12.08.2026

„Gott hat uns hierher geschickt“: Bibelnot und Hoffnung in Simbabwe

Chrispen und Eva Chateya leben mit ihren Töchtern in Empress Mine, einer ärmlichen Gegend auf dem Land. Als Christen in Simbabwe ist der Alltag oft herausfordernd: Es gibt kaum Arbeitsplätze, viele Familien leben in Armut und nur wenige Menschen besitzen eine eigene Bibel. Trotzdem sind Chrispen und Eva ganz bewusst hierhergezogen. „Gott hat uns berufen, hier eine Gemeinde zu gründen“, sagt Chrispen. Sie erleben, wie Menschen durch Gottes Wort neuen Mut finden und Gemeinden entstehen. Die Treue der Chateyas zahlt sich aus – obwohl die Behinderung ihrer Tochter ihr eigenes Leben vor Herausforderungen stellt.

In diesem Video lernen Sie Familie Chateya kennen und erfahren, wie sie als Christen in Simbabwe ihren Glauben leben und trotz schwieriger Lebensbedingungen Veränderung nach Empress Mine bringen.

Wie Christen in Simbabwe ihren Glauben im Alltag leben

Der Tag von Chrispen und Eva beginnt früh. Jeden Morgen stehen sie um 4 Uhr auf und beten gemeinsam. „Wenn wir nicht mit Gott starten, kann ich den Tag nicht bewältigen“, sagt Chrispen. Bevor ihre Töchter Ruth und Deborah zur Schule gehen, beten ihre Eltern für sie und bitten Gott um Schutz.

Das Leben in Empress Mine verlangt der Familie viel ab. Fließendes Wasser gibt es nicht. Dreimal pro Woche gehen Chrispen und Eva mit einer Schubkarre und Kanistern zum Brunnen, um Wasser für die Familie zu holen. Ihren Lebensunterhalt sichern sie unter anderem mit einer kleinen Hühnerzucht. Das Geld reicht trotzdem nicht immer. „Es gibt Tage, da essen wir nur einmal am Tag etwas, weil wir nicht genügend haben“, erzählt Eva.

Auch das Umfeld ist schwierig. In Empress Mine wurde früher Nickel abgebaut, doch die Minen sind schon viele Jahre geschlossen. Nun sind einige illegale Minenarbeiter unterwegs auf der Suche nach Gold. Alkohol, Gewalt und Armut gehören zum Alltag. Gerade hier möchten Chrispen und Eva für die Menschen da sein.

Eine Familie, die ihren Glauben lebt

Chrispen und Eva sind davon überzeugt, dass die Bewohner von Empress Mine nichts dringender brauchen die Gute Nachricht und Zugang zu Gottes Wort. Sie besuchen Gemeindemitglieder, begleiten Menschen in ihren Fragen und legen dafür viele Kilometer zu Fuß zurück. Aus ihrer Arbeit sind inzwischen drei weitere Gemeinden in der Umgebung entstanden.

Ihr Dienst fordert die ganze Familie. Wenn Chrispen und Eva zu einem Gemeindemitglied gerufen werden, müssen ihre Töchter zeitweise allein bleiben. Besonders bei ihrer jüngeren Tochter Ruth fällt Eva das schwer. Ruth hat eine Behinderung, spricht fast nicht und braucht mehr Unterstützung als andere Kinder.

Nach Ruths Geburt war die Diagnose für die Familie ein Schock. In dieser Zeit fand Eva Trost in Jeremia 29,11. „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Schlachter)

Heute sagt Eva über ihre Tochter: „Ruth ist für uns ein Geschenk.“

Gottes Wort bringt Hoffnung nach Empress Mine

Auch andere Familien in Empress Mine kämpfen mit großen Herausforderungen. Arbeitsplätze sind rar und Armut prägt den Ort. Chrispen und Eva möchten den Menschen deshalb etwas mitgeben, das sie selbst durch schwierige Zeiten trägt: Gottes Wort.

Chrispen lädt Menschen zu Philippus-Gruppen ein. Gemeinsam lesen sie in der Bibel, sprechen über das Gelesene, teilen ihre Sorgen und beten füreinander. Eva begleitet außerdem Gruppen für Frauen und Kinder. „Gottes Wort verändert die Familien“, beobachtet Eva. „Sie wissen nun um die Macht des Gebets.“

Eine eigene Bibel besitzen in Empress Mine nur wenige. Durch die Zusammenarbeit mit der Bibel Liga erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bibelgruppen die Möglichkeit, selbst in Gottes Wort zu lesen. Wenn Teilnehmer ihre eigene Bibel erhalten, feiert die ganze Gemeinde. Sie singen begeistert Lieder, tanzen mit der Bibel in der Hand und freuen sich sichtlich über Gottes Wort.

Helfen Sie mit, Hoffnung nach Simbabwe zu bringen

Chrispen und Eva erleben in Empress Mine, welchen Unterschied es macht, wenn Menschen selbst in der Bibel lesen können. Doch eine eigene Bibel ist für Christen in Simbabwe keine Selbstverständlichkeit. Unsere Partner vor Ort schätzen, dass 3 Millionen Christen keinen Zugang zu Gottes Wort haben.

Mit der Adventsaktion BibelStern können Gemeinden, Kleingruppen und Einzelpersonen dazu beitragen, dass mehr Menschen in Simbabwe eine Bibel erhalten. Teilnehmende erhalten eine kostenlose Mitmachbox und den Film über Familie Chateya, den sie im Gottesdienst zeigen können. Mit wenig Aufwand kann Ihre Gemeinde in Simbabwe einen großen Unterschied machen!

Jetzt informieren & mitmachen!

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22.04.2026

Missionarin trotz Behinderung: Lorijanes Geschichte

Von Geburt an hat Lorijane eine körperliche Behinderung. Lange Zeit hasste sie ihren Körper und versuchte, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch Gott hatte andere Pläne. Heute ist Lorijane als Missionarin trotz Behinderung unterwegs. Eine berührende Geschichte darüber, wie Gott zerbrochene Herzen heilen kann und dadurch hunderte Menschen rettet… In diesem Video sehen Sie Lorijanes bewegende Geschichte und wie Gott ihr Leben verändert hat.

Aufgewachsen mit Ablehnung und Schmerz

Lorijane wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Ihr Vater war alkoholkrank und ihre Eltern lebten getrennt. Beide gründeten neue Familien, zu denen sich Lorijane nie ganz zugehörig fühlte.

Schon früh spürte sie, dass sie anders war; nicht nur wegen ihrer familiären Situation. Seit Geburt fehlt ihr der rechte Unterschenkel. Ihre Behinderung machte sie zur Zielscheibe für Spott und Ausgrenzung in der Schule. Die verletzenden Worte der anderen prägten ihr Selbstbild.

Immer wieder rang sie mit Gott: „Warum bin ich so? Warum hast du mich so geschaffen?“ Ihre Verzweiflung wurde irgendwann so groß, dass Lorijane keinen Ausweg mehr sah. Mehrfach versuchte sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch sie überlebte jedes Mal.

Wie Gottes Wort ihr Leben veränderte

Eine Wende begann, als Lorijane das Evangelium hörte und anfing, in der Bibel zu lesen. In Psalm 139,14-15 lobt David Gott mit den Worten: „Ich danke dir dafür, dass ich so wunderbar erschaffen bin, es erfüllt mich mit Ehrfurcht. Ja, das habe ich erkannt: Deine Werke sind wunderbar! Dir war ich nicht verborgen, als ich Gestalt annahm, als ich im Dunkeln erschaffen wurde, kunstvoll gebildet im tiefen Schoß der Erde.“ So hatte Lorijane sich zuvor noch nie gesehen.

Schritt für Schritt veränderte sich ihr Blick. Sie erkannte, dass ihr Wert nicht von anderen Menschen abhängt und auch nicht von ihrer körperlichen Situation. Gott selbst hatte sie geschaffen – gewollt und geliebt. Diese Erkenntnis gab ihrem Leben ein neues Fundament.

Doch das war erst der Anfang. In einem Gottesdienst las der Pastor aus Jesaja 6,8: „Wen soll ich senden?“ „Das hat mich tief getroffen“, erzählt Lorijane. „Ich ging nach vorne, weinte und sagte: ‚Herr, hier bin ich. Gebrauche mein Leben.‘“ Und das tut er.

Unterwegs als Missionarin trotz Behinderung

Heute ist Lorijane als Missionarin trotz Behinderung in der Provinz Lanao del Sur unterwegs. Die Wege dort sind schwierig, oft schlammig und kaum passierbar. Immer wieder ist sie auf Hilfe angewiesen und kommt nur mühsam voran. Doch sie lässt sich nicht aufhalten. Ihr Ziel ist klar: Menschen sollen von Jesus hören. Sie besucht Dörfer, spricht mit Menschen über den Glauben, betet für Kranke und lädt zum gemeinsamen Bibellesen ein.

Mehr als 50 Bibelgruppen hat Lorijane mittlerweile gegründet. Hunderte Menschen werden durch ihr Zeugnis berührt und sind durch sie zum Glauben gekommen. Doch Lorijane ist noch lange nicht fertig. „Ich wünsche mir, dass mehr Menschen gerettet werden und Gott dienen“, sagt sie. Denn sie selbst hat erlebt, dass Gott auch in den schwierigsten Situationen Wiederherstellung schenken kann.

Geben auch Sie Hoffnung weiter!

Lorijanes Geschichte zeigt, wie stark Gottes Wort Leben verändert. Durch Ihre Spende helfen Sie mit, dass noch mehr Menschen wie sie Zugang zur Bibel bekommen und Hoffnung finden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung.

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22.05.2024

Trotz Behinderung hoffnungsvoll

Mary Jane – oder MJ wie sie von allen genannt wird – ist 22 Jahre alt und lebt in Wao, einem kleinen Bergdorf auf Mindanao (Philippinen). Ihr Leben ist aufgrund einer Behinderung alles andere als gewöhnlich: Die junge Frau wurde ohne Arme geboren. Mit ihrem linken Fuß meistert sie ihren Alltag – vom Umblättern in der Bibel über das Surfen auf dem Handy bis hin zum Essen. Doch ihre Behinderung ist nicht das Einzige, was ihre Jugend herausfordernd gemacht hat. Ihre Mutter verließ sie, um mit einem anderen Mann zu leben. Gloria, eine Pastorin, adoptiert MJ. Gemeinsam mit anderen Mitarbeitern der Gemeinde leben sie auf dem Gelände der Kirche. Gloria ist die geistliche Mutter MJs: Von ihr hörte sie von Jesus bis heute hilft sie ihr durch regelmäßiges gemeinsames Bibelstudium, geistig zu wachsen. Am Anfang war MJ aufgrund ihrer Behinderung sehr schüchtern und unsicher. Doch nach und nach wächst ihr Selbstvertrauen. Sie hat Lorijane, eine Bibelgruppenleiterin und enge Freundin von Gloria kennengelernt, der ein Unterschenkel fehlt. Trotz ihrer Behinderung lebt diese ein glückliches, Gott hingegebenes Leben. Das inspiriert MJ.

Mary Jane von den Philippinen wurde ohne Arme geboren.
Mit Gott groß träumen

MJ liebt es, jeden Morgen und Abend in der Bibel zu lesen und sie klammert sich an Gottes Verheißung in Sprüche 3,6: „Denke an ihn (Gott), was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen.“ (Neues Leben Bibel) Mittlerweile ist die junge Frau davon überzeugt, dass Gott einen Plan für sie hat und ihr Leben führen wird. Sie hat zwar keine Arme – und ist doch trotz ihrer Behinderung hoffnungsvoll. Gerade macht sie ihren Highschool-Abschluss und schmiedet eifrig Pläne für danach. Eine Idee ist, Betriebswirtschaft zu studieren, denn bereits jetzt arbeitet sie als Finanzverwalterin in der Gemeinde mit. Das macht ihr großen Spaß. Doch ein großer Traum von ihr es, Pilotin zu werden. Wie auch immer ihre berufliche Zukunft aussieht – MJ setzt ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in Gott, ganz so wie es in Jeremia 17,7 heißt: „Gesegnet der Mensch, der auf den HERRN vertraut / und dessen Hoffnung der HERR ist.“ (EÜ)

Bibelgruppen auf den Philippinen unterstützen

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31.01.2024

Hoffnungsvoll trotz Rollstuhl

Wenn Sompadre aus Thailand von Jesus erzählt, leuchten ihre Augen so sehr, dass man ihren Rollstuhl erst auf den zweiten Blick wahrnimmt. Die 47-Jährige ist von der Hüfte abwärts gelähmt. „Als junge Frau habe ich in einer Fabrik in Bangkok mit chemischen Substanzen gearbeitet“, erzählt sie. Immer öfter bekam sie Kopfschmerzen. Eines Tages wurde sie bewusstlos. „Als ich aus dem Koma aufwachte, konnte ich meine Arme und Beine nicht mehr bewegen.“ Der Arzt stellte bei der damals 29-Jährigen eine Muskelschwäche fest. „Ich weinte jeden Tag. Ich hoffte, dass es nur ein Albtraum ist, aus dem ich bald erwache“, erinnert sie sich. Doch es war bittere Realität. Und es wurde noch schlimmer: Sechs Monate später verließ ihr Ehemann sie für eine andere Frau und nahm ihre acht Monate alte Tochter mit.

Sompadre
Sompadre im Rollstuhl
Rückkehr nach Hause – gelähmt und hoffnungslos

Zerbrochen an Körper und Seele kehrte sie zu ihren Eltern in ihr Heimatdorf Ban Don Suang zurück. „Alles war nur noch dunkel. Ich konnte keine Freude mehr empfinden.“ Bei Nacht nahm sie böse Geister in ihrem Zimmer wahr, eine dunkle, bedrohliche Macht. Als Buddhistin versuchte sie, ihr Karma positiv zu beeinflussen, indem sie in den Tempeln Opfer brachte und sich finanziell am Bau einer großen Buddha-Statue beteiligte. Doch ihre Seele fand keinen Frieden. „Mein Herz war voller Hass und Zorn auf meinen Mann“, sagt sie. „Das machte meine Seele krank. Ich dachte daran, mir das Leben zu nehmen.“

Erste Begegnungen mit Christen
Sompadre macht gemeinsam mit anderen einen Philippus-Kurs
Sompadre macht gemeinsam mit anderen einen Philippus-Kurs

Als Sompadre für eine medizinische Behandlung nach Laos ging, lernte sie einen Arzt kennen, der Christ ist und ihr von Jesus Christus erzählte. Er schenkte ihr eine Bibel, doch sie war nicht bereit, darin zu lesen. Erst als eine krebskranke Christin aus ihrem Dorf eines Tages an ihrer Tür klopfte und ihr praktische Hilfe anbot, begann sie, in Gottes Wort zu lesen. Die Liebe und Freundlichkeit der kranken Frau hatten Sompadre tief beeindruckt. Nun wollte sie mehr über das Christentum wissen – doch sie verstand die Bibeltexte nicht. Da kam die Einladung zu einem Gottesdienst im Dorf genau im richtigen Moment. „Ich öffnete Jesus mein Herz. Eine unbeschreibliche Freude erfüllte mich“, erzählt sie. Begeistert nahm sie an einer Philippus-Bibelgruppe teil. Inzwischen hat Sompadre alle vier Kurse absolviert.

„Der Hass ist weg!“

„Die Worte Jesu haben mein Innerstes gereinigt. Mein Herz wurde leichter und leichter. Und eines Tages stellte ich fest, dass der Groll und der Hass auf meinen Mann verschwunden sind!“ Sompadre hat nun eine neue Perspektive auf das Leben – sie konzertiert sich auf das Gute und Schöne. „Jesus ist das Wertvollste, das ich habe“, sagt sie lächelnd. Gern würde sie mehr Menschen von Jesus Christus weitererzählen. „Der Rollstuhl schränkt mich ein. Ich kann bei den evangelistischen Einsätzen im Dorf nicht dabei sein“ sagt sie. Vielleicht kann sie eines Tages wieder gehen. Über die Jahre ist die Kraft in ihren Armen zurückgekehrt. Regelmäßig macht sie Übungen, um ihre Beine zu kräftigen. Sie lässt sich nicht unterkriegen, denn ihr Lieblingsvers aus Philipper 4,13 ermutigt sie immer wieder: „Ich kann alles in dem, der mich kräftigt.“ So hofft sie, dass sie bald eine Philippus-Bibelgruppe gründen kann. Die Kleingruppenschulung hat sie bereits besucht.

Pastor Somjai beschenkt Somapdre mit einer Bibel
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