27.06.2026

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages Foto: StockSnap von Pixabay über Canva
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser Foto: StockSnap von Pixabay über Canva

Vers des Tages

Vers des Tages: Matthäus 6,27

Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?

Matthäus 6,27 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Wenn Sorgen uns auffressen
 
Sind Sie jemand, der sich häufig Sorgen macht? Vielleicht denken Sie: „Ich kann doch nicht einfach dasitzen und nichts tun! Das Leben verlangt Verantwortung.“ Das klingt zunächst vernünftig. Schließlich wollen wir nicht als gleichgültig oder faul gelten. Und schließlich ist das Leben tatsächlich nicht so einfach. Wir wollen als Menschen wahrgenommen werden, die sich kümmern, z. B. um unsere Familie und um unsere Zukunft, und wir wollen Menschen sein, denen nicht egal ist, was in der Welt passiert. Doch vielleicht merken wir irgendwann: Es geht hier nicht nur um ein Verantwortungsgefühl. Sondern es herrscht ständige Unruhe in unserem Inneren, die uns nicht mehr loslässt.
 
Wenn Sorgen unser Denken übernehmen
 
Fragen Sie sich einmal, ob sie zu dieser Gruppe von Menschen gehören: Gehen Sie innerlich immer wieder durch, was Ihnen im Alltag so begegnet? Vielleicht nicht einmal nur Ihre eigenen Probleme, sondern auch die von anderen? Wenn wir ehrlich sind, betrifft unsere Sorge oft nicht nur uns selbst: Wir machen uns Gedanken über Dinge, die Freunde, unseren Partner, die Kinder oder Kollegen betreffen. Auch für sie durchdenken wir jedes Problem und jedes mögliche Unglück. Und wenn andere sich nicht ausreichend sorgen, übernehmen wir das für sie gleich mit. Was, wenn sie nicht sehen, was alles passieren kann? Was, wenn sie zu leichtsinnig sind?
 
Die Last wächst, aber führt sie zu etwas?
 
Sorgen allein sind oft nicht alles. Sie gehen Hand in Hand mit Furcht, Angst und schließlich Erschöpfung. Denn wir glauben manchmal, wenn wir uns nicht genug kümmern, könnte das Schlimmste eintreten. Je weniger andere sich kümmern, desto größer wird unser Druck. Am Ende eines solchen Tages voller Sorgen sind wir leer. Ausgelaugt. Voller Angst.
 
Hier spricht Jesus mit dem Vers des Tages mitten in unser Leben hinein. Er stellt er eine einfache, aber gehaltvolle Frage: „Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?“ Die Antwort ist klar: Niemand. Sorge bringt nichts. Sie ändert unser Leben kein bisschen, sie beschwert es nur.
 
Vertrauen statt Kontrolle
 
In Psalm 139 lesen wir, dass Gott unsere Tage gezählt hat, bevor sie überhaupt begannen. Nichts überrascht ihn, nichts entgleitet ihm. Deshalb ist Vertrauen der bessere Weg für unser Leben. Sorge will Kontrolle, doch sie kann nichts bewirken. Sie löst keine Probleme, sie fügt nur neue hinzu.
 
Jesus erwartet keine Antwort auf seine Frage, doch er lädt uns ein, loszulassen. Vertrauen wir ihm. Geben wir ab, was wir nicht tragen können. Überlassen wir Gott die Sorge um unser Leben und das Leben unserer Lieben.

Weiterlesen: Vertrauen auf Gott

Noch mehr Gedanken zum Thema lesen Sie in unserem Artikel „Vertraue auf den Herrn: Fünf Aspekte des biblischen Vertrauens auf Gott“. Darin beleuchten wir Fragen wie „Was bedeutet es konkret, auf Gott zu vertrauen? Und warum ist es nötig? Reicht es nicht, an Gott zu glauben?“
 
 
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