18.12.2025

Tasse Kaffee mit offener Bibel - Vers des Tages
Vers des Tages - Kaffeetasse mit Bibel mit Blick aufs Wasser

Vers des Tages

Vers des Tages: Psalm 78,42

Sie [das Volk Israel] dachten nicht mehr daran, wie er mit starker Hand eingegriffen und sie aus der Gewalt ihrer Unterdrücker befreit hatte.

Psalm 78,42 (NGÜ)

Gedanken zum Tagesvers

Das große Vergessen: Israel murrt in der Wüste

Als das Volk Israel in der Wüste war, vergaßen sie, was Gott für sie getan hatte (Psalm 78,40-42): Sie dachten nicht mehr daran, wie er sie aus der Macht des Pharaos und der Ägypter gerettet hatte. Wie er das Rote Meer geteilt und sie sicher hindurchgeführt hatte, während sich das Wasser auf beiden Seiten wie eine Mauer auftürmte. Wie er die Ägypter im Meer versinken ließ, als sie Israel zu folgen versuchten. Sie vergaßen außerdem, wie Gott in der Wüste einen Felsen spaltete und ihnen Wasser im Überfluss gab. Kurz: Sie vergaßen alles, was Gott für sie getan hatte und begannen zu murren und zu klagen.

Das große Vergessen: Wie steht es mit uns?

Sind wir nicht manchmal ähnlich vergesslich? Wenn unser Leben turbulent wird und wir mit Kummer, Konflikten oder Krankheit ringen, kommen wir Menschen schnell ins Klagen: „Gott, siehst du denn nicht, wie ich leide? Kümmerst du dich denn nicht um mich?“ Schnell sehen wir nur noch unseren Schmerz. In solchen Momenten geraten wir in Gefahr, zu folgern, Gott meine es nicht gut mit uns. Warum sonst sollte er Schmerz zulassen?! Hand aufs Herz: Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die „Wüste“ als ein Ort zum Durchhalten

Natürlich ist eine „Wüste“ ein trostloser Ort und niemand möchte dort bleiben. Doch Gott führt uns manchmal ganz bewusst durch solche Zeiten, um unseren Glauben zu festigen. Dann geht es darum, im Vertrauen auf Gott durchzuhalten und auf der anderen Seite gestärkt aus der „Wüste“ hervorzugehen.

Doch was, wenn wir nur noch die Wüste sehen und Gott aus dem Blick verlieren? Dann ist es hilfreich, sich zu erinnern: Wie ist Gott mir in meinem Leben bereits begegnet? Wodurch habe ich geschmeckt und erlebt, dass Gott bei mir ist und es gut mit mir meint? Wo habe ich sein Handeln und Wirken gesehen? Machen Sie sich bewusst, wie Gott Sie seither getragen hat, wie er Sie aus der Sklaverei der Sünde befreite und zu seinem Kind machte.

Unser Weg mit Gott führt ins „verheißene Land“, in eine ewige Zukunft in seiner Gegenwart. Welchen Grund hätten wir da noch, uns nach „Ägypten“ zurück zu wünschen wie die Israeliten?

Erinnerung als Schlüssel zum Durchhalten

Ob Sie gerade in einer „Wüstenzeit“ sind oder nicht – nehmen Sie die heutige Andacht zum Anlass, sich in Erinnerung zu rufen, wie Gott Sie an den Punkt führte, an dem Sie heute stehen. So gewinnen Sie neuen Mut und richten dem Blick auf Ihren guten Vater im Himmel.

Erinnerungsstütze: Das Tagebuch „365“

Das Tagebuch „365“ kann Ihre Erinnerungsstütze werden, um in schweren Zeiten durchzuhalten. Halten Sie fest, was Sie mit Gott erleben und blättern Sie eines Tages zurück, wenn Sie in einer „Wüste“ stecken.

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