Vers des Tages
Vers des Tages: Psalm 33,10-11
Der HERR macht die Absichten der Völker zunichte; ja, er vereitelt ihre eigenmächtigen Pläne. Doch die Absichten des HERRN haben für immer Bestand, seine Pläne setzen sich durch – jetzt und in allen künftigen Generationen.
Psalm 33,10-11 (NGÜ)
Gedanken zum Tagesvers
Wenn Menschen ihre eigenen Wege gehen
Die Geschichte der Menschheit ist voll von großen Plänen: Imperien, die die Welt beherrschen wollten, mächtige Anführer, die ihre Namen unvergesslich machen wollten, und ganze Völker, die glaubten, sie hätten die Weltgeschichte in ihrer Hand. Doch der Vers des Tages erinnert uns daran: Gott ist der wahre Lenker der Menschheitsgeschichte. Er durchkreuzt selbstherrliche menschliche Pläne und sorgt dafür, dass am Ende seine eigenen guten Absichten Realität werden. Der Mensch mag glauben, die Kontrolle zu haben, aber letztlich ist es der Herr.
Vielleicht ist das Prinzip auch uns selbst nicht unbekannt, wenn auch im Kleinen. Haben Sie schon einmal eigene Pläne für Ihr Leben geschmiedet, für Ihre Zukunft oder Sicherheit? Pläne, die Ihnen selbst gut gefallen haben und Ihren Wünschen entsprachen? Doch haben Sie dabei vielleicht vergessen, Gott nach seinen Gedanken für ihr Leben zu fragen?
Die Wurzel des Problems: Stolz
Wenn wir ehrlich sind: Der gemeinsame Nenner all dieser Pläne ist Stolz. Beim Turmbau zu Babel sagten die Menschen: „Wir bauen uns eine Stadt mit einem Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht! Das wird uns berühmt machen“ (1. Mose 11,4a). Sie fragten nicht nach Gottes Willen, sondern suchten ihre eigene Ehre. Ähnlich beschreibt Jesaja den Stolz Babylons mit den Worten: „Du hattest in deinem Herzen gedacht: ‚Ich will zum Himmel hochsteigen! Höher als die göttlichen Sterne stelle ich meinen Thron!‘ (Jesaja 14,13, NeÜ).
Wenn wir meinen, unser Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten, stehen wir in der Gefahr, gegen den Willen Gottes zu handeln. Stolz bringt uns dazu, uns selbst an die erste Stelle zu setzen und führt uns leicht zur hochmütigen Auflehnung gegen Gott. Doch Jakobus schreibt: „Den Hochmütigen stellt sich Gott entgegen“ (Jakobus 4,6).
Gottes Pläne haben Bestand
Im Vers des Tages liegt auch eine gute Nachricht: „Die Absichten des HERRN haben für immer Bestand, seine Pläne setzen sich durch – jetzt und in allen künftigen Generationen“. Gottes Pläne sind nicht wankelmütig. Sie gelten für alle Generationen und halten selbst dann stand, wenn unsere eigenen Absichten schon lange zerbrochen sind. Völker und Reiche sind gekommen und gegangen, doch Gottes Plan hat sich durchgesetzt und wird sich durchsetzen. Das beste Beispiel: Als Jesus am Kreuz starb und es aussah, als hätte Gott verloren, errang Jesus in Wahrheit den Sieg über den Tod und ermöglichte allen, die an ihn glauben, ewiges Leben.
Eine Einladung zum Vertrauen
In unserem eigenen Leben sieht es manchmal so aus, als ob Gott selbst unsere Pläne durchkreuzt. Vielleicht tut er das in dem Moment tatsächlich, weil wir auf eigenen Wegen unterwegs waren. Doch er tut es nicht aus Härte, sondern weil sein Weg der bessere ist. Darum dürfen wir lernen, unsere Zukunft bewusst in Gottes Hände zu legen. Wir müssen auch nicht verzweifeln, wenn die Welt unruhig ist wie momentan und Völker wüten und im Krieg sind. Gottes Absichten stehen fest. Er ist treu und verlässlich. Seine Pläne haben Bestand.
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