Vers des Tages
Vers des Tages: Römer 12,2
Richtet euch nicht länger nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken, damit ihr verändert werdet und beurteilen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob Gott Freude daran hat und ob es vollkommen ist.
Römer 12,2 (NGÜ)
Gedanken zum Tagesvers
Das Wort „Welt“ im heutigen Vers des Tages bezieht sich nicht auf die Welt, wie Gott sie ursprünglich erschaffen hat. Die Welt, die Gott erschuf, war gut. Gott sagte nach vollendeter Schöpfung selbst: „Gott betrachtete alles, was er gemacht hatte: Es war alles sehr gut“ (1. Mose 1,31a). Das Wort bezieht sich vielmehr auf die gefallene Welt, die von Sünde und dem Bösen durchsetzt ist. Durch unsere Sünde als Menschen ist die Welt dem negativem Einfluss Satans und seiner Dämonen ausgesetzt. Dieser Einfluss hat sich auf die gesamte Welt ausgewirkt. Man kann sagen, Gottes gute Welt ist entstellt worden.
Warum Paulus die „Welt“ negativ sieht
Menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die von Gott ursprünglich gut angelegt waren, sind verdreht worden. Jetzt lügen Menschen, brechen die Ehe, stehlen – die Liste ließe sich fortsetzen. Auch Paulus sah all diese Verhaltensweisen in der Welt, und daher ist es kein Wunder, dass er im Vers des Tages den Begriff „Welt“ so negativ belegt.
In der Welt, aber nicht von der Welt
Deshalb weist Paulus die Gemeinde in Rom und im weiteren Sinne jede Gemeinde an, solche Verhaltensweisen nicht nachzuahmen. Christen mögen mitten in der verdorbenen Welt der Sünde und des Bösen leben, aber sie sind nicht von dieser Welt. Wir müssen uns vielleicht mit der Welt in ihrem verdorbenen Zustand auseinandersetzen, aber sie sollen nicht an ihrer Verdorbenheit teilhaben. Paulus ist zuversichtlich, dass Christen andere Wege beschreiten können, die sich von der Welt unterscheiden. Mit seiner Anweisung versichert er uns, dass wir nicht dazu verdammt sind, die sündigen und bösen Muster, die es in der Welt gibt, auch selbst zu leben. Echte Veränderung ist möglich. Echte Veränderung, die die Verdorbenheit der Welt ins Gute umkehrt, kann tatsächlich geschehen.
Welche Rolle habe ich als Christ?
Wie ist es bei Ihnen? Inwiefern unterscheidet sich Ihr Leben und Ihr Verhalten von der Welt? Passt ihr Leben zum Vorbild Jesu? Sie können sich immer wieder fragen: „Setze ich mich gerade für das Gute in der Welt ein oder trage ich zur Verdorbenheit bei?“ Jesus nannte die Gläubigen „Salz der Erde“ (Matthäus 5,13). Salz ist ein Konservierungsmittel. Möge unser treues Handeln den „Verderb“ der Welt aufhalten, die unser himmlischer Vater schuf.
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