Vers des Tages
Vers des Tages: Prediger 1,11
Man gedenkt eben an das Frühere nicht mehr, und auch an das Spätere, das noch kommen soll, wird man nicht mehr gedenken bei denen, die noch später kommen werden.
Prediger 1,11 (Schlachter)
Gedanken zum Tagesvers
Eine ehrliche Sicht auf unsere Vergänglichkeit
„Alles ist nichtig“, sagt König Salomo. „Was bleibt dem Menschen von all seiner Mühe und Plage unter der Sonne?“ (Prediger 1,2-3; NeÜ). Salomo beschreibt hier die Erfahrung, dass alles Menschliche vergänglich ist und keinen bleibenden Wert hat. Die Bibel ist an dieser Stelle erfrischend ehrlich. Menschliches Wirken ist langfristig gesehen Schall und Rauch. Unser Tun, unsere Mühen, unser Lebenswerk: Zu unseren Lebzeiten relevant, aber nach unserem Tod wird es nach und nach vergessen werden. Schon die dritte oder vierte Generation nach uns weiß kaum noch etwas über uns. Wie der heutige Vers des Tages es ausdrückt: „Man gedenkt eben an das Frühere nicht mehr“ Und „…wird man nicht mehr gedenken bei denen, die noch später kommen werden.“
Diese Erkenntnis fordert uns heraus, oder? Und schnell geht es um eine ganz zentrale Frage: „Wofür lebe ich?“ Materielle Dinge begleiten uns nur eine Weile. Ruhm vergeht. Selbst Menschen, die einmal auf der großen Bühne standen, werden schnell zu Fußnoten der Geschichte. Ist also alles Mühen sinnlos?
Wann hat unser Tun Ewigkeitswert?
Genau hier weitet die Bibel unseren Blick: Sie zeigt uns, was wirklich bleibt. Einige Beispiele (Übersetzung: Neues Leben):
- Korinther 15,58: „Deshalb bleibt fest und unerschütterlich im Glauben, liebe Freunde, und setzt euch mit aller Kraft für das Werk des Herrn ein, denn ihr wisst ja, dass nichts, was ihr für den Herrn tut, vergeblich ist.“
- Johannes 15,5: „Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, wird viel Frucht bringen. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“
- Hebräer 6,10: „Gott ist nicht ungerecht. Er wird nicht vergessen, wie ihr für ihn gearbeitet und eure Liebe zu ihm bewiesen habt und weiter beweist durch eure Fürsorge für andere, die auch zu Gott gehören.“
Wenn wir mit Gott leben, gewinnt unser Tun eine Dimension, die über das Sichtbare hinausgeht. Ein Leben, in dem wir dem Herrn treu nachfolgen, ihn durch uns wirken lassen und unser Handeln gebrauchen lassen, kann den Lauf der Dinge verändern – vielleicht im ganz Kleinen, vielleicht aber wendet Gott durch uns das ganze Leben von jemandem. Und vielleicht gebraucht er unser Tun für etwas Großes. Was es auch ist: Ein Leben mit Gott hinterlässt Spuren.
Wir können uns einer weiteren Sache sicher sein: Gott vergisst nicht, was wir in seinem Namen getan haben und worin wir treu waren. Möge unser Leben im Dienst des Reiches Gottes stehen, damit wir eines Tages von unserem Retter hören: „Gut gemacht, mein guter und treuer Diener!“ (Matthäus 25,21; Neues Leben)
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