10.06.2026

Mit Kindern Bibelverse auswendig lernen: 7 einfache Ideen für Familien

Kinder lernen bewundernswert schnell. Sei es ein Lied, eine Geschichte oder leider auch ein Schimpfwort aus dem Kindergarten: Sie saugen Neues auf wie ein Schwamm. Wenn man mit kleinen Kindern zusammen ist, kommt man ins Staunen, woran sie sich alles erinnern (und wird manchmal sogar etwas neidisch 😉). Deshalb ist die Kindheit eine Chance, mit Mädchen und Jungen erste Bibelverse auswendig zu lernen.

3 Kinder lernen mit dem Bibelvers-ABC Bibelverse auswendig
Das Bibelvers-ABC hilft Kindern, Bibelverse spielerisch auswendig zu lernen.

Warum sollen Kinder Bibelverse auswendig lernen?

Gott selbst fordert uns dazu auf, Kinder mit seinem Wort vertraut zu machen:

„Bewegt diese Gebote, die ich euch heute weitergebe, in eurem Herzen. Prägt sie euren Kindern ein. Sagt sie euch immer wieder vor…“ 5.Mose 6,6-7a (NGÜ)

Und später in 5. Mose 31,13 heißt es: „Auch eure Kinder, die das Gesetz noch nicht kennen, sollen es hören, damit sie lernen, dem HERRN, eurem Gott, in Ehrfurcht zu begegnen.“ (NGÜ)

Kinder dürfen früh entdecken, wer Gott ist und wie gut er über sie denkt. Sie sollen die göttlichen Wahrheiten hören: Du bist geliebt. Gott hat dich wunderbar und einzigartig gemacht. Er lässt dich nicht allein. Du bist wertvoll.

Dieses Fundament trägt – gerade auch dann, wenn das Leben turbulent wird. Mancher Vers, den man als Kind gelernt und noch nicht ganz verstanden hat, entfaltet seine Kraft Jahre später. Es geht nicht darum, dass die Kinder möglichst früh viel Wissen anhäufen, sondern darum, dass Gottes gute Worte sie ihr Leben lang begleiten, trösten und ermutigen. Bibelverse sind ein wertvoller Schatz, wie es in Psalm 119,162 (HfA) heißt: „Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet.“

Und der Apostel Paulus fordert uns auf: „Gebt dem Wort des Christus viel Raum in euch und lasst es so seinen ganzen Reichtum entfalten!“ (Kolosser 3,16 NeÜ)

Vielleicht denken Sie jetzt: Das klingt gut, aber wie gelingt das im Familienalltag? Die gute Nachricht: Oft reichen wenige Minuten am Tag und kleine Rituale, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Hilfreich sind dabei einfache Werkzeuge wie Bilder, Lieder oder das Bibelvers-ABC, das Kinder spielerisch an Gottes Wort heranführt.

Die folgenden Ideen haben sich in vielen Familien bewährt.

7 einfache Ideen, um mit Kindern Bibelverse auswendig zu lernen

1. Einen Vers der Woche auswählen

Wer zu viel auf einmal lernen möchte, verliert schnell die Freude daran. Suchen Sie stattdessen einen Vers aus, der Ihre Familie eine ganze Woche begleitet. Lesen Sie ihn morgens beim Frühstück, sprechen Sie ihn auf dem Schulweg oder vor dem Schlafengehen gemeinsam laut aus.

Ein einzelner Vers, der mehrfach wiederholt wird, bleibt besser im Gedächtnis als fünf neue Verse auf einmal.

2. Bilder zu Bibelversen malen und aufhängen

Kinder lernen nicht nur durch Hören, sondern auch durch eigenes Gestalten. Lesen Sie den Bibelvers gemeinsam und lassen Sie Ihr Kind ein Bild dazu malen.

Dabei setzt es sich ganz automatisch mit dem Inhalt auseinander: Welche Bilder kommen mir in den Sinn? Woran denke ich dann? Was könnte dieser Vers bedeuten?

Hängen Sie das Bild anschließend an den Kühlschrank, den Badezimmerspiegel oder die Kinderzimmertür. So begegnet der Vers Ihrem Kind immer wieder im Alltag. Viele Familien erleben, dass Kinder ihn nach einiger Zeit ganz von selbst aufsagen können.

Das hat noch einen zweiten Vorteil: Das Kind sieht nicht irgendeine Karte, sondern sein eigenes Kunstwerk. Dadurch kann eine starke Verbindung zum Bibelvers entstehen.

3. Bewegungen zum Vers erfinden

Vor allem jüngere Kinder lernen mit dem ganzen Körper. Überlegen Sie gemeinsam passende Bewegungen zum Bibelvers.

Bei Psalm 91,11 („Denn er schickt seine Engel für dich aus, um dich zu behüten, wo immer du gehst.“ NeÜ) könnten Kinder beispielsweise mit den Armen Flügel darstellen. Bei Psalm 65,3 („Du erhörst Gebet, darum kommen alle zu dir.“ NeÜ) können sie die Hände zum Gebet falten.

Bewegungen helfen dem Gehirn, Inhalte besser zu speichern. Deshalb werden Lernverse in vielen Kindergruppen mit Gesten begleitet. Kinder erinnern sich später oft zuerst an die Bewegung und darüber wieder an den Text.

4. Bibelverse singen oder vertonen

Viele Kinder können Liedtexte auswendig, lange bevor sie lesen können. Warum diesen Effekt nicht nutzen?

Singen Sie den Bibelvers auf eine bekannte Melodie oder denken Sie sich gemeinsam eine eigene aus.  Wenn ein Bibelvers-Lied zum Ohrwurm wird, fühlt sich das Lernen gar nicht mehr nach Lernen an. Auf YouTube oder Spotify finden Sie mit dem Suchbegriff „Bibelverse singend lernen“ Kindermusik mit vertonten Versen, z.B. im YouTube-Kanal von Gerth Medien. Musiker wie Danny Plett oder Hanjo Gäbler haben mehrere CDs mit Bibelvers-Liedern für Kinder produziert.

5. Bibelverse in den Alltag einbauen

Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn neues Wissen mit eigenen Erfahrungen verbunden wird. Viele Bibelverse haben einen ganz konkreten Bezug zum Alltag, auch dem von Kindern.

Hat Ihr Kind Angst vor einer Klassenarbeit? Dann erinnern Sie sich gemeinsam an Psalm 56,4 (NeÜ): „Doch wenn ich Angst bekomme, vertraue ich auf dich.“

Ist Ihr Kind traurig oder enttäuscht? Dann kann Jesaja 66,13 (NeÜ) Trost spenden: „Ich will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann.“

So erleben Kinder, dass Bibelverse nicht nur auswendig gelernte Sätze sind. Sie entdecken, dass Gottes Wort etwas mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Sie können Verse mitten in ihrem Alltag anwenden, behalten sie so besser und merken, wie gut es ist, Bibelverse auswendig zu können.

6. Das Bibelvers-ABC nutzen

Kinder lernen leichter, wenn mehrere Dinge zusammenkommen: Bilder, Wörter, Wiederholung und die Freude am Entdecken. Hier setzt das Bibelvers-ABC an.

Jede der 26 Karten steht für einen Buchstaben des Alphabets. Auf der Vorderseite finden Kinder eine Illustration mit einem passenden Begriff, auf der Rückseite einen dazugehörigen Bibelvers. So entsteht eine Verbindung zwischen Bild, Wort und Bibeltext.

Diese Verknüpfungen helfen Kindern beim Erinnern. Wer beispielsweise den Buchstaben „P“ sieht, erinnert sich vielleicht zuerst an das Bild, eine Palme am Strand, dann an das Wort „Palme“ und schließlich an den Bibelvers aus Psalm 92,13: „Alle, die nach Gottes Willen leben, gleichen einer immergrünen Palme.“ (NGÜ)

Das Bibelvers-ABC eignet sich besonders gut für kleine Rituale im Familienalltag. Ziehen Sie morgens gemeinsam eine Karte aus dem Säckchen, lesen Sie den Vers und sprechen Sie kurz darüber. Vielleicht entdeckt Ihr Kind im Laufe des Tages sogar Situationen, zu denen der Vers passt. Oder lesen sie gemeinsam einen Vers vor dem Zubettgehen.

Eine schöne Idee für Familien: Wählen Sie jede Woche einen Buchstaben aus, lesen Sie den dazugehörigen Vers gemeinsam und hängen Sie die Karte auf, z.B. mit einem Magnet am Kühlschrank.

Sie können das Bibelvers-ABC kostenlos bei uns im Shop bestellen.

7. Als Familie gemeinsam lernen

Kinder merken schnell, ob Mama und Papa etwas nur von ihnen erwarten oder selbst mitmachen. Und sie lernen am Modell, durch Nachahmung.

Deshalb kann es hilfreich sein, wenn die ganze Familie denselben Vers lernt. Das Kind merkt, dass Gottes Wort zum Familienleben dazugehört. Vielleicht darf jedes Familienmitglied den Vers der Woche einmal aufsagen. Vielleicht erzählt jemand beim Abendessen, wann ihm der Bibelvers heute in den Sinn kam. Solche Gespräche helfen Kindern, den Inhalt zu verstehen und mit ihrem Alltag zu verbinden. Vielleicht gibt es am Wochenende eine kleine Wiederholungsrunde am Frühstückstisch.

So wird das Lernen von Bibelversen nicht zu einer weiteren Aufgabe im Familienalltag, sondern zu etwas, das die Familienmitglieder miteinander verbindet.

Welche Bibelverse eignen sich für Kinder zum Auswendiglernen?

Nicht jeder Bibelvers eignet sich gleich gut für Kinder. Besonders hilfreich sind kurze Verse mit starken Bildern und Aussagen, die Kinder aus ihrem Alltag kennen. Die folgenden Bibelverse sind deshalb ein guter Einstieg. Sie sind dem Bibelvers-ABC entnommen.

Psalm 91,11: „Denn er schickt seine Engel für dich aus, um dich zu behüten, wo immer du gehst.“ (NeÜ)

Dieser Vers vermittelt Geborgenheit. Kinder verstehen das Bild von Gottes Schutz oft sehr unmittelbar.

Psalm 65,3: „Du erhörst Gebet, darum kommen alle zu dir.“ (NeÜ)

Ein kurzer Vers, der Kindern zeigt: Gott hört zu, wenn wir mit ihm sprechen.

Jesaja 66,13a: „Ich will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann.“ (NeÜ)

Kinder kennen das Gefühl, getröstet zu werden. Deshalb bleibt dieser Vers oft besonders gut im Herzen.

Psalm 119,105: „Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß und ein Licht auf meinem Weg.“ (NeÜ)

Ein starkes Bild dafür, wie Gottes Wort Orientierung gibt.

Matthäus 19,14: „Jesus sagt: „Lasst doch die Kinder zu mir kommen, und hindert sie nicht daran! Das Himmelreich ist ja gerade für solche wie sie bestimmt.“ (NeÜ)

Dieser Vers zeigt Kindern, wie wichtig sie Jesus sind.

Gottes Wort begleitet Kinder weit über die Kindheit hinaus

Kinder wachsen schnell. Playmobil, Puppen und Teddys verschwinden irgendwann in Kisten, die Hobbys ändern sich und manche Erinnerungen verblassen. Bibelverse können bleiben.

Ein Vers, der heute am Frühstückstisch gelernt wird, kann Jahre später Mut machen, Trost schenken oder an Gottes Nähe erinnern. Eltern, die sich dafür entscheiden, Gottes Wort Teil des Familienalltags werden zu lassen, geben ihrem Kind einen Schatz mit, der bleibt.

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FAQ zum Thema „Bibelvers mit Kindern auswendig lernen“

Welche Bibelverse eignen sich für Kinder zum Auswendiglernen?

Besonders geeignet sind kurze, verständliche Verse mit starken Bildern oder klaren Aussagen. Beispiele sind Psalm 91,11, Psalm 65,3 oder Matthäus 19,14.

Ab welchem Alter können Kinder Bibelverse lernen?

Schon Kinder ab drei Jahren können einzelne Bibelverse oder Satzteile behalten. Mit zunehmendem Alter werden längere Verse möglich. Gute Begleitung und Wiederholung sind hilfreich.

Wie lernt mein Kind Bibelverse spielerisch?

Hilfreich sind Bewegungen, Lieder, (selbstgemalte) Bilder, Karten oder kleine Familienrituale. Je mehr Sinne beteiligt sind, desto leichter prägt sich ein Vers ein.

Wie oft sollte man einen Bibelvers wiederholen?

Viele Familien machen gute Erfahrungen mit einem Vers pro Woche. Kurze tägliche Wiederholungen sind meist wirksamer als längere Einheiten in größeren Abständen.

Warum ist es sinnvoll, Bibelverse auswendig zu lernen?

Auswendig gelernte Bibelverse begleiten Kinder oft ein Leben lang. Sie erinnern an Gottes Zusagen, geben Orientierung und können im Alltag eine wichtige Hilfe sein – als Kind und später im Erwachsenenleben.

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30.04.2025

Gott, der große Künstler

Mit Kunst das Evangelium teilen

„Ich habe erkannt, dass Gott ein großer Künstler ist. Er hat mir meine Talente gegeben und ich will ein Werkzeug in seiner Hand sein“, erzählt die Künstlerin Hermine aus Armenien. Die 35-Jährige wuchs in einer christlichen Familie auf, doch erst während ihres Studiums der Keramik und Bildhauerei begegnete sie Jesus persönlich. Ihr Abschlussprojekt war eine Skulptur zum Thema „Einsamkeit“. Während sie sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzte, berührte Gott ihr Herz. „Ich habe erkannt, dass die Menschen sich selbst verlassen haben, aber nicht von Gott verlassen wurden. Gott hat mir die Augen geöffnet, um zu sehen, wie unglücklich die Menschen ohne ihren Schöpfer sind. Nur Gott selbst kann die Einsamkeit ausfüllen. Er, der Schöpfer, ist der große Künstler.“  

Gott, der große Künstler, ist Hermine aus Armenien begegnet.
Hermines Herz schlägt für Kunst und Kinder

„Das Wort Gottes ist die einzige Hoffnung“

Während sie an der Skulptur arbeitete, wuchs Hermines Sehnsucht nach Gott. „Ich fing wieder an zu beten und ab und zu zusammen mit meinen Eltern in die Gemeinde zu gehen.“ Als sie Davit, einen jungen Anwalt und leidenschaftlichen Christen kennenlernte und sich verliebte, vertiefte sich ihr Glaube weiter. Nach der Hochzeit fingen die beiden an, in ihrer Gemeinde in Masis Bibelgruppen anzubieten und Menschen aus der Nachbarschaft dazu einzuladen. Hermine und Davit nehmen einen großen Hunger nach Gott wahr. „In dieser schwierigen Zeit, auch wegen der Angst vor einem weiteren Krieg, ist das Wort Gottes die einzige Hoffnung, das einzige Licht“, sagt Hermine. Das Gemeindegründertraining der Bibel Liga hilft dem Ehepaar dabei zu lernen, wie es Menschen mit Gottes Wort vertraut machen kann.

Mit Bibel und Pinsel das Evangelium verkündigen

Das Herz der zweifachen Mama schlägt besonders für Kinder. Im Gebet fragte sie Gott, wie sie ihre Talente für sein Reich einsetzen könne. Eines Tages hatte sie die Idee, Malgruppen für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde anzubieten. Bei jedem Treffen malen sie gemeinsam und nehmen eine Lektion aus dem Philippus-Junior Programm durch. Zuerst waren nur Kinder aus christlichen Familien dabei, doch die luden schnell ihre Freunde ein – so viel Spaß macht die Kombination aus „Kunst und Bibel“. Nach Abschluss des Kurses bekommen sie eine Kinderbibel geschenkt. Mittlerweile sind auch einige Eltern regelmäßige Besucher der Gemeinde geworden.

Hermine freut sich, dass sie ihre Berufung gefunden hat – mit der Bibel in der einen Hand und dem Pinsel in der anderen. „Ich habe erkannt, dass Kunst und Schönheit von Gott kommen. Ich bin eine Künstlerin, ich erschaffe Neues. Ich ahme das nach, was Gott, der große Künstler, erschaffen hat. Ich weiß, dass der Herr mich zu seiner Ehre und in seinem Reich gebraucht und dass er mir hilft, Kinder und ihre Eltern für Christus zu erreichen.“

Helfen Sie mit!

Danke an alle Spender, die diese wertvolle Arbeit unter Kinder und Jugendlichen ermöglichen. Im Jahr 2025 hat die Bibel Liga in Armenien durch Bibelstudien wie die von Hermine über 12.000 Kinder und Jugendliche mit dem Evangelium erreicht. Hermine bittet um Gebet: „Betet zum Herrn, dass er die Herzen der Kinder öffnet und berührt. Bitten Sie, dass der Heilige Geist, sie alle zu Christus führt. Beten Sie, dass der Herr mich als Werkzeug benutzt, um viele Kinder und Jugendliche durch das Malen zu erreichen.“

Hermine freut sich, dass sie ihre Berufung gefunden hat – mit der Bibel in der einen Hand und dem Pinsel in der anderen. „Ich habe erkannt, dass Kunst und Schönheit von Gott kommen. Ich bin eine Künstlerin, ich erschaffe Neues. Ich ahme das nach, was Gott, der große Künstler, erschaffen hat. Ich weiß, dass der Herr mich zu seiner Ehre und in seinem Reich gebraucht und dass er mir hilft, Kinder und ihre Eltern für Christus zu erreichen.“

Für Armenien spenden

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29.01.2025

Von Generation zu Generation: Wie Kinder in Simbabwe mit Gottes Wort vertraut werden

In einer kleinen, staubigen Gemeinde in Masvingo, Simbabwe, hört man das fröhliche Lachen von Kindern, die sich in einem einfachen Kirchenraum versammeln. Das Leben vieler Familien in der Region ist von Armut und Hunger geprägt. Die Gemeinde ist ein Zufluchtsort, ein Raum des Friedens.

Das Philippus-Junior-Programm: Hoffnung für die nächste Generation

Pastor Blessing, der Jugendpastor, steht lächelnd vor der Gruppe. Seine Augen leuchten, als er den Kindern die heutige Geschichte erzählt. Er glaubt fest an die Worte Jesu in Matthäus 19,14 (NGÜ): „Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn gerade für solche wie sie ist das Himmelreich.“ Für Pastor Blessing sind Kinder nicht nur die Zukunft, sondern sie stehen im Zentrum von Gottes Reich.

Um die Kinder früh mit Gottes Wort vertraut zu machen, nutzt Pastor Blessing das Programm Philippus-Junior, die Discovery-Serie. Ihm als Leiter gibt es einen Lehrplan und einen Ablauf vor, die Kinder erhalten Bibelstudienhefte und Malbücher. Die Lehrinnen und Lehrer schlagen von den biblischen Texten stets eine Brücke zum Lebensalltag der Kinder. Beim kreativen Teil malen die Mädchen und Jungen im Malbuch das passende Bild aus.

Pastor Blessing hält die Bibelstudienhefte und Malbücher des Philippus-Programms in der Hand.
Blessing ist dankbar für das Material der Bibel Liga
Gottes Kinder verändern die Gesellschaft
Die neunjährige Vision liebt die Bücher der Discovery-Serie und malt gerade ein Seite aus.
Die neunjährige Vision malt gerne Bilder aus
Der neunjährige Tanaka hält sein Malbuch in den Händen.
Tanaka erzählt die biblischen Geschichten anderen weiter

Die neunjährige Vision liebt die Bücher der Discovery-Serie. „Besonders mag ich die Geschichte von Abraham und Sarah. Ich habe gelernt, dass Gott seine Versprechen hält.“ Tanaka ist ebenfalls neun Jahre alt. Seine Lieblingsbibelgeschichte ist die von Noah und der Arche, die er auswendig erzählt. Man spürt bei ihm bereits, dass er leidenschaftlich gern das Wort Gottes weitergibt – vielleicht ja eines Tages als Pastor? Der Jugendleiter Blessing ist davon überzeugt, dass sich die Gesellschaft zum Guten verändern wird, wenn Kinder schon früh von Jesus und seinen Vorstellungen eines guten Lebens erfahren.

Die Eltern stimmen Blessing zu. Sie bemerken, wie ihre Kinder anfangen zu beten, Bibelverse auswendig lernen und ihr Verhalten sich ändert. „Manche Eltern sind schon zu den Treffen mitbekommen, andere haben angefangen, unsere Gottesdienste zu besuchen“, erzählt Blessing. Dass das Philippus-Programm für Kinder nun solche großen Kreise zieht, hätte er anfangs nicht vermutet. Doch eigentlich ist es nicht überraschend – denn das Evangelium „ist eine starke Kraft, die von Gott kommt, und schenkt jedem, der auf Jesus vertraut, die Erlösung.“ (Römer 1,16 das Buch)

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10.07.2024

Vom Waisen zum Kind Gottes

Edward ist Grundschullehrer und lebt in Sirari, im Norden von Tansania. Sonntags leitet er mithilfe des Bibel Liga-Materials den Kindergottesdienst seiner Gemeinde. Ihm ist es ein großes Anliegen, dass die Mädchen und Jungen von klein auf mit Gottes zuverlässiger Liebe vertraut gemacht werden. Denn seine eigene Kindheit war nicht immer von dieser Gewissheit geprägt.

Hoffnung in der Dunkelheit

Edward wuchs als Waisenkind auf und in seinen jungen Jahren kannte er vor allem eins: Hoffnungslosigkeit. „Ich lebte in Dunkelheit, voller Sorgen und Ängste“, erzählt er rückblickend. Eines Tages erzählte ihm ein Freund aus der Schule vom Wort Gottes. „Plötzlich kamen Licht, Freude und Hoffnung in mein Leben. Ich hatte den Eindruck, dass Jesus das bedrückende Gefühl, ein Waisenkind zu sein, aus meinem Leben wegnahm.“ Edward fing an, regelmäßig einen Gottesdienst zu besuchen, studierte Grundschullehramt und bringt sich bis heute begeistert in die Kinderarbeit seiner Gemeinde ein. Insgesamt 136 Mädchen und Jungen besuchen jede Woche die Sonntagsschule. Um die Kinder mit Gott und seinem Wort vertraut zu machen, verwendet Edward die Bibel Liga-Studienhefte für Philippus Junior. „Das Philippus-Programm gibt denen Hoffnung, die sie verloren haben, denen, die von Hass verschlungen werden, die Liebe, und den verdunkelten Herzen das Licht“, sagt Edward. Er hat selbst erlebt, wie er vom Waisen zum Kind Gottes wurde. Deshalb erzählt er Kindern nun von der Liebe des himmlischen Vaters.

Edward vor dem Gemeindegebäude
Wie Josef: verachtet und berufen

Auch einige von Edwards Verwandten sind zum Glauben gekommen und besuchen die Gemeinde. Doch in den ländlichen Gebieten Tansanias praktizieren viele Menschen Ahnenverehrung. „Besonders die Dorfältesten lehnen den christlichen Glauben ab“, erklärt Edward. Doch das hält ihn nicht auf. Die Geschichte von Josef aus der Bibel ermutigt ihn immer wieder. „Obwohl Josef von seinen Verwandten als wertlos betrachtet wurde, sorgte Gott dafür, dass er zum Größten unter ihnen wurde. Egal, ob mir Ablehnung, Hass, Verleugnung oder Eifersucht entgegenschlagen – ich glaube weiter daran, dass Gott meinem Leben eine bedeutende Bestimmung gegeben hat, indem ich ihm diene.“ Und so plant Edward, in den nächsten Jahren nicht nur hunderte, sondern tausende Kinder in seiner Region mit der Liebe Gottes zu erreichen.

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21.02.2024

Neu: Bibelvers-ABC für Kinder

Kinde rlernen mit der Bibelver-ABC Bibelverse auswendig

Unser erstes Produkt für Kinder ist erschienen: das Bibelvers-ABC. 26 wunderschön illustrierte Karten in einem Baumwollsäckchen helfen (Vorschul-) Kindern Bibelverse auswendig zu lernen. Auf der Vorderseite sind der jeweilige Buchstabe, ein Bild und ein passendes Wort abgebildet. Auf der Rückseite befindet sich ein entsprechender Bibelvers.

So lernen Mädchen und Jungen im Alter von vier bis neun auf spielerische Art und Weise erste Bibelverse auswendig. Bei der Wahl der Verse war es uns wichtig, dass sie für Kinder verständlich sind. Außerdem sollen sie zeigen: Gott ist ein liebender Gott, dem ich vertrauen kann. Unterstützen Sie als Mama, Papa, Oma, Opa oder Sonntagsschullehrer/-in die Kinder beim Auswendiglernen und erklären Sie, je nach Alter der Kinder, die Bedeutung mancher Verse.

Sei es in der Familie, im Kindergottesdienst oder im Reli-Unterricht: Wir wünschen uns, dass Kinder schon früh mit Gottes Wort vertraut gemacht werden.

Das Bibelvers-ABC für Kinder

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18.10.2023

Andrea: Wie eine Neunjährige an ihrer Schule missioniert

„Niemand soll dich verachten, weil du noch jung bist. Sei allen Glaubenden ein Beispiel mit deinem Reden und Tun, deiner Liebe, deinem Glauben und deiner Reinheit.“ 1. Tim. 4,12 (Gute Nachricht)

Andrea Santiago Araujo aus Mexico ist zwar erst neun Jahre alt – doch hat sie Gottes Retterliebe für die Menschen tief verinnerlicht. Bereits jetzt ist sie in ihrem Umfeld eine kleine Missionarin. Andreas Eltern sind Teil einer Gemeinde. Sie selbst hat Gott durch die Kinderbibelgruppen kennengelernt. Der Bibel Liga-Kinderkurs„Vida de Jesús“ (dt. Jesu Leben) hat ihr geholfen, die biblischen Wahrheiten zu verstehen. „Die Leute mögen uns vielleicht nicht, aber in Gottes Augen sind wir geliebt. Er hat uns gemacht und wir sind ihm wichtig“, erklärt sie. Diese Erkenntnis ist bereits tief in ihr Herz gerutscht und sie lässt keine Gelegenheit aus, ihren Klassenkameraden davon zu erzählen. Besonders Sofia. Dieses Mädchen hat es in der Schule nicht leicht. Mitschüler lachen sie häufig aus, weil sie eine Brille trägt. Ihre Mutter ist bei der Armee und Sofia muss sich oft um ihre Großmutter kümmern. „Sofia war immer traurig und allein. Ich habe ihr erzählt, dass Gott sie wunderbar gemacht hat. Jetzt ist sie viel fröhlicher. Sie hat neue Freunde und vor allem ist Jesus nun ihr Freund und begleitet sie jeden Tag“, erzählt Andrea mit leuchtenden Augen.

Die neunjährige Andrea
„Gott macht alles neu“

Auf die Frage, was ihre Lieblingsbibelstelle ist, antwortet Andrea: „1. Mose 17,1: ‚Ich bin der allmächtige Gott.‘ (Hoffnung für Alle) Denn Gott kann alles neu machen – so wie bei Sofia.“ Mittlerweile besucht Sofia ebenfalls die Kinderbibelgruppe und auch ihre Mutter und Großmutter kommen nun zur Gemeinde. Dort nehmen sie an einem Jüngerschaftskurs teil.

Für ihre Zukunft wünscht sich Andrea, immer mehr über Gott zu erfahren und sein Wort zu studieren. Außerdem möchte sie viele Sprachen lernen, um möglichst vielen Menschen auf der Welt von Jesus erzählen zu können; vor allem Kindern.

Philippus Junior

Durch das Programm „Philippus Junior” werden Kinder spielerisch an biblische Geschichten herangeführt und mit dem Evangelium vertraut gemacht. Das Material ist kindgerecht gestaltet und macht bereits den Kleinsten Lust auf mehr. In Mexico wurden im letzten Jahr mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche durch Bibelgruppen in Gemeinden und an Schulen erreicht. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einklinken: Schon mit 7 EUR ermöglichen sie einem Kind einen Bibelkurs und eine eigene Kinderbibel.

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08.03.2023

„Leid hat mich zu einer starken Frau gemacht“

„Das Leid hat mich zu einer starken Frau gemacht“: Das sagt Sochie von den Philippinen heute. Und Leid hat sie wahrhaft genug erlebt. Sie war fünf Jahre alt, als ihre alkoholkranke Mutter sie verließ. Ihr Vater fühlte sich völlig überfordert, sich um sie und ihre dreijährige Schwester Kacy und ihren einjährigen Bruder Raphael zu kümmern. Schweren Herzens brachte er seine drei Kinder in ein Waisenhaus.

Es war spät in der Nacht, als ihr Vater gemeinsam mit einem Sozialarbeiter und der Leiterin des Waisenhauses, Lola Nits, die Papiere ausfüllte. „Am liebsten hätte ich geweint, aber ich musste stark sein“, erinnert sich die 20-jährige Sochie. „Ich fühlte mich für Kacy und Raphael verantwortlich.“

Sochie
Liebe heilte die Wunden

Lola Nits nahm sich den drei verlassenen Geschwistern an. Sie überschüttete sie mit Liebe und erzog sie im christlichen Glauben. Sochies Herz war immer noch voller Schmerz und Kummer, doch nach und nach heilten die Wunden. „Bevor ich ins Waisenhaus kam, hatte ich keine solche tiefe Liebe erfahren. Lola spiegelt Jesu Liebe wider“, erzählt sie. Man merkt: Trotz ihrer schweren Erlebnisse ist Sochie nicht verbittert. „Die Erfahrung, von den eigenen Eltern verlassen zu werden, hat mich zu einer starken Frau gemacht. Ich glaube an das, was die Bibel in Psalm 30,12 sagt: Dass Gott meine Trauer in einen Freudentanz verwandeln kann“, sagt sie mit einem Lächeln. Ihr Vorbild aus der Bibel ist Hiob. „Seine Geschichte zeigt mir mich, dass es in Ordnung ist, zu weinen, aber die Augen auf Gott zu richten“, berichtet sie.

Wiedersehen mit dem Vater

15 Jahre nachdem ihr Vater sie verlassen hatte, sah sie ihn zum ersten Mal wieder. „Er war krank und musste im Krankenhaus behandelt werden. Als ich ihn besuchte, fühlte ich keinen Groll. Er wollte damals das Beste für uns – auch wenn es falsch war. Ich wünsche mir vor allem, dass er Jesus kennenlernt“, sagt Sochie. Und ehrlich fügt sie hinzu: „Bei meiner Mutter würde es mir viel schwerer fallen, ihr zu begegnen. Ich bete, dass Gott mir die Kraft schenkt, ihr zu verzeihen.“

Sochie mit ihrer Familie
Sochie (links) mit ihrem Bruder, ihrer Schwester Kacy und ihrem Vater
Sochie gibt Kindern Bibelunterricht
Sochie erzählt Kindern biblische Geschichten
Großes Herz für Kinder

Aufgrund ihrer Erlebnisse hat Sochie ein großes Herz für benachteiligte Kinder. Gemeinsam mit ihrer Schwester Kacy ließ sie sich von der Bibel Liga zur Philippus-Leiterin ausbilden. Regelmäßig besucht sie Familien, die in abgelegenen Gegenden wohnen, um den Kindern biblische Geschichten zu erzählen. Das Kursmaterial der Bibel Liga hilft ihr dabei. Im Rückblick erkennt Sochie, dass Gott sie nie verlassen hat. „Ich kann sagen, dass ich von Gott gesehen und gesegnet bin“, sagt die junge Frau fröhlich. „Das Leid hat mich zu einer starken Frau gemacht.“

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