„Endlich Frieden“

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Auf der Suche nach der Quelle der Weisheit

Richard lebt in einem kleinen Dorf im Norden von Tansania. Mit seinen 1,80 Metern Größe hebt er sich von den meisten seiner Landsleute ab. Seine Stimme hingegen ist sanft, manchmal fast ein leises Summen. Wenn er spricht, wählt er seine Worte mit Bedacht. Doch das war nicht immer der Fall. Bibel Liga-Mitarbeiter Anton de Vreugd traf Richard während eines Philippus-Kurses und sah, welche Spuren das Wort Gottes im Leben dieses Mannes hinterlassen hat.

Richard, wie würdest du dich selbst beschreiben?

Ich bin Landwirt und meine Frau und ich haben sechs Kinder. Noch vor kurzer Zeit war ich ein Trinker und gewalttätig. Aber Gott hat mein Leben völlig verändert.

Wie sah dein altes Leben aus?

Ich wurde 1963 geboren. Meine Eltern praktizierten gar keine Religion, obwohl viele um uns herum Animisten oder Götzenanbeter sind. 1986 habe ich geheiratet. All diese Jahre der Ehe waren geprägt von Missbrauch und Gewalt. Meine Familie hat sehr unter meiner Alkoholsucht gelitten. Ich habe meine Frau geschlagen und meine Kinder hatten nie den Vater, den sie verdient hätten.

Wie kam es dazu, dass du zum Alkoholiker wurdest?

Ich baue Mais, Hirse und Kartoffeln an. Kurz nach unserer Heirat nahm ich Schulden auf, um Saatgut zu kaufen. Das Geld, das ich durch die Ernte verdiente, brauchte ich fast alles, um meine Schulden zu begleichen. Ich konnte meine Familie kaum versorgen und kam aus der Schuldenspirale nicht heraus. Irgendwann fing ich an zu trinken, um meine Probleme zu vergessen.

Was hat die Veränderung in deinem Leben bewirkt?

Ein Mitarbeiter der lokalen Bibel Liga kam in unser Dorf und erzählte vom Philippus-Bibelstudienprogramm. Bei der Gemeinde in Shinyanga gab es eine Bibelgruppe. Ich ging hin. Dort hörte ich zum ersten Mal das Evangelium. Auch durch Gespräche wurde mir klar, dass ich mein Leben unter die Herrschaft Jesu stellen muss. Kurz darauf schloss ich mich der örtlichen Gemeinde an.

Ist es dir danach schwergefallen, dein Leben zu ändern?

Als ich mit dem Bibelstudium begann, trank ich noch, aber Gottes Wort arbeitete in mir. Eines Tages, als ich wieder vor dem Laden stand, wo ich Alkohol kaufte, wurde mir schlagartig bewusst, dass das falsch war. Von diesem Tag an habe ich nicht mehr getrunken. Es war der Heilige Geist, der mir Widerstandkraft gibt.

Wie hat deine Familie reagiert?

Meine Frau und meine Kinder sind überglücklich. Sie können kaum glauben, dass ich mich so verändert habe. Auch sie haben ihr Leben Jesus anvertraut. Endlich ist Frieden in unsere Familie eingekehrt.

Welche Rolle spielt die Bibel in deinem Alltag?

Wenn ich das Wort Gottes lese, habe ich das Gefühl, dass ich Kraft bekomme, die schwierigen Umstände des Lebens zu meistern. Als ich das Programm abgeschlossen hatte, erhielt ich meine eigene Bibel. Ich lese darin jeden Abend zusammen mit meiner Frau. Ein Vers, der mein Herz besonders berührt, stammt aus Sprüche 9,10: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.“

Richard studiert mit anderen Männern eifrig Gottes Wort
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