20.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages Foto: StockSnap von Pixabay über Canva
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser Foto: StockSnap von Pixabay über Canva

Vers des Tages

Vers des Tages: Lukas 6,28

Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.

Lukas 6,28 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Zwei Arten, wie wir unsere Feinde lieben können
 
In Lukas 6,27, also direkt vor dem heutigen Vers des Tages, sagte Jesus: „Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen“. Damit machte Jesus seinen Zuhörern klar, dass das zweitgrößte Gebot – den Nächsten zu lieben wie sich selbst (3. Mose 19,18) – nicht nur für Freunde und Familie gilt, sondern gerade auch für unsere Feinde. Im dann folgenden Vers des Tages nennt Jesus zwei konkrete Wege, wie diese Liebe aussehen soll.
 
Segnen statt verfluchen
 
Erstens: Wir sollen diejenigen segnen, die uns verfluchen. In diesem Zusammenhang bedeutet segnen, diesen Menschen mit einer Haltung der Liebe und mit freundlichen Worten zu begegnen, ihnen Gutes zu wünschen, ihnen vielleicht auch Gutes zuzusprechen und sie der Gnade Gottes anzubefehlen. Natürlich ist das nicht einfach, sich Feinden gegenüber so zu verhalten. Unsere erste Reaktion ist schließlich oft, verbal zurückzuschlagen. Doch die Liebe zu unseren Feinden verlangt von uns, dass wir entsprechend handeln, selbst, wenn uns das schwerfällt.
 
Beten statt vergelten
 
Zweitens: Wir sollen für diejenigen beten, die uns „Böses tun“. Schlachter übersetzt: „…welche euch beleidigen“. Gemeint ist hier, dass wir für Menschen beten, die uns verbal oder anderweitig Schaden zugefügt haben. Denn auch hier soll unsere Reaktion nicht Rache oder Abgrenzung sein, sondern vielmehr sollen wir fürbittend für sie eintreten. Gerade solche Menschen brauchen Gebet. Jesus zeigt mit seiner Anweisung: Für seine Nachfolger ist das Gebet eine der tiefsten Formen der Feindesliebe. Es bringt uns Gott näher und verändert auch unsere Haltung gegenüber anderen.
 
Warum sollten wir so handeln?
 
Diese beiden Haltungen widersprechen unserem natürlichen menschlichen Verhalten, oder? Warum also fordert Jesus sie von uns? Die Antwort finden wir einige Verse später: „Ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen“ (Lukas 6,35b). Gott ist barmherzig. Und darum sollen auch wir barmherzig sein (Lukas 6,36).
 
Jesus kennt die Herausforderung, vor die uns seine Worte stellen. Doch seine Worte haben außerdem eine Verheißung, wenn wir sie erfüllen: „Dann wartet eine große Belohnung auf euch“ (Lukas 6,35).
 
 
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