Vers des Tages
Vers des Tages: Offenbarung 22,5b
Und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offenbarung 22,5b (Luther 2017)
Gedanken zum Tagesvers
Ein Blick in die Ewigkeit
Offenbarung 22 beginnt mit einer kurzen, aber eindrucksvollen Beschreibung des Lebens nach der Wiederkunft Jesu Christi, wenn das neue Jerusalem vom Himmel herabgekommen ist: „Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes, mitten auf ihrer Straße und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker“ (Offenbarung 22,1-2).
In dieser neuen Welt gibt es keine Krankheit, keinen Schmerz, kein Leid mehr, alles ist vollkommen erneuert.
In Gottes Gegenwart sein – für immer
Danach folgen diese Worte: „Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichts einer Lampe und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird über ihnen leuchten“ (Offenbarung 22,3-5a). Diese Verse machen deutlich, wie herrlich die Zukunft der Gläubigen sein wird: In dieser neuen Welt leben wir als Erlöste in enger Gemeinschaft mit Gott, ohne Trennung, ohne Dunkelheit, erfüllt vom Licht seiner Gegenwart.
Was bedeutet es, dass wir regieren werden ?
Am Ende dieser Beschreibung steht schließlich der heutige Vers des Tages: „Und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 22,5b). Doch was heißt das genau? Das Herrschen der Erlösten ist kein selbstständiges Regieren, sondern eine Teilnahme an der Herrschaft Gottes und des Lammes. Wir regieren, weil wir in Christus sind und mit ihm verbunden bleiben. Diese Herrschaft ist also abgeleitet, eine Mitregentschaft in enger Beziehung zu unserem Herrn, in Liebe, Weisheit und vollkommenem Einklang mit Gottes Willen. 2. Timotheus 2,11-12a formuliert: „Das ist gewisslich wahr: Sind wir mit gestorben, so werden wir mit leben; dulden wir, so werden wir mit herrschen“.
Teil davon ist eine Wiederherstellung dessen, was Gott ursprünglich mit uns Menschen vorhatte. Bereits in 1. Mose 1,28 beauftragte er den Menschen, als sein Ebenbild über die Schöpfung zu herrschen im Sinne von fürsorglicher Verantwortung. Der Sündenfall unterbrach diese Berufung, doch in der neuen Schöpfung wird sie vollendet. In der Ewigkeit erfüllen wir diesen Auftrag vollkommen, und zwar als königliche Diener. Was diese Herrschaft im Einzelnen bedeutet, bleibt uns jetzt noch verborgen. Es könnte sein, dass es verantwortungsvolle Aufgaben geben wird, eine Art Mitgestaltung und Verwaltung im Sinne Gottes. Eines Tages werden wir es sehen.
Jetzt schon lernen, königlich zu leben
Römer 5,17 weist darauf hin, dass die Herrschaft in unserem jetzigen Leben bereits beginnt: „Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wie viel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus“ (Römer 5,17). Dieses Herrschen beginnt schon heute: dort, wo wir in der Kraft Christi leben, in Freiheit handeln und seine Herrschaft durch unser Leben sichtbar machen.
Lernen wir bereits jetzt, was es heißt, königlich zu leben – nicht um Macht auszuüben, sondern um in Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe zu dienen. Denn wir sind berufen, mit Christus zu herrschen. Von Ewigkeit zu Ewigkeit.
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