Vers des Tages
Vers des Tages: Offenbarung 22,5b
Und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offenbarung 22,5b (Schlachter)
Gedanken zum Tagesvers
Ein Blick in die Ewigkeit
Offenbarung 22 beginnt mit einer kurzen, aber eindrucksvollen Beschreibung des Lebens nach der Wiederkunft Jesu Christi, wenn das neue Jerusalem vom Himmel herabgekommen ist: „Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes. In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker“ (Offenbarung 22,1-2).
In dieser neuen Welt gibt es keine Krankheit, keinen Schmerz, kein Leid mehr, alles ist vollkommen erneuert.
In Gottes Gegenwart sein – für immer
Danach folgen diese Worte: „Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen; und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie“ (Offenbarung 22,3-5a). Diese Verse machen deutlich, wie herrlich die Zukunft der Gläubigen sein wird: In dieser neuen Welt leben wir als Erlöste in enger Gemeinschaft mit Gott, ohne Trennung, ohne Dunkelheit, erfüllt vom Licht seiner Gegenwart.
Was bedeutet es, dass wir regieren werden?
Am Ende dieser Beschreibung steht schließlich der heutige Vers des Tages: „Und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 22,5b). Doch was heißt das genau? Das Herrschen der Erlösten ist kein selbstständiges Regieren, sondern eine Teilnahme an der Herrschaft Gottes und des Lammes. Wir regieren, weil wir in Christus sind und mit ihm verbunden bleiben. Diese Herrschaft ist also abgeleitet, eine Mitregentschaft in enger Beziehung zu unserem Herrn, in Liebe, Weisheit und vollkommenem Einklang mit Gottes Willen. 2. Timotheus 2,11-12a formuliert: „Glaubwürdig ist das Wort: Wenn wir mitgestorben sind, so werden wir auch mitleben; wenn wir standhaft ausharren, so werden wir mitherrschen“.
Teil davon ist eine Wiederherstellung dessen, was Gott ursprünglich mit uns Menschen vorhatte. Bereits in 1. Mose 1,28 beauftragte er den Menschen, als sein Ebenbild über die Schöpfung zu herrschen im Sinne von fürsorglicher Verantwortung. Der Sündenfall unterbrach diese Berufung, doch in der neuen Schöpfung wird sie vollendet. In der Ewigkeit erfüllen wir diesen Auftrag vollkommen, und zwar als königliche Diener. Was diese Herrschaft im Einzelnen bedeutet, bleibt uns jetzt noch verborgen. Es könnte sein, dass es verantwortungsvolle Aufgaben geben wird, eine Art Mitgestaltung und Verwaltung im Sinne Gottes. Eines Tages werden wir es sehen.
Jetzt schon lernen, königlich zu leben
Römer 5,17 weist darauf hin, dass die Herrschaft in unserem jetzigen Leben bereits beginnt: „Denn wenn infolge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus“ (Römer 5,17). Dieses Herrschen beginnt schon heute: dort, wo wir in der Kraft Christi leben, in Freiheit handeln und seine Herrschaft durch unser Leben sichtbar machen.
Lernen wir bereits jetzt, was es heißt, königlich zu leben! Dabei geht es nicht darum, Macht auszuüben, sondern in Gerechtigkeit, Wahrheit und Liebe zu dienen. Denn wir sind berufen, mit Christus zu herrschen: von Ewigkeit zu Ewigkeit.
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