„Gott hat uns hierher geschickt“: Bibelnot und Hoffnung in Simbabwe
Chrispen und Eva Chateya leben mit ihren Töchtern in Empress Mine, einer ärmlichen Gegend auf dem Land. Als Christen in Simbabwe ist der Alltag oft herausfordernd: Es gibt kaum Arbeitsplätze, viele Familien leben in Armut und nur wenige Menschen besitzen eine eigene Bibel. Trotzdem sind Chrispen und Eva ganz bewusst hierhergezogen. „Gott hat uns berufen, hier eine Gemeinde zu gründen“, sagt Chrispen. Sie erleben, wie Menschen durch Gottes Wort neuen Mut finden und Gemeinden entstehen. Die Treue der Chateyas zahlt sich aus – obwohl die Behinderung ihrer Tochter ihr eigenes Leben vor Herausforderungen stellt.
In diesem Video lernen Sie Familie Chateya kennen und erfahren, wie sie als Christen in Simbabwe ihren Glauben leben und trotz schwieriger Lebensbedingungen Veränderung nach Empress Mine bringen.
Wie Christen in Simbabwe ihren Glauben im Alltag leben
Der Tag von Chrispen und Eva beginnt früh. Jeden Morgen stehen sie um 4 Uhr auf und beten gemeinsam. „Wenn wir nicht mit Gott starten, kann ich den Tag nicht bewältigen“, sagt Chrispen. Bevor ihre Töchter Ruth und Deborah zur Schule gehen, beten ihre Eltern für sie und bitten Gott um Schutz.
Das Leben in Empress Mine verlangt der Familie viel ab. Fließendes Wasser gibt es nicht. Dreimal pro Woche gehen Chrispen und Eva mit einer Schubkarre und Kanistern zum Brunnen, um Wasser für die Familie zu holen. Ihren Lebensunterhalt sichern sie unter anderem mit einer kleinen Hühnerzucht. Das Geld reicht trotzdem nicht immer. „Es gibt Tage, da essen wir nur einmal am Tag etwas, weil wir nicht genügend haben“, erzählt Eva.
Auch das Umfeld ist schwierig. In Empress Mine wurde früher Nickel abgebaut, doch die Minen sind schon viele Jahre geschlossen. Nun sind einige illegale Minenarbeiter unterwegs auf der Suche nach Gold. Alkohol, Gewalt und Armut gehören zum Alltag. Gerade hier möchten Chrispen und Eva für die Menschen da sein.
Eine Familie, die ihren Glauben lebt
Chrispen und Eva sind davon überzeugt, dass die Bewohner von Empress Mine nichts dringender brauchen die Gute Nachricht und Zugang zu Gottes Wort. Sie besuchen Gemeindemitglieder, begleiten Menschen in ihren Fragen und legen dafür viele Kilometer zu Fuß zurück. Aus ihrer Arbeit sind inzwischen drei weitere Gemeinden in der Umgebung entstanden.
Ihr Dienst fordert die ganze Familie. Wenn Chrispen und Eva zu einem Gemeindemitglied gerufen werden, müssen ihre Töchter zeitweise allein bleiben. Besonders bei ihrer jüngeren Tochter Ruth fällt Eva das schwer. Ruth hat eine Behinderung, spricht fast nicht und braucht mehr Unterstützung als andere Kinder.
Nach Ruths Geburt war die Diagnose für die Familie ein Schock. In dieser Zeit fand Eva Trost in Jeremia 29,11. „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Schlachter)
Heute sagt Eva über ihre Tochter: „Ruth ist für uns ein Geschenk.“
Gottes Wort bringt Hoffnung nach Empress Mine
Auch andere Familien in Empress Mine kämpfen mit großen Herausforderungen. Arbeitsplätze sind rar und Armut prägt den Ort. Chrispen und Eva möchten den Menschen deshalb etwas mitgeben, das sie selbst durch schwierige Zeiten trägt: Gottes Wort.
Chrispen lädt Menschen zu Philippus-Gruppen ein. Gemeinsam lesen sie in der Bibel, sprechen über das Gelesene, teilen ihre Sorgen und beten füreinander. Eva begleitet außerdem Gruppen für Frauen und Kinder. „Gottes Wort verändert die Familien“, beobachtet Eva. „Sie wissen nun um die Macht des Gebets.“
Eine eigene Bibel besitzen in Empress Mine nur wenige. Durch die Zusammenarbeit mit der Bibel Liga erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bibelgruppen die Möglichkeit, selbst in Gottes Wort zu lesen. Wenn Teilnehmer ihre eigene Bibel erhalten, feiert die ganze Gemeinde. Sie singen begeistert Lieder, tanzen mit der Bibel in der Hand und freuen sich sichtlich über Gottes Wort.
Helfen Sie mit, Hoffnung nach Simbabwe zu bringen
Chrispen und Eva erleben in Empress Mine, welchen Unterschied es macht, wenn Menschen selbst in der Bibel lesen können. Doch eine eigene Bibel ist für Christen in Simbabwe keine Selbstverständlichkeit. Unsere Partner vor Ort schätzen, dass 3 Millionen Christen keinen Zugang zu Gottes Wort haben.
Mit der Adventsaktion BibelStern können Gemeinden, Kleingruppen und Einzelpersonen dazu beitragen, dass mehr Menschen in Simbabwe eine Bibel erhalten. Teilnehmende erhalten eine kostenlose Mitmachbox und den Film über Familie Chateya, den sie im Gottesdienst zeigen können. Mit wenig Aufwand kann Ihre Gemeinde in Simbabwe einen großen Unterschied machen!























