutigen Vers des Tages hervorgeht, wurde Jesus zu diesem Zeitpunkt seines Wirkens so richtig bekannt. Er tat viele Wunder und die Berichte über ihn verbreiteten sich weitläufig, sodass große Menschenmengen zu ihm kamen.

Eines dieser Wunder betraf einen Mann, der an Aussatz litt. Dieser Mann kam zu Jesus und flehte: „Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen.“ Jesus berührte ihn und sagte: „Ich will es. Sei rein!“ Daraufhin verschwand der Aussatz des Mannes sofort (Lukas 5,12-13). Angesichts solcher aufsehenerregenden Wunder ist es nachvollziehbar, dass sich die Berichte über Jesus so schnell verbreiteten.

Wunder als Zeichen von Gottes Reich

Als Jesus auf der Erde lebte, verkündete er das Kommen des Reiches Gottes und gab Einblicke, wie das Leben in Gottes Reich aussehen sollte. Ein wichtiger Teil dieser Aufgabe war das Wirken von Wundern: Die Menschen brauchten Wunder der Heilung und der Befreiung von dämonischer Macht. Krankheit, Seuchen und Dämonen haben im Reich Gottes keinen Platz, und die Wunder Jesu zeigten das deutlich.

So sagte er zum Beispiel: „Wenn ich die Dämonen nun aber durch Gottes Finger austreibe, dann ist doch das Reich Gottes zu euch gekommen.“ (Lukas 11,20). Die großen Nöte der Menschen wurden durch das Wirken Jesu gestillt, weil das Reich Gottes tatsächlich mitten unter ihnen angekommen war.

Kraft durch Rückzug zum Gebet

Trotz der großen Not der Menschen zog sich Jesus jedoch auch regelmäßig vom öffentlichen Dienst zurück, um zu beten. Er ging an einsame Orte, weit weg von der Masse. Man mag sich fragen, warum er das tat. Die Menschen sehnten sich doch nach Wundern. Sie kamen von nah und fern, um sie mitzuerleben oder selbst zu empfangen. Warum also sollte Jesus sie verlassen, um zu beten? Warum sollte er sich an Orte begeben, wo diese Menschen ihn nicht finden konnten?

Jesus wusste, dass das Gebet grundlegend war, um seinen Dienst tun zu können. Genau das war später das Problem seiner Jünger, dass sie das Gebet vergaßen: Als sie versuchten, einen Dämon auszutreiben, konnten sie es nicht. Jesus erklärte ihnen: „Diese Art von Dämonen kann durch nichts anderes ausgetrieben werden als durch Gebet“ (Markus 9,29). Wir können davon ein Prinzip ableiten, das auch für uns gilt: Ein Leben im Gebet ist notwendig für einen wirksamen Dienst im Reich Gottes.

Was wir daraus lernen können

Wenn Jesus Gebet für grundlegend und notwendig hielt, wie viel mehr gilt es dann für uns, dass Gebet eine zentrale Rolle bei uns spielen sollte? Ein geistlich fruchtbares Leben braucht Gebet, und zwar nicht als trockene Pflichtübung, sondern als Verbindung zu Gott, der allein die Kraft schenkt, die wir brauchen.

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